Symptome von Darmkrebs bei Ihrem Hund
Viele Symptome von Darmkrebs sind beim Hund spezifisch und lassen sich dem Magen-Darm-Trakt zuordnen. Allerdings werden anfangs oft erst Entzündungen oder Infekte vermutet als Krebs. Sollten Sie Symptome wie starker Durchfall mit temporären Verstopfungen bemerken, suchen Sie einen Tierarzt auf.
Darmkrebs gilt als eine der schmerzhaftesten und tödlichsten Krebserkrankungen bei Hunden. Dadurch, dass er sich so „gut verstecken kann“, wird der Krebs zudem häufig erst spät bemerkt. Eine rechtzeitige Diagnose und eine schnell eingeleitete Behandlung verbessern die Prognose.
- Verdauungsprobleme bei Hunden
- Veränderungen im Fress- und Trinkbedarf
- Unspezifische Symptome
- Metastasen
Verdauungsprobleme bei Hunden
Der Magen-Darm-Trakt ist für die Verarbeitung und Ausscheidung der Nahrung verantwortlich. Aus diesem Grund machen sich (bösartige) Tumore auch auf diesem Weg bemerkbar. Oft leiden die betroffenen Hunde an starkem und über einen längeren Zeitraum anhaltendem Durchfall. Auch Verstopfungen sind möglich. Meist wechseln sich die beiden Zustände (Durchfall und Verstopfung) immer wieder ab. Übelkeit (auch mit einhergehendem Erbrechen) kann ein weiterer Hinweis auf einen bösartigen Tumor im Darm sein.
Veränderungen im Fress- und Trinkbedarf
Ein weiterer Hinweis für eine Tumorerkrankung im Darm ist ein erhöhter Flüssigkeitsbedarf. Dieser zieht dann ebenfalls ein vermehrtes Wasserlassen mit sich. Auch Veränderungen im Appetit machen sich bei den betroffenen Hunden oft bemerkbar. Aufgrund von Schmerzen beim Schlucken oder der Verdauung weigern sich viele Tiere zu essen. Der daraus meist resultierende Gewichtsverlust kann in Verbindung mit dem Tumor sehr gefährlich für das Tier werden.
Unspezifische Symptome bei Krebs im Darm
Neben den Symptomen, die direkt mit dem Magen oder dem Darm in Verbindung stehen, kommt es im Zuge der Krankheit auch zu einer Reihe an unspezifischen Anzeichen. Darunter fällt zum Beispiel der flächige Ausfall von Fell. Auch Veränderungen im Verhalten sind bei vielen Patienten im späteren Krankheitsverlauf zu beobachten. Die Tiere werden dann oft lethargisch, apathisch oder sogar aggressiv – auch gegenüber dem eigenen Hundehalter. Knurren, schnappen und beißen bei Berührungsversuchen sind hier keine Seltenheit. Diese Verhaltensänderungen sind in der Regel aber nicht auf eine fundamentale Änderung des Charakters zurückzuführen, sondern auf die großen Schmerzen, unter denen die Hunde leiden.
Metastasen bei bösartigen Tumoren im Darm
Es ist entscheidend, dass Sie als Hundebesitzer das Verhalten Ihres Hundes aufmerksam verfolgen und bei Veränderungen auch hinterfragen. Generell gilt: lieber ein Gang zum Tierarzt zu viel, als zu wenig. Wird zu lange gewartet, hat der Krebs die Chance, Metastasen zu bilden (also in andere Organe zu streuen). Das verschlimmert nicht nur die Symptome bei Ihrem Tier, sondern macht eine vollständige Therapie oder gar Heilung teilweise unmöglich.
Dr. Thomas Grammel ist Tierarzt aus Osterode am Harz. Er führte die Tierklinik Dr. Grammel in zweiter Generation seit 1989. Im Jahre 2019 hat er sie an seine Schwiegertochter Marina Grammel und seinen Sohn Dr. Lukas Grammel übergeben (heute Tiergesundheitszentrum Südharz). Im Schwerpunkt betreut heute Dr. Thomas Grammel deutschlandweit Tiere mit unterschiedlichen Tumorerkrankungen. Dabei behandelt er die Tiere selber vor Ort in Osterode im TGZ Südharz, er berät deutschlandweit aber auch Kolleginnen und Kollegen sowie Patientenbesitzer zur immunologischen Behandlung mit dendritischen Zellen bei erkrankten Tieren. Wichtig ist dabei immer die partnerschaftliche Zusammenarbeit im Sinne der Vierbeiner. Dr. Grammel hat an zahlreichen Kongressen im In- und Ausland teilgenommen und seine Arbeit erfolgreich vorgestellt.
