Tumorerkrankung
Tumordiagnose bei Hunden, Katzen und Pferden
Grundsätzlich ist es bei einem Verdacht auf einen Tumor bei Hunden, Katzen und Pferden wichtig, möglichst schnell festzustellen, ob es sich bei einer festgestellten Veränderung tatsächlich um einen Tumor handelt. Oder ist es eine andere Zubildung, zum Beispiel eine Abszessbildung? Ist der Prozess gut- oder bösartig? Hierzu kommen - neben der vorangehenden klinischen Untersuchung - in der Praxis je nach Erkrankungsort folgende Verfahren zum Einsatz:
- Röntgenuntersuchung
- Computertomografie (CT)
- Ultraschall (Sonografie)
- Endoskopie (Spiegelung)
- Zell- und Gewebeproben - Laboruntersuchungen
Je nach Art der Erkrankung und Lokalisation des Tumors kann es sein, dass nicht alle Verfahren im Rahmen der Diagnostik genutzt werden.
Schildern Sie uns den Fall Ihres Vierbeiners
Kostenlose Erstberatung bei Tumorerkrankungen durch unser tierärztliches Team — in der Regel innerhalb eines Werktages.
Lieber direkt sprechen? 05522 9182582, Montag bis Freitag 08:30–17:00 Uhr.
Zell- und Gewebeproben
Bei verdächtigen Veränderungen die zum Beispiel auf der Haut sichtbar sind oder durch Knubbel oder Knoten unter der Haut zu erkennen sind sowie bei anderen Auffälligkeiten, die durch Ultraschall- oder Röntgenbilder sichtbar werden, kann nur anhand einer Biopsie oder Punktion (Entnahme einer Gewebeprobe) festgestellt werden ob es sich um bösartiges, tumoröses Gewebe handelt oder nicht. Die Gewebeprobe wird vom Tierarzt entnommen und in ein Labor (Pathologen) zur mikroskopischen Untersuchung (histologische Untersuchung) gegeben. Manche Besitzer befürchten, eine Biopsie oder Operation könnte einen Tumor durch den Kontakt mit Luft schneller wachsen lassen — warum das nicht zutrifft und was ein Wiederauftreten des Tumors tatsächlich begünstigt, erklärt die Seite Wachsen Tumore, wenn Luft an sie dran kommt?.
Bei der pathologischen Untersuchung der Gewebeprobe geht es nur um die Frage, ob Zellveränderungen vorliegen oder nicht. Abhängig vom Befund des Pathologen kann dann der Tierarzt entscheiden, welche Behandlungsmethode sinnvoll ist.
Der histologische Befund des Pathologen kann folgende Fragen beantworten:
- Enthält die eingesandte Gewebeprobe Tumorzellen? Sind diese gut- oder bösartig?
- Welche Krebsart liegt vor?
- Stammen die Zellen aus dem Ausgangstumor (Primärtumor) oder handelt es sich um eine Tumorabsiedlung, eine Metastase?
- Welchen Reifegrad (Differenzierung) hat der Tumor (sogenanntes „Grading“)?
- Welche Hinweise auf die Wachstumsgeschwindigkeit des Tumors ergeben sich?
- Tragen die Krebszellen besondere Merkmale, beispielsweise genetische Veränderungen oder Bindungsstellen (Rezeptoren) für Wachstumsfaktoren und Hormone, die zusätzliche therapeutische Optionen erlauben?
Durch den Befund des Pathologen kann also festgestellt werden, um welches Gewebe es sich handelt, wie aggressiv der Tumor ist und wie der Tumor bestmöglich behandelt werden kann. Vor jeder Tumorbehandlung sollte eine histologische Untersuchung des Gewebes gemacht werden. Zumindest nach einer Operation sollten immer Proben zur Untersuchung eingesandt werden.
Ergänzend zur Biopsie können auch spezielle Bluttests, sogenannte Tumormarker, erste Hinweise auf ein Tumorgeschehen oder ein Rezidiv liefern.
Weitere Informationen finden Sie auch unter: https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/diagnosemethoden/zell-und-gewebeproben.html
Berichte von Pathologen und Tierkliniken manchmal nicht leicht zu verstehen
Manchmal sind die Berichte von Pathologen und Tierkliniken für den Laien nicht leicht zu verstehen. Wir unterstützen Sie gerne bei Fragen zu pathologischen Befund-Berichten von Tumorpatienten und besprechen gemeinsam mit Ihnen Ihren individuellen Fall.
Einige nützliche Erklärungen finden Sie auch unter https://www.krebsinformationsdienst.de/untersuchung/krebs-befunde-verstehen.php
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Häufige Fragen
Wie wird ein Tumor bei Hund, Katze oder Pferd festgestellt?
Nach der klinischen Untersuchung kommen je nach Erkrankungsort verschiedene Verfahren zum Einsatz: Röntgenuntersuchung, Computertomografie (CT), Ultraschall (Sonografie), Endoskopie (Spiegelung) sowie Zell- und Gewebeproben mit Laboruntersuchungen. Je nach Art der Erkrankung und Lokalisation des Tumors werden dabei nicht immer alle Verfahren genutzt.
Woher weiß man, ob ein Knubbel gut- oder bösartig ist?
Ob es sich um bösartiges, tumoröses Gewebe handelt, kann nur anhand einer Biopsie oder Punktion (also der Entnahme einer Gewebeprobe) festgestellt werden. Die Probe wird vom Tierarzt entnommen und in ein Labor zum Pathologen gegeben, der sie mikroskopisch untersucht (histologische Untersuchung).
Was steht im histologischen Befund des Pathologen?
Der Befund beantwortet unter anderem, ob die Gewebeprobe Tumorzellen enthält und ob diese gut- oder bösartig sind, welche Krebsart vorliegt und ob es sich um den Primärtumor oder eine Metastase (Tumorabsiedlung) handelt. Dazu kommen der Reifegrad des Tumors (das sogenannte Grading), Hinweise auf die Wachstumsgeschwindigkeit und besondere Merkmale der Krebszellen, etwa Rezeptoren für Wachstumsfaktoren und Hormone, die zusätzliche therapeutische Optionen erlauben können.
Muss vor jeder Tumorbehandlung eine Gewebeuntersuchung gemacht werden?
Ja, vor jeder Tumorbehandlung sollte eine histologische Untersuchung des Gewebes erfolgen — zumindest nach einer Operation sollten immer Proben zur Untersuchung eingesandt werden. Abhängig vom Befund des Pathologen kann der Tierarzt dann entscheiden, welche Behandlungsmethode sinnvoll ist.
Was kann ich tun, wenn ich den Pathologie-Befund nicht verstehe?
Berichte von Pathologen und Tierkliniken sind für Laien manchmal nicht leicht zu verstehen. Das Team von immune-therapy.vet unterstützt bei Fragen zu pathologischen Befund-Berichten von Tumorpatienten und bespricht den individuellen Fall gemeinsam mit dem Besitzer.