Mastzellentumor Hund Symptome
Oft entdecken Besitzer beim Streicheln oder Kämmen Ihres Hundes einen Knubbel – in der Fachsprache eine sogenannte Umfangsvermehrung . Dazu zeigt der Hund vielleicht auch ein verändertes Verhalten (Symptome). Kann das ein Mastzellentumor sein?
Jeder Knubbel kann ein Mastzelltumor sein
Prinzipiell kann jede Hautveränderung beim Hund ein Mastzellentumor sein – kann aber muss nicht. Ihr Tierarzt kann hier schnell Gewissheit verschaffen. Hierzu werden in der Regel mit einer feinen Nadel ein paar Zellen aus der Umfangsvermehrung entnommen (Feinnadelaspiration). Diese werden dann entweder direkt unter dem Mikroskop ausgewertet oder an ein spezialisiertes Labor geschickt. Auch aufgetretene Symptome werden vom Tierarzt erfragt.Was sind überhaupt Mastzellen
Mastzellen spielen beim gesunden Hund eine wichtige Rolle bei Immun-, Allergie- und Entzündungsreaktionen. Die Mastzellen helfen also auch, einen kranken Hund gesund zu machen. Bei einem Mastzellentumor, auch Mastzelltumor oder Mastozytom genannt, handelt es sich um eine Ansammlung von entarteten (neoplastischen) Mastzellen.
Leidet ein Hund an einem Mastzelltumor, dann können die Mastzellen durch das freisetzen verschiedener, aktiver biologischer Substanzen weitere Symptome hervorrufen. Zu diesen Substanzen gehören zum Beispiel Heparin, Histamin und bestimmte Enzyme.
Es gibt viele Symptome bei einem Mastzellentumor beim Hund
Die Symptome, welche bei einem Mastzellentumor beim Hund auftreten können sind vielfältig. Sie reichen von Juckreiz, Hautrötungen, Unwohlsein, Unruhe bis hin zu Wundheilungsstörungen. Auch Appetitlosigkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen können Symptome sein. Die Hautveränderungen können sehr klein, aber auch größer sein. Manchmal verändern Mastzellentumore sogar immer mal wieder die Größe – relativ typische Symptome. Beim Abtasten können sich solche Mastzellentumore ganz weich, derb oder sogar hart anfühlen. Die Knubbel können sowohl mit Haaren bedeckt, haarlos also auch offen oder nässend sein. Manchmal kann man je nach Hautfarbe des Hundes auch eine Rötung bei Mastzellentumoren bei Hunden erkennen.[view:tumorart_block=block_1=117]
Wo können Mastzelltumore beim Hund vorkommen
Neben mehr oder weniger typischen Symptomen haben Mastzellentumore bestimmte Stellen am Körper, an denen sie häufiger vorkommen. Sie kommen beim Hund in der Haut, der Unterhaut, an den Beinen (Gliedmaßen), am Kopf und am Rumpf vor. Seltener kommen beim Hund auch Mastzellentumore an den inneren Organen vor.
Es gibt Rassen, bei denen häufiger Mastzellentumore auftreten als bei anderen
Bei einigen Hunden kommen Mastzellentumore häufiger vor als bei anderen Rassen. Vor allem Boxer, Labradore, Golden Retriever, Boston Terrier, Englische Bulldoggen und Berner Sennenhunde sind häufiger von Mastzellentumoren betroffen. Aber auch jeder Hund einer anderen Rassen kann prinzipiell an einem Mastzelletumor erkranken und entsprechende Symptome zeigen.
Wie kann man einen Mastzellentumor beim Hund behandeln?
[view:fallbeispiele=block_1=2352]Zeigt ein Hund für einen Mastzellentumor typische Symptome und wurde ein solcher vom Tierarzt diagnostiziert, sollte dieser möglichst schnell in einer Operation entfernt werden. Mit einer vollständigen Entfernung des Mastzellentumors verbessert sich zum einen die Chance zu verhindern, dass der Tumor streut, zum anderen verbessert es die Prognose für den Hund und verringert die Gefahr des Wiederauftretens des Mastzellentumors. Bestrahlung, sogenannte Tyrosinkinasehemmer, dendritische Zelltherapie oder ergänzende homöopathische Therapie können ebenfalls bei der Behandlung von Mastzellentumoren beim Hund eingesetzt werden.
Darüber hinaus kann ein Mastzelltumor beim Hund mit der dendritischen Zelltherapie behandelt werden. Die schonende Immuntherapie von PetBioCell behandelt nicht nur die Symptome des Mastzelltumors, sondern auch die Ursache. Ziel ist es, durch den Aufbau des Immunsystems des betroffenen Hundes die Lebenserwartung zu erhöhen und die Lebensqualität zu verbessern.
Dr. Thomas Grammel ist Tierarzt aus Osterode am Harz. Er führte die Tierklinik Dr. Grammel in zweiter Generation seit 1989. Im Jahre 2019 hat er sie an seine Schwiegertochter Marina Grammel und seinen Sohn Dr. Lukas Grammel übergeben (heute Tiergesundheitszentrum Südharz). Im Schwerpunkt betreut heute Dr. Thomas Grammel deutschlandweit Tiere mit unterschiedlichen Tumorerkrankungen. Dabei behandelt er die Tiere selber vor Ort in Osterode im TGZ Südharz, er berät deutschlandweit aber auch Kolleginnen und Kollegen sowie Patientenbesitzer zur immunologischen Behandlung mit dendritischen Zellen bei erkrankten Tieren. Wichtig ist dabei immer die partnerschaftliche Zusammenarbeit im Sinne der Vierbeiner. Dr. Grammel hat an zahlreichen Kongressen im In- und Ausland teilgenommen und seine Arbeit erfolgreich vorgestellt.
