Ist es das Wundermittel – CBD fürs Tier?
Und was ist der Unterschied zwischen den Inhaltsstoffen THC und CBD, die eine Hanfpflanze hat?
Die Hanfpflanze (Cannabis sativa) hat viele hunderte biologisch aktive Verbindungen. Diese nennt man Cannabinoide. Die Vielzahl der Cannabinoide sind je nach Art der Pflanze in unterschiedlich hohen Konzentrationen im Cannabis vorhanden. Die wichtigsten Verbindungen sind THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol). Cannabidiol ist dabei interessanterweise ein Antagonist des von THC. Beide Bestandteile können aus der Hanfpflanze in Ölform extrahiert werden.
Eigenschaften der beiden Cannabinoide
THC | CBD | |
|---|---|---|
Berauschend, psychoaktiv | +++ | ---- |
stimmungsaufhellend | - | +++ |
Bindung Rezeptor CB1 | +++ | + |
Bindung Rezeptor CB2 | - | +++ |
Im Unterschied zu THC, das schon früh aufgrund seiner euphorisierenden Eigenschaften wissenschaftlich erforscht wurde, führte Cannabidiol lange ein Schattendasein. Als man aber die positiven Eigenschaften von Cannabidiol entdeckte, wurden mehr und mehr Pflanzen mit höherem CBD-Anteil in gepflanzt und zur Produktion von CBD-Öl genutzt..
Neben der stimmungsverbessernden Wirkung von Cannabidiol ist ein weiteres Merkmal von CBD, dass es sich entzündungshemmend und schmerzlindernd auf den Körper auswirken kann. So kann die Nutzung bei chronischen Gelenkschmerzen und auch bei vermuteten Kopfschmerzen (z.B. bei Veränderungen im Bereich des Gehirns) erfolgen. Beim Menschen. hat sich CBD bei Muskelkrämpfen, Schlafstörungen, epileptischen Anfällen und entzündlichen Erkrankungen als wirksam erwiesen. Deshalb ist der Einsatz bei unseren Tieren bei vielen Indikationen (Tumor- und Schmerzpatienten, aber auch Tiere mit epileptiformen Anfällen) interessant und wird schon vielfach genutzt.
Als Nahrungsergänzungsmittel für die Tiermedizin liegt Cannabidiol nunmehr in einer Zusammensetzung mit verschiedenen Vitamin-B Präparaten vor als Anibidiol der Firma Virbac. Dies ist allerdings nur noch im Ausland erhältlich. Deshalb fragen Sie Ihren Tierarzt nach Tamacan der Firma Herosan. Oder wenden Sie sich an den Hersteller Phyto-Hemp!
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen THC und CBD?
Beide sind Cannabinoide, also biologisch aktive Verbindungen der Hanfpflanze (Cannabis sativa), die je nach Pflanzenart in unterschiedlich hohen Konzentrationen vorkommen. THC (Tetrahydrocannabinol) wirkt berauschend und psychoaktiv, während CBD (Cannabidiol) als Gegenspieler (Antagonist) des THC gilt. Beide Bestandteile lassen sich aus der Hanfpflanze in Ölform extrahieren.
Macht CBD meinen Hund berauscht oder "high"?
In der Regel nicht. Die berauschende, psychoaktive Wirkung geht vom THC aus; Cannabidiol wirkt nicht psychoaktiv und wird eher als stimmungsaufhellend beschrieben.
Wobei kann CBD beim Tier helfen?
Cannabidiol kann sich entzündungshemmend und schmerzlindernd auf den Körper auswirken. Eine Nutzung kann etwa bei chronischen Gelenkschmerzen oder bei vermuteten Kopfschmerzen (z. B. bei Veränderungen im Bereich des Gehirns) erfolgen; interessant ist der Einsatz auch bei Tumor- und Schmerzpatienten sowie bei Tieren mit epileptiformen Anfällen, also anfallsartigen Krampfereignissen. Beim Menschen hat sich CBD unter anderem bei Muskelkrämpfen, Schlafstörungen, epileptischen Anfällen und entzündlichen Erkrankungen als wirksam erwiesen.
Wie wirkt CBD im Körper?
Cannabinoide binden an körpereigene Rezeptoren. THC bindet vor allem an den Rezeptor CB1, Cannabidiol dagegen überwiegend an den Rezeptor CB2 — das erklärt die unterschiedlichen Wirkprofile der beiden Substanzen.
Gibt es CBD als Nahrungsergänzungsmittel für Tiere?
Ja, für die Tiermedizin liegt Cannabidiol als Nahrungsergänzungsmittel in einer Zusammensetzung mit verschiedenen Vitamin-B-Präparaten vor; einzelne Präparate sind allerdings nur im Ausland erhältlich. Ihr Tierarzt kann zu geeigneten Produkten beraten.