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Mammakarzinom beim Hund

Bei einem Mammakarzinom handelt es sich um einen bösartigen Tumor der Gesäugeleiste bei Hunden. Bei den Tumoren handelt es sich häufig um Mammamischtumoren, das heißt es finden sich gleichzeitig gut- und bösartige Anteile von Mammatumoren bei Hündinnen. Auch unterschiedliche Gewebetypen können bei einer Bildung mehrerer Tumore an der Brust gefunden werden. Deshalb sollten immer alle entnommenen Gewebeproben im Labor untersucht werden, um ein klares Bild über die Bösartigkeit der Gewebe zu bekommen.

Auftreten des Mammakarzinoms

Am häufigsten tritt ein Mammakarzinom bei Hunden ab zehn Jahren auf. Bei jüngeren Hunden unter 5 Jahren kommen bösartige Veränderungen der Brustdrüsen selten vor.  Es lassen sich auch Rassendispositionen beobachten, die darauf schließen lassen, dass genetische Faktoren die Entstehung der Tumore begünstigen. Insbesondere Chihuahua, Cocker Spaniel, Pudel, Dackel, Yorkshire Terrier und Malteser scheinen hierbei größere Dispositionen aufzuweisen als andere Hunderassen. Bei größeren Rassen wird von einem erhöhten Risiko bei Englisch Springer Spaniel, Espagneul Breton, Deutschem Schäferhund, Deutsch Kurzhaar, Dobermann und Boxer berichtet.

Ein weiterer Risikofakor für die Entstehung von Brusttumoren ist das Körpergewicht. Schon in der Jugend erhöhtes Körpergewicht scheint hier eine Belastung zu bedeuten.

Zudem senkt eine frühe Kastration die Wahrscheinlichkeit eines Mammakarzinoms. Hündinnen, die sehr spät kastriert werden und bei denen die Läufigkeit medikamentös unterdrückt wird, sind verhältnismäßig häufig von einem Mammakarzinom betroffen.

In Zahlen ausgedrückt heißt das: Hündinnen, die vor ihrer ersten Läufigkeit kastriert werden, haben nur eine 0.5% Wahrscheinlichkeit, an einem Mammakarzinom zu erkranken. Wird die Kastration erst nach der 2. Läufigkeit durchgeführt, kann keine Minimierung des Risikos erreicht werden.

 

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Frühkastration kann auch Nachteile nach sich führen

Allerdings muss erwähnt werden, dass diese Zahlen nur an einer kleine Anzahl an Hündinnen ermittelt wurden. Gleichfall muss in Betracht gezogen werden, dass jung kastrierte Hündinnen – zum Teil je nach Rasse – zum gehäuften Auftreten anderer Tumorarten im höheren Lebensalter neigen.

Von Tier-Verhaltenspsychologen wird auch vor einer zu frühen Kastration gewarnt. Die Tiere sollen erst einmal psychisch ausgewachsen sein.

Lesen Sie hier auch weitere Informationen zu Untersuchungen zur Östrogenwirkung auf das Mammakarzinom von Hündinnen: https://www.immune-therapy.vet/de/hund-mammakarzinom-oestrogen

Symptome des Mammakarzinoms beim Hund

Viele Hundebesitzer stellen anfangs leichte Umfangsvermehrungen an der Gesäugeleiste ihres Vierbeiners fest. Die Größe oder die Geschwindigkeit des Wachstums sagt jedoch erstmal nichts über die Gut- oder Bösartigkeit des Tumors bei Ihrem Hund aus. Die Umfangsvermehrungen können solitär (also einzeln) oder multipel auftreten. Darüber hinaus können Rötungen oder Juckreiz vorkommen. Die gesamte Brustdrüsenleiste ist Wachstumsfaktoren und Sexualhormonen ausgesetzt, was zu einer Anregung zur Tumorformation führt. Folglich entwickeln die meisten Hunde Tumore in mehreren Drüsen.

Durch das Mammakarzinom kann es außerdem zu dem sogenannten paraneoplastischen Syndrom kommen. Dieses tritt bei vielen Krebserkrankungen auf und äußert sich zum Beispiel durch eine Anämie (Blutarmut). Eine Vermehrung der Leukozyten im Blut (Leukozytose) ist ebenfalls bei vielen Hunden festzustellen. Darüber hinaus kann es zu Thrombosen, also kleinen Blutgerinnseln kommen.
Die Symptome, die durch das paraneoplastische Syndrom auftreten, lassen jedoch ebenfalls nicht spezifisch auf ein Mammakarzinom beim Hund schließen.

Symptome eines Mammatumors im Überblick:

  • Umfangsvermehrungen am Gesäuge (einzeln oder multipel)
  • Rötungen
  • Juckreiz - Paraneoplastisches Syndrom

Diagnose eines Mammakarzinoms beim Hund

Durch das bloße Abtasten kann nicht festgestellt werden, ob es sich um einen gut- oder bösartigen Tumor handelt. Eine finale Diagnose kann der Tierarzt nur durch eine Gewebeprobe stellen. Noch bevor der Tumor (oder ein Teil des Tumors) zur histologischen Untersuchung entfernt wird, untersucht der Tierarzt den Hund in der Regel auf Tochtergeschwülste. Diese werden auch Metastasen genannt und können bei einem Mammakarzinom beim Hund auftreten. Dafür wird im ersten Schritt mindestens die Lunge geröntgt, da diese sehr empfänglich für Fernmetastasen ist.
Die Umfangsvermehrungen der betroffenen Hunde werden dann operativ entfernt und anschließend unter dem Mikroskop untersucht.

Zusammengefasst sind folgende Schritte wichtig:

  • Histologische Untersuchung: Es werden Gewebeproben des verdächtigen Gewebes entnommen. So kann festgestellt werden, ob es sich um einen gutartigen oder um einen bösartigen Tumor handelt.
  • Untersuchung der Lymphknoten: Da Mammakarzinome charakteristisch schnell metastasieren, sollten die lokalen Lymphknoten untersucht werden. Wirken diese verdächtig (sind sie beispielsweise geschwollen), sollte auch hier eine Untersuchung durchgeführt werden.
  • Röntgenbild: Durch das Röntgenbild kann abgeklärt werden, ob schon Metastasen - vor allem in der Lunge - vorhanden sind. Häufig siedeln sich Metastasen etwa in der Lunge an.

 

Behandlung wenn Ihr Hund ein Mammakarzinom hat

Zunächst sollte vor einer Operation der Gesundheitsstatus der Hündin geklärt werden (Blutuntersuchung, Allgemeinuntersuchung - z.B. Herz). Weiterhin sollte eine genaue Röntgenuntersuchung des Brustbereichs erfolgen, um bereits vorhandene Metastasen auszuschliessen. Und es sollte zügig an einen chirurgischen Eingriff gedacht werden. Eine häufig Diskussion ist zwischen Besitzer und Tierarzt die Frage, ob wirklich eine Totaloperation der Brustleisten notwendig ist. Heute wird dies häufig empfohlen, um weitere auftretende Tumore zu verhindern. Handelt es sich bei der histologischen Untersuchung um Krebs, also ein Mammakarzinom, muss geprüft werden ob tatsächlich die ganze bösartige Tumormasse bereits entfernt werden konnte. Aufgrund der Größe des Tumorgewebes werden die Tumoren in verschiedene Stadien eingeteilt (Stadium I bis 3 cm Durchmesser, Stadium II 3- 5 cm, Stadium III größer als 5 cm). Das Stadium bestimmt dabei die Überlebenszeit für das Tier. Ein weiterer Faktor für die Prognose ist, ob bereits ein Einbruch in das Lymphsystem festgestellt werden konnte. Konnte das Karzinom vollständig entfernt werden, verbessert das die Prognose für Ihren Hund. Ist das nicht der Fall, wird das mithilfe einer OP häufig noch nachträglich versucht. Nach Operation und Labordiagnose taucht die Frage der Nachbehandlung auf. Bisher konnte der Einsatz von Chemotherapie in entsprechenden Studien noch keinen eindeutig positiven Effekt zeigen.Nach einer Operation und malignen Diagnose kann durch Behandlungen wie etwa der dendritischen Zelltherapie versucht werden, das Immunsystem Ihres Vierbeiners zu stärken und gegen den Kampf von übrig gebliebenen Tumorzellen anzuregen. Durch unsere schonende Immuntherapie kann zudem die Lebensqualität Ihres Lieblings verbessert und die Lebenserwartung erhöht werden. Auch die Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs, also des Wiederauftretens des Mammakarzinoms, kann so bei Ihrer Hündin verringert werden.
Bei einer vollständigen Resektion des Mammakarzinoms und einer Folgebehandlung zur Bekämpfung etwaiger, übrig gebliebener Tumorzellen, kann der Hund jedoch vorsichtig als „geheilt“ bezeichnet werden. Trotzdem sollte regelmäßig überprüft werden, ob sich dennoch wieder Tumorzellen gebildet haben.

Quelle: Soremno KU et al. (2020) Tumors of the Mammary Gland in: Withrow and MacEwen's Small Animal Clinical Oncology, 6th Ed, St. Louis, MI, 604-625

 

Mammakarzinom beim Hund

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