Gute Nachrichten für zuckerkranke Zwei- und Vierbeiner?
An der Purdue Universität in West Lafayette, Indiana haben tiermedizinische Forscher zusammen mit Forschern der Fakultät für Medizin eine vielversprechende Behandlungsmethode entwickelt, die eines Tages Hunden und Menschen mit Diabetes Typ 1 helfen könnte. Der Diabetes vom Typ 1 kommt bei etwa bei jedem hundertsten Hund und einer entsprechenden Anzahl Katzen zum Ausbruch. Natürlich sind zahlreiche Kinder und Erwachsene weltweit davon betroffen.
Versuche bei Mäusen erfolgreich
Die Forschergruppe entwickelte erfolgreich ein Kollagengerüst, das mit Pankreaszellen versetzt war. Sie wurden in einer minimalinvasiven Behandlung eingesetzt. Bei den behandelten Mäusen kam es innerhalb von 24 Stunden zu einer Umkehrung des Diabetes Typ 1 bei einer mindestens 90 Tage dauernden Unabhängigkeit von der Insulinpflicht!
Nächster Schritt: Hundepatienten
Jetzt sollen die Erfahrungen aus den genannten Versuchen in einem nächsten Schritt von Tierärzten der Purdue Universität bei Hunden mit Diabetes Typ 1 eingesetzt werden in einer Pilotstudie. Der Weg soll dann weiter gehen bei einem erfolgreichen weiteren Verlauf. Dann soll es zum Einsatz bei von Diabetes betroffenen Menschen kommen.
Am Ende könnte es so einfach wie eine gelegentliche Injektion des Kollagengewebes werden.
Schon bisher ähneln sich die Behandlungen von Tieren und Menschen bei Insulin Typ 1, da sich der Krankheitsverlauf ähnelt:
- Blutzuckerkontrolle notwendig
- Insulingabe nach Notwendigkeit
- Diätmaßnahmen
Dabei sind natürlich die Möglichkeiten in der Humanmedizin viel grösser durch entsprechende technische Möglichkeiten. Deshalb wird gehofft, dass die neuen Möglichkeiten den Zwei- und Vierbeinern in Zukunft einen erleichterten Alltag bieten können. Zum Thema gibt es ein Youtube-Video: Type 1 diabetes therapy shows promise for long-term reversal
Dr. Thomas Grammel ist Tierarzt aus Osterode am Harz. Er führte die Tierklinik Dr. Grammel in zweiter Generation seit 1989. Im Jahre 2019 hat er sie an seine Schwiegertochter Marina Grammel und seinen Sohn Dr. Lukas Grammel übergeben (heute Tiergesundheitszentrum Südharz). Im Schwerpunkt betreut heute Dr. Thomas Grammel deutschlandweit Tiere mit unterschiedlichen Tumorerkrankungen. Dabei behandelt er die Tiere selber vor Ort in Osterode im TGZ Südharz, er berät deutschlandweit aber auch Kolleginnen und Kollegen sowie Patientenbesitzer zur immunologischen Behandlung mit dendritischen Zellen bei erkrankten Tieren. Wichtig ist dabei immer die partnerschaftliche Zusammenarbeit im Sinne der Vierbeiner. Dr. Grammel hat an zahlreichen Kongressen im In- und Ausland teilgenommen und seine Arbeit erfolgreich vorgestellt.