Symptome bei einem Mammatumor beim Hund
Die Symptome eines Mammatumors beim Hund unterscheiden sich je nach Bös- oder Gutartigkeit des Tumors. Zu den häufigsten Symptomen bei einem Mammatumor beim Hund gehören ein schnelles Wachstum der Tumormasse und damit einhergehend eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit.
Symptomlosigkeit
Nur weil ein Tumor über längere Zeit symptomlos bleibt, heißt das nicht dass es sich um einen gutartigen Tumor handelt. Insbesondere bösartige Mammatumore sind dafür bekannt, über längere Zeit kein oder kaum Wachstum zu zeigen, bis sie sich plötzlich enorm schnell ausbreiten. Dieses schnelle Wachstum führt dann häufig aufgrund der schnell zunehmenden Größe des Tumors zu großen Schmerzen am Gesäuge für die Hündin oder den Hund.[view:tumorart_block=block_1=116]
Multiple Tumore
Mammatumore lassen sich schlecht von dem umliegenden Gewebe abgrenzen. Hinzu kommt, dass sich in der Regel nicht nur ein einzelner Tumor bildet. Es kommt zu multiplen Tumoren (viele kleinere Tumore neben dem Haupttumor).
Metastasen
Gesäuge-Tumore neigen dazu, Metastasen zu bilden. Das bedeutet, dass sich die Tumorzellen auf umliegendes Gewebe und andere Organe ausbreiten. Kommt es zu einer Metastasierung, können viele weitere Symptome dazukommen. Je nach dem, auf welche Organe der Tumor sich ausbreitet, kann es auch zu Verhaltens- und Wesensveränderungen kommen.
Paraneoplastisches Syndrom
Das paraneoplastische Syndrom tritt bei vielen Tumorerkrankungen auf. Dabei handelt es sich um Symptome, die begleitend auftreten. Viele Hunde leiden unter Symptomen wie Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Lethargie,Apathie oder Blutarmut. Das paraneoplastische Syndrom schwächt den Körper der erkrankten Tiere noch zusätzlich.
Diagnose durch den Tierarzt
Der Mammatumor am Gesäuge Ihres Vierbeiners kann teilweise relativ gut erkannt werden. Wenn Sie Umfangsvermehrungen und multiple Ablagerungen feststellen, suchen Sie mit Ihrem Tier bitte einen Tierarzt auf. Nur dieser kann eine finale Diagnose stellen und eine entsprechende Behandlung in die Wege leiten. Die Prognose, die erwartete Lebensqualität und Lebenserwartung hängen dann von verschiedenen Faktoren ab. Darunter fällt zum Beispiel, ob der Tumor bei Ihrem Hund gut- oder bösartig ist oder in welchem Stadium dieser sich befindet.
Kastration zum Schutz
Einige Tierärzte empfehlen bei Hunden eine Kastration als Schutz vor einem Mammatumor. Ab der dritten Läufigkeit kann jedoch keine Verbesserung in den Erkrankungszahlen erzielt werden.
Immunologische Behandlung des Mammatumors
Die Behandlung mit dendritischen Zellen ist eine oft genutzte Therapieform beim Mammatumor des Hundes. Hier sind langjährige Erfahrungen vorhanden. Bitte sprechen Sie uns auch an, wenn keine Operation des Patienten möglich ist.
Quelle:
Dr. Thomas Grammel (2017) – A Pilot uncontrolled study of postsurgical treatment with autologous dendritic cell-based immunologic therapy in 17 dogs with mammary adenocarcinoma, Poster, 23rd FECAVA Conference, Copenhagen, Sept 25-28
<
Dr. Thomas Grammel ist Tierarzt aus Osterode am Harz. Er führte die Tierklinik Dr. Grammel in zweiter Generation seit 1989. Im Jahre 2019 hat er sie an seine Schwiegertochter Marina Grammel und seinen Sohn Dr. Lukas Grammel übergeben (heute Tiergesundheitszentrum Südharz). Im Schwerpunkt betreut heute Dr. Thomas Grammel deutschlandweit Tiere mit unterschiedlichen Tumorerkrankungen. Dabei behandelt er die Tiere selber vor Ort in Osterode im TGZ Südharz, er berät deutschlandweit aber auch Kolleginnen und Kollegen sowie Patientenbesitzer zur immunologischen Behandlung mit dendritischen Zellen bei erkrankten Tieren. Wichtig ist dabei immer die partnerschaftliche Zusammenarbeit im Sinne der Vierbeiner. Dr. Grammel hat an zahlreichen Kongressen im In- und Ausland teilgenommen und seine Arbeit erfolgreich vorgestellt.
