Lipom bei der Katze
Ein Lipom ist einer der häufigsten Tumore im Fettgewebe der Binde- bzw. Unterhaut. Die gutartige Fettgeschwulst ist weich und verschiebbar. Normalerweise ist ein Lipom klar vom gesunden Umgebungsgewebe abgegrenzt, also nicht in benachbarte Regionen verwachsen wie das infiltrative Lipom, das mit darunterliegenden Muskeln, Sehnen und Gewebe verwachsen ist. Allgemein gelten Lipome als völlig harmlos. Sie können vereinzelt, aber auch an mehreren Stellen gleichzeitig auftreten.
Ursachen für ein Lipom bei Ihrer Katze
Das gutartige Lipom entsteht aus dem Fettgewebe bzw. den Fettzellen. Eine erbliche Veranlagung wird nicht ausgeschlossen, jedoch können besondere Veranlagungen zur Lipombildung bei älteren und adipösen (übergewichtigen) Tieren beobachtet werden. Am häufigsten entstehen Lipome bei Hündinnen. Katzen hingegen erkranken meist an bösartigen Liposarkomen, seltener an Lipomen.
Behandlung des Lipoms bei Katzen
Eine Behandlung der gutartigen Hauttumore ist normalerweise nicht vorgesehen. Doch so harmlos Lipome auch gelten mögen, ihre Beobachtung darf wegen ihres Wachstumspotentials nicht vernachlässigt werden. Lipome erreichen zum Teil erhebliche Ausmaße. Aus dem „Schönheitsfehler“ kann förmlich ein Problem wachsen. Nämlich dann, wenn das Lipom ungünstig gelegen ist und/oder die Katze in ihrer Bewegunglichkeit einschränkt. Durch instinktive Attacken gegen den vermeintlichen Fremdkörper wie z.B. Beißen, Kratzen oder Rupfen entstehen Entzündungen. Spätestens dann und unter erschwerten Bedingungen muss das Lipom operativ entfernt werden. Trotz Drainagen in der großen Wundhöhle können während der Wundheilung Komplikationen auftreten, die das Tier dazu enorm belasten.
Wird schnelles Wachstum beim Lipom beobachtet, empfiehlt sich der chirurgische Routineeingriff vorsorglich. Die Fettgeschwulst wird dabei vollständig mit ihrer Kapsel entfernt.
Anders beim infiltrativen Lipom bei Ihrer Katze: Nach sicherer Diagnose sollten Sie sich baldmöglichst für die Operation entscheiden. Das Lipom wird vollständig und mit umliegendem, gesunden Gewebe entfernt.
Wird nur langsames Wachstum beobachtet und handelt es sich um ein älteres Tier, kann unter realistischer Einschätzung seiner Lebenserwartung auf eine Operation verzichtet werden.
Dendritische Zelltherapie zur Behandlung des Lipoms
Die dendritische Zelltherapie ist eine schonende Behandlungsalternative mit der das Lipom bei Ihrer Katze behandelt werden kann.
Die Behandlung kann in der gewohnten Umgebung beim dem behandelnden Tierarzt durchgeführt werden. Das Ziel der dendritischen Zelltherapie ist die Stärkung des Immunsystems. Das Immunsystem soll die Tumorzellen im Körper der Katze erkennen und bekämpfen. Dadurch soll die Lebenserwartung und die Lebensqualität verbessert werden.
Dr. Thomas Grammel ist Tierarzt aus Osterode am Harz. Er führte die Tierklinik Dr. Grammel in zweiter Generation seit 1989. Im Jahre 2019 hat er sie an seine Schwiegertochter Marina Grammel und seinen Sohn Dr. Lukas Grammel übergeben (heute Tiergesundheitszentrum Südharz). Im Schwerpunkt betreut heute Dr. Thomas Grammel deutschlandweit Tiere mit unterschiedlichen Tumorerkrankungen. Dabei behandelt er die Tiere selber vor Ort in Osterode im TGZ Südharz, er berät deutschlandweit aber auch Kolleginnen und Kollegen sowie Patientenbesitzer zur immunologischen Behandlung mit dendritischen Zellen bei erkrankten Tieren. Wichtig ist dabei immer die partnerschaftliche Zusammenarbeit im Sinne der Vierbeiner. Dr. Grammel hat an zahlreichen Kongressen im In- und Ausland teilgenommen und seine Arbeit erfolgreich vorgestellt.