TumorerkrankungAutoimmunerkrankung
Für Tierhalter: Ablauf und Vorteile der Behandlung
Wenn bei Ihrem Tier ein Tumor festgestellt wurde, stehen Sie vor Entscheidungen, die Sie nicht allein treffen müssen. Diese Seite beschreibt, wie eine Behandlung mit dendritischen Zellen abläuft, was Sie dafür einreichen und welche Vorteile die Therapie für Sie und Ihren Vierbeiner mit sich bringt.
So läuft die Zusammenarbeit ab
Grundlage jeder Behandlung ist ein Behandlungsplan, den das Tierärzteteam nach Begutachtung der Unterlagen eigens für Ihr Tier entwickelt. Senden Sie deshalb bitte alle verfügbaren Informationen zu Ihrem erkrankten Tier ein: Befundberichte, das Ergebnis der Histologie (also der feingeweblichen Untersuchung des Tumorgewebes), Bildgebung und Laborwerte. Auch alle zusätzlich vorhandenen Behandlungsunterlagen werden dabei eingesehen.
Die Beratung zu einer dendritischen Zellbehandlung erfolgt erst nach Sichtung dieser Unterlagen. Das hat einen sachlichen Grund: Erst wenn Diagnose, Tumorart und bisheriger Verlauf bekannt sind, lässt sich beurteilen, ob und in welcher Form die Behandlung für Ihr Tier sinnvoll ist.
Die Behandlung selbst wird gern gemeinsam mit Ihrem Haustierarzt oder Ihrer Haustierärztin durchgeführt, denn diese Praxis kennt Ihren Vierbeiner und Sie am besten. Sollte das nicht möglich sein, wird Ihnen eine Praxis in Ihrer Nähe genannt. Auf die Terminvergabe in den behandelnden Praxen kann allerdings kein Einfluss genommen werden — den Termin vereinbaren Sie direkt dort.
Was die Behandlung für Sie als Halter bedeutet
Ein Behandlungskonzept, das gemeinsam entsteht
Dr. Thomas Grammel stellt zusammen mit Ihrem Tierarzt ein Behandlungskonzept auf, das auf den Befund Ihres Tieres zugeschnitten ist. Sie erhalten dazu einen schriftlichen Behandlungsplan, der auch die weiteren Schritte über die einzelne Applikation hinaus festhält.
Keine biologische Gefährdung
Von der Therapie geht keine biologische Gefährdung aus — weder für Sie noch für Ihr Tier, Ihre Familie oder die behandelnde Praxis. Verwendet werden körpereigene Zellen Ihres Tieres. Bei einer Chemotherapie ist das anders: Dort sind Zytostatika (also zellwachstumshemmende Medikamente) im Spiel, und im Umgang mit den Ausscheidungen des Tieres sind über einige Tage hinweg Schutzmaßnahmen einzuhalten.
Behandlung in vertrauter Umgebung
Blutentnahme und Injektionen finden in der Praxis statt, die Ihr Tier bereits kennt. Das bedeutet den geringstmöglichen Stress für Ihren Vierbeiner und für Sie: keine langen Wege in eine Spezialklinik und in der Regel auch keine langen Wartezeiten. Die Abstimmung der Immuntherapie mit anderen Behandlungsmaßnahmen — etwa einer Operation, einer Chemotherapie oder einer Bestrahlung — übernimmt das Tierärzteteam gemeinsam mit Ihrem Haustierarzt.
Die Organisation liegt nicht bei Ihnen
Die Aufbereitung der Zellen aus Blut und Tumorgewebe, der schonende Transport und die gesamte Abwicklung der Behandlung werden für Sie organisiert. Für Sie bleibt der Weg in Ihre Tierarztpraxis.
Kosten und Tierkrankenversicherung
Die Kosten der dendritischen Zelltherapie sind mit denen einer Chemotherapie vergleichbar und liegen häufig darunter. Viele Tier-Krankenversicherungen übernehmen sie ganz oder teilweise. Vor Behandlungsbeginn erhalten Sie einen schriftlichen Kostenvoranschlag, den Sie bei Ihrer Versicherung einreichen können; bei Rückfragen der Versicherung unterstützt Sie das Team mit den nötigen fachlichen Unterlagen.
Was die Therapie bewirken soll
Ziel der dendritischen Zelltherapie ist es, das Immunsystem Ihres Tieres in die Lage zu versetzen, verbliebene Tumorzellen selbst zu erkennen und anzugreifen. Sie ist eine schonende Option zu belastenden Behandlungsmethoden, baut die körpereigene Abwehr auf und verbessert die Prognose hinsichtlich Lebensqualität und Lebenserwartung. Sie ersetzt bestehende Behandlungen nicht zwangsläufig, sondern lässt sich mit ihnen verbinden.
Wie die Behandlung im Einzelnen abläuft, welche Termine anstehen und was zur Studienlage bekannt ist, ist auf der Seite zur dendritischen Zelltherapie beschrieben. Speziell für Hunde erklären wir Ablauf, Wirkung und Nebenwirkungen der Immuntherapie ausführlich auf der Seite Immuntherapie - die richtige Behandlung für Ihren Hund. Fallbeispiele behandelter Hunde, Katzen und Pferde zeigen, in welchen Situationen die Therapie bereits eingesetzt wurde.
Häufige Fragen
Kann mein eigener Tierarzt die Behandlung durchführen?
Ja, die Behandlung mit dendritischen Zellen wird gern zusammen mit Ihrem Haustierarzt oder Ihrer Haustierärztin durchgeführt, denn diese Praxis kennt Ihr Tier und Sie am besten. Sollte das nicht möglich sein, wird Ihnen eine Praxis in Ihrer Nähe genannt.
Welche Unterlagen muss ich einreichen?
Bitte senden Sie alle verfügbaren Informationen zu Ihrem erkrankten Tier: Befundberichte, das Ergebnis der Histologie, Bildgebung und Laborwerte. Das Tierärzteteam entwickelt nach Begutachtung dieser Unterlagen einen Behandlungsplan; die Beratung erfolgt erst nach der Sichtung.
Wie läuft die Terminvergabe ab?
Die Beratung für eine dendritische Zellbehandlung wird nach Sichtung der Krankenunterlagen durchgeführt. Auf die Terminvergabe in den behandelnden Praxen kann allerdings kein Einfluss genommen werden — den Termin vereinbaren Sie direkt mit der jeweiligen Praxis.
Ist die Behandlung für mich, meine Familie oder andere Tiere im Haushalt gefährlich?
Nein. Von der Therapie geht keine biologische Gefährdung aus, denn eingesetzt werden körpereigene Zellen Ihres Tieres. Bei einer Chemotherapie ist das anders: Dort sind im Umgang mit den Ausscheidungen des Tieres über einige Tage hinweg Schutzmaßnahmen einzuhalten.
Muss mein Tier dafür in eine Spezialklinik?
Nein. Blutentnahme und Injektionen finden in der Praxis statt, die Ihr Tier bereits kennt. Das bedeutet geringstmöglichen Stress, keine langen Wege und in der Regel auch keine langen Wartezeiten.
Übernimmt meine Tierkrankenversicherung die Kosten?
Viele Tier-Krankenversicherungen übernehmen die Kosten ganz oder teilweise. Vor Behandlungsbeginn erhalten Sie einen schriftlichen Kostenvoranschlag, den Sie bei Ihrer Versicherung einreichen können. Die Kosten sind mit denen einer Chemotherapie vergleichbar und liegen häufig darunter.