Eierstocktumoren bei Katzen
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Eierstockstumore werden selten bei Katzen festgestellt. Dies hängt sicher damit zusammen, dass viele Tiere schon früh kastriert werden. Das Durchschnittsalter erkrankter Katzen beträgt 6 bis 7 Jahre.
Empfohlenes Vorgehen bei Krankheitsanzeichen
Häufig wachsen diese Tumoren bis sie für den Untersucher tastbar werden. Dabei werden als Krankheitsanzeichen Gewichtsabnahme, Lethargie, Flüssigkeitsfüllung in der Bauchhöhle, Erbrechen und Vergrößerung des Bauchvolumens gesehen. Beim Verdacht einer Neubildung in der Bauchhöhle/den Eierstöcken sollte eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden. Ist eine Flüssigkeitsfüllung vorhanden, kann durch eine Punktion in den meisten Fällen die Ursache der Erkrankung gefunden werden.
Behandlungsmethoden
Eine Totaloperation (Ovariohysterektomie) ist die Behandlungsmethode der Wahl. Hierbei sollte auch eine gründliche Untersuchung der Bauchhöhle hinsichtlich Metastasenbildung erfolgen. Sollte sich ein bösartiger Befund durch die Laboruntersuchung des Gewebes oder aber bei der Operation bestätigen, muss über weitere Behandlungsschritte nachgedacht werden. Hier sollte die Nutzung der dendritischen Zelltherapie erwogen werden, um einem Neuauftreten der Erkrankung und einer Metastasierung vorzubeugen.
Quelle:
Saba CF, Lawrence JA (2020): Ovarian Tumors in: Withrow & MacEwen’s Small Animal Clinical Oncology, 6th Ed, St. Louis, MI, 597-600
Wehrend A (2022): Ovartumore in Kessler M Kleintieronkologie, 4. Aufl. 565 – 570
Dr. Thomas Grammel ist Tierarzt aus Osterode am Harz. Er führte die Tierklinik Dr. Grammel in zweiter Generation seit 1989. Im Jahre 2019 hat er sie an seine Schwiegertochter Marina Grammel und seinen Sohn Dr. Lukas Grammel übergeben (heute Tiergesundheitszentrum Südharz). Im Schwerpunkt betreut heute Dr. Thomas Grammel deutschlandweit Tiere mit unterschiedlichen Tumorerkrankungen. Dabei behandelt er die Tiere selber vor Ort in Osterode im TGZ Südharz, er berät deutschlandweit aber auch Kolleginnen und Kollegen sowie Patientenbesitzer zur immunologischen Behandlung mit dendritischen Zellen bei erkrankten Tieren. Wichtig ist dabei immer die partnerschaftliche Zusammenarbeit im Sinne der Vierbeiner. Dr. Grammel hat an zahlreichen Kongressen im In- und Ausland teilgenommen und seine Arbeit erfolgreich vorgestellt.