Tumorerkrankung

Hund mit Tumor im Auge: Symptome

Hat der Hund einen Tumor im Auge, können unterschiedliche Symptome auftreten. Eine pauschale Aussage zu den Anzeichen kann nicht getroffen werden, da sich die verschiedenen Tumorarten unterschiedlich äußern können. Außerdem wird zwischen gutartigen und bösartigen Augentumoren unterschieden. Leider hat diese Unterscheidung oft keine Auswirkung auf die Behandlungsmöglichkeiten.

Anzeichen

Bei Hunden, die einen Tumor im Auge haben, variieren die Symptome je nach Art der Wucherung, aber auch nach dem betroffenen Augen-Abschnitt der Zubildung. Eine endgültige Diagnose kann nur der spezialisierte Tierarzt stellen. Dennoch gibt es Auffälligkeiten, die Hundebesitzer kennen und ernst nehmen sollten – es sollte dem Rat: „Im Zweifel besser zum Tierarzt“ gefolgt werden.
Unter anderem können diese Symptome bei einem Tumor im Auge eines Hundes auftreten:

  • Deformationen, auch kleine Veränderungen an den Augenlidern
  • Blutschwämmchen an Lidern, Netzhaut oder Bindegewebe
  • Verfärbung der Pupillen, Verdickungen, Pigmentierungen

Hinzu können unspezifische Symptome kommen. Gerade bei bösartigen Tumoren, auch im Auge, kann beim Hund Appetitlosigkeit und nachfolgend Gewichtsverlust auftreten, da das Kiefergelenk mit Schmerzausstrahlung betroffen ist. Auch Wesensveränderungen bis hin zu Lethargie, Hyperaktivität oder Aggressivität kann mitunter beobachtet werden. Durch die Tumorbildung bedingt kommt es häufig zu einer äußerst schmerzhaften Druckerhöhung im Auge. Insbesondere bei Veränderungen im Verhalten, die in Kombination mit möglichen anderen Symptomen einhergehen, sollte ein Spezialist das Tier untersuchen – denn dies sind meist erste Hinweise auf gesundheitliche Probleme. So können sogar Tumore erkannt werden, die erst in einem späteren Stadium offensichtliche Auffälligkeiten auslösen.

Arten von Augentumoren

Tumore beim Hund im Auge können neben verschiedenen Symptomen auch eine ganz unterschiedliche Natur haben. Zu den bösartigen, also zum Krebs, Karzinome, Melanome oder Sarkome. Selbst bei Welpen kann es schon zu Augentumoren kommen, dabei handelt es sich meist um ein Retinoblastom. Auch gutartige Tumore kommen vor. Dazu zählt beispielsweise das Hämangiom. In allen Fällen gilt: Eine frühe Diagnose erleichtert die Behandlung und verbessert die Prognose für den Vierbeiner.Hier ist es wichtig moderne Methoden einzusetzen, zum Beispiel eine gezielte Ultraschall- oder Computertomographieuntersuchung von Auge und Augenumgebung.

Hinweis: Nicht in allen Fällen ist der Tumor wirklich im Auge heimisch. Es kann auch zu Metastasen kommen.

Behandlungsmöglichkeiten

Wurde beim Hund ein Tumor im Auge anhand der Symptome diagnostiziert, muss nun die richtige Therapiestrategie festgelegt werden. Im besten Fall wird durch eine Operation die Entfernung der Wucherung durchgeführt. Leider ist dies aufgrund des Stadiums oder der Lokalisation manchmal nicht möglich. In diesem Fall und selbst nach einer erfolgreichen OP, ist eine weitere Behandlung nötig, um den Tumor nachhaltig zu bekämpfen. Je nach Tumorart wird eine Chemotherapie oder eine Strahlentherapie angewendet. Alternativ oder als zusätzliche Maßnahme kann auch die dendritische Zellentherapie durchgeführt werden. Diese stärkt das Immunsystem des Hundes und hilft dabei, schädliche Zellen zu erkennen und vom Körper selbst zu attackieren. Zu beobachten ist in vielen Fällen eine Verbesserung der Lebenserwartung und -qualität.

Kostenlose Checkliste für das Gespräch mit Ihrem Tierarzt

Damit Sie beim Tierarzttermin an alles denken: Wir senden Ihnen die Checkliste kostenfrei per E-Mail zu.

Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.

Lieber direkt sprechen? 05522 9182582, Montag bis Freitag 08:30–17:00 Uhr.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich einen Tumor im Auge meines Hundes?

Die Symptome variieren je nach Tumorart und betroffenem Augenabschnitt, eine pauschale Aussage ist daher nicht möglich. Auffälligkeiten, die Halter ernst nehmen sollten, sind unter anderem Deformationen (auch kleine Veränderungen an den Augenlidern), Blutschwämmchen an Lidern, Netzhaut oder Bindegewebe sowie Verfärbungen der Pupillen, Verdickungen und Pigmentierungen.

Welche allgemeinen Symptome können bei einem Augentumor auftreten?

Gerade bei bösartigen Tumoren können Appetitlosigkeit und nachfolgend Gewichtsverlust auftreten, wenn das Kiefergelenk mit Schmerzausstrahlung betroffen ist. Auch Wesensveränderungen bis hin zu Lethargie (also auffallender Antriebslosigkeit), Hyperaktivität oder Aggressivität werden mitunter beobachtet. Häufig kommt es zudem zu einer äußerst schmerzhaften Druckerhöhung im Auge.

Welche Arten von Augentumoren gibt es beim Hund?

Zu den bösartigen Tumoren, also zum Krebs, zählen Karzinome, Melanome und Sarkome; bei Welpen handelt es sich meist um ein Retinoblastom. Daneben kommen auch gutartige Tumore wie das Hämangiom vor. Nicht in allen Fällen ist der Tumor wirklich im Auge heimisch, es kann sich auch um Metastasen (also Absiedlungen eines anderen Tumors) handeln.

Ist ein gutartiger Augentumor weniger schlimm als ein bösartiger?

Es wird zwar zwischen gutartigen und bösartigen Augentumoren unterschieden, diese Unterscheidung hat jedoch oft keine Auswirkung auf die Behandlungsmöglichkeiten. In allen Fällen gilt: Eine frühe Diagnose erleichtert die Behandlung und verbessert in der Regel die Prognose.

Wann sollte ich mit meinem Hund zum Tierarzt?

Eine endgültige Diagnose kann nur der spezialisierte Tierarzt stellen, deshalb gilt: im Zweifel besser zum Tierarzt. Insbesondere bei Veränderungen im Verhalten in Kombination mit anderen Symptomen sollte ein Spezialist das Tier untersuchen — mit modernen Methoden wie einer gezielten Ultraschall- oder Computertomographieuntersuchung von Auge und Augenumgebung lassen sich auch Tumore erkennen, die erst später offensichtliche Auffälligkeiten auslösen.

Wie wird ein Augentumor beim Hund behandelt?

Im besten Fall wird die Wucherung durch eine Operation entfernt; aufgrund des Stadiums oder der Lokalisation ist das jedoch nicht immer möglich. In diesem Fall — und selbst nach einer erfolgreichen Operation — ist eine weitere Behandlung nötig, je nach Tumorart eine Chemo- oder Strahlentherapie. Alternativ oder als zusätzliche Maßnahme kann die dendritische Zelltherapie eingesetzt werden, die das Immunsystem des Hundes darin unterstützt, schädliche Zellen zu erkennen und selbst zu bekämpfen; in vielen Fällen wird eine Verbesserung von Lebenserwartung und Lebensqualität beobachtet.

Kostenlose Erstberatung durch unser tierärztliches Team.