Prednisolon bei Katzen

Prednisolon ist ein Kortison. Genauer gesagt, ist es ein synthetisches (künstliches) Glukokortikoid, welches dem von den Nebennieren produzierten natürlichen Glukokortikoid Cortisol nachempfunden ist, und vielfältig in der Tiermedizin eingesetzt wird. Häufig wird Prednisolon auch bei Katzen zur Behandlung verschiedenster Erkrankungen genutzt.

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Einsatz und Wirkung

In der Veterinärmedizin kommen den körpereigenen Glukokortikoiden nachempfundene Kortikoide zum Einsatz. Neben Prednisolon finden auch Prednison, Bethamethason, Dexamethason, Methylprednisolon, Fludrokortison oder Triamcinolon in der Behandlung von Katzen Anwendung. Glukokortikoide lassen sich als einem natürlichen Hormon ähnelnd bzw. dessen Eigenschaften übernehmend, beschreiben. Sie können Zellfunktionen hemmen oder verstärken - zum Beispiel die Stoffwechselfunktionen. Somit ist auch das synthetische Kortikoid Prednisolon bei Katzen vielseitig einsetzbar und wird beispielsweise bei Allergien oder dem felinen Asthma angewendet. Hauptsächlich verschreiben Tierärzte Prednisolon jedoch bei chronischen und/oder akuten Entzündungen vor allem im Maul- und Magen-Darm-Bereich. Bei Tumoren wie zum Beispiel dem Lymphom bei Katzen werden Kortikoide wie Prednisolon als kurzfristige Therapiemöglichkeit eingesetzt. Hierbei werden die entarteten Zellen aber auch die Immunzellen der Katze in ihrer Funktion gehemmt. Dadurch erreicht man zwar die Unterdrückung der Symptome des Tumors, Infektionen können jedoch schneller auftreten. Dies macht eine andere langfristige Behandlung unumgänglich.

Dosierung

Da Katzen von Natur aus einen hohen natürlichen Kortisonspiegel haben, sollte die Gabe von Prednisolon und weiteren Kortikoiden so gering wie möglich und nur für einen kurzen Zeitraum angesetzt werden. Eine zu hohe Dosierung und eine zu lange Behandlungsdauer können Diabeteserkrankungen zur Folge haben. Achtung: verschiedene Kortikoide haben eine unterschiedlich starke Wirkung auf den Organismus! Generell sollte Prednisolon bei Katzen nicht verabreicht werden, wenn die Katze bereits Diabetes hat, unter Herzinsuffizienz leidet oder (Operations)Wunden noch in der Abheilung sind. Zur Ausleitung des Prednisoloneinsatzes bei Katzen sollten über einige Zeit gehende langsam die Dosis verringernde Programme eingesetzt werden. Die Behandlung sollte immer - vor allem wenn sie auf längere Zeit angelegt ist - mit einem Tierarzt abgesprochen werden.

Dendritische Zelltherapie

In der Behandlung von Tumoren bei Katzen ist Prednisolon allein nur eine häufig kurzfristige Option. Unterstützend zur dendritischen Zelltherapie kann die Anwendung von Kortikoiden jedoch eine symptomhemmende Wirkung zeigen. Die dendritischen Zellen bauen dabei das Immunsystem wieder auf, was das Infektionsrisiko mindert, und regen den körpereigenen Kampf der Katze gegen den Tumor an. Als Kombinationsmöglichkeit bzw. nachlaufende Behandlungsmöglichkeit bei Katzen ist Kortison also denkbar.

Wie es für Ihre Katze weitergehen kann

Erhält Ihre Katze Prednisolon wegen einer Tumor- oder Autoimmunerkrankung, stellt sich in der Regel die Frage nach einer langfristigen Behandlung — Kortison unterdrückt die Beschwerden, behandelt aber nicht deren Ursache. Ob eine dendritische Zelltherapie im konkreten Fall infrage kommt, hängt von der Grunderkrankung, dem Stadium und dem Allgemeinbefinden ab. Sie können uns den Befund Ihrer Katze über die Fallbeschreibung übersenden; unser tierärztliches Team sieht die Unterlagen durch und meldet sich in der Regel innerhalb eines Werktages.

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Häufige Fragen

Was ist Prednisolon eigentlich?

Prednisolon ist ein Kortison — genauer ein synthetisches (künstliches) Glukokortikoid, das dem von den Nebennieren produzierten natürlichen Glukokortikoid Cortisol nachempfunden ist. Es kann Zellfunktionen hemmen oder verstärken, zum Beispiel Stoffwechselfunktionen, und wird deshalb vielfältig in der Tiermedizin eingesetzt.

Wofür bekommt meine Katze Prednisolon?

Hauptsächlich verschreiben Tierärzte Prednisolon bei chronischen und/oder akuten Entzündungen, vor allem im Maul- und Magen-Darm-Bereich; auch bei Allergien oder dem felinen Asthma wird es angewendet. Bei Tumoren wie dem Lymphom der Katze werden Kortikoide wie Prednisolon als kurzfristige Therapiemöglichkeit eingesetzt.

Welche Nebenwirkungen hat Prednisolon bei Katzen?

Da Katzen von Natur aus einen hohen Kortisonspiegel haben, sollte die Gabe so gering wie möglich und nur für einen kurzen Zeitraum angesetzt werden — eine zu hohe Dosierung und eine zu lange Behandlungsdauer können Diabeteserkrankungen zur Folge haben. Beim Einsatz gegen Tumoren werden zudem auch die Immunzellen der Katze in ihrer Funktion gehemmt, sodass Infektionen schneller auftreten können. Zu beachten ist auch, dass verschiedene Kortikoide unterschiedlich stark auf den Organismus wirken.

Wann darf Prednisolon nicht gegeben werden?

Generell sollte Prednisolon nicht verabreicht werden, wenn die Katze bereits Diabetes hat, unter Herzinsuffizienz (einer Herzschwäche) leidet oder wenn Wunden — etwa nach einer Operation — noch in der Abheilung sind. Die Behandlung sollte immer mit einem Tierarzt abgesprochen werden, vor allem wenn sie auf längere Zeit angelegt ist.

Kann ich Prednisolon einfach absetzen?

Nein, das Absetzen sollte nicht abrupt erfolgen: Zur Ausleitung werden über einige Zeit laufende Programme eingesetzt, bei denen die Dosis langsam verringert wird. Auch das gehört in tierärztliche Begleitung.

Reicht Prednisolon als Tumorbehandlung aus?

In der Regel nicht — Kortison unterdrückt die Symptome des Tumors, behandelt aber nicht deren Ursache, und ist bei Tumoren nur eine häufig kurzfristige Option, die eine andere langfristige Behandlung unumgänglich macht. Unterstützend zur dendritischen Zelltherapie kann Kortison eine symptomhemmende Wirkung zeigen; die dendritischen Zellen bauen dabei das Immunsystem wieder auf, was das Infektionsrisiko mindert, und regen den körpereigenen Kampf der Katze gegen den Tumor an.

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