Wie spricht der Tierarzt am besten mit seinem vierbeinigen Patienten?
Forscher der Universität York beschäftigten sich mit dem Thema „wie soll der Tierarzt mit seinen vierbeinigen Patienten kommunizieren“ durch eine Serie von Verhaltensexperimenten. Ziel der Untersuchung war es die beste Form der (An-)Sprache zwischen erwachsenen Hunden und Menschen herauszufinden. Die Idee dahinter wart natürlich auch die Tierärzte beim Kontakt mit den zu untersuchenden Vierbeinern zu unterstützen.
Wie soll also gesprochen werden?
Bei den umfagnreichen Untersuchungen fanden die Wissenschaftler heraus, dass Tierärzte und andere mit Hunden Beschäftigte eine Art Singstimme nutzen sollten. Dies muss man sich vorstellen wie eine Nutzung von von Babysprache für die Unterhaltung mit den Hunden. Es stellte sich heraus, dass Hunde, die auf diese Weise angesprochen werden, sich sichtlich entspannten. Das hervorragende Ergebnis war dann das Interagieren der Vierbeiner in angenehmer Weise. Und dies fand dann auch in der ungewohnten und angespannten Situation in der tierärztlichen Praxis statt.
Je nach Lebensalter unterschiedliche Sprechweise
Was ist also zu beachten? Bisher war es üblich, solch eine Babysprache, zum Teil mit hoher Tonlage vor allem bei Welpen zu nutzen. Die Wissenschaftler fanden aber heraus, dass die Babysprache auch gut bei älteren Hunden genutzt werden kann. Hier sollten dann zusätzlich vertraute Begriffe wie „Guter Junge “ und Ähnliches zur weiteren Entspannung der Atmosphäre eingesetzt werden. Die Hunde zeigten bei den Untersuchungen eine bessere Aufmerksamkeit, wenn sie so angesprochen wurden. Dadurch zeigte sie dann ein besseres der Situation angemessenes Verhalten.
Schon der erste Besuch entscheidet vieles
So sollte schon der erste Besuch eines Hundewurfes beim Tierarzt für die Welpen eine angenehme Erfahrung werden. Durch eine geruhsame, freundliche Atmosphäre, aber auch die „Ansprache“ gleich in der richtigen Stimmlage. Für die richtige Atmosphäre wird in vielen Praxen und von vielen Züchtern auch durch die Nutzung von Pheromonen für die Katze oder den Hund. Aus den USA kommen zu dem Thema angstfreier Umgang mit den Vierbeinern von Fear Free.
Dr. Thomas Grammel ist Tierarzt aus Osterode am Harz. Er führte die Tierklinik Dr. Grammel in zweiter Generation seit 1989. Im Jahre 2019 hat er sie an seine Schwiegertochter Marina Grammel und seinen Sohn Dr. Lukas Grammel übergeben (heute Tiergesundheitszentrum Südharz). Im Schwerpunkt betreut heute Dr. Thomas Grammel deutschlandweit Tiere mit unterschiedlichen Tumorerkrankungen. Dabei behandelt er die Tiere selber vor Ort in Osterode im TGZ Südharz, er berät deutschlandweit aber auch Kolleginnen und Kollegen sowie Patientenbesitzer zur immunologischen Behandlung mit dendritischen Zellen bei erkrankten Tieren. Wichtig ist dabei immer die partnerschaftliche Zusammenarbeit im Sinne der Vierbeiner. Dr. Grammel hat an zahlreichen Kongressen im In- und Ausland teilgenommen und seine Arbeit erfolgreich vorgestellt.