Tumorerkrankung

Zwei gleichzeitige embryonale Rhabdomyosarkome des ösophagealen und perilaryngealen Gewebes bei einem erwachsenen Hund

In einem Fallbericht wird von Gombert et al die Krankengeschichte eines fünf Jahre alte kastrierten männlichen Labrador Retrievers vorgestellt, der wegen wiederkehrender schwerer dyspnoeischer, also Atemwegs- beeinflussender, Erkrankungsanfälle vorgestellt wurde. Die unter Sedierung durchgeführte Untersuchung der Mundhöhle ergab eine Masse, die vom linken Arytenoid, also aus dem Bereich des Kehlkopfs, herrührte. Die durchgeführte Computertomographie zeigte eine grosse um den Kehlkopf gelegene Weichteilmasse, die an die Speiseröhre anschloss. Es wurde auch ein kleiner Tumor-Bereich innerhalb des Larynx, also des Kehlkopfs, gefunden. Die Masse bewirkte eine Verengung des Kehlkopflumens und verlagerte die kraniale zervikale Speiseröhre nach oben und rechts. Bei der Computertomographie wurde auch eine zweite, kleinere Masse Richtung Kopf auf der Höhe einer Aussackung der Speiseröhre sichtbar. Diese verengte den hinteren Anteil des Nasenrachens. Bei der im Kehlkopfbereich liegenden Masse wurde unter Ultraschallführung eine Gewebeentnahme vorgenommen.

Die Zytologie deutete auf einen von der Skelettmuskulatur ausgehenden Tumor hin, und es bestand der Verdacht auf ein Rhabdomyosarkom. Aufgrund der schlechten Prognose wurde der Hund eingeschläfert. Die Obduktion bestätigte zwei die kraniale zervikale Speiseröhre befallende Massen, von denen eine auch in das perilaryngeale Gewebe eindrang. Histologie und Immunhistochemie lieferten die endgültige Diagnose von zwei gleichzeitig auftretenden embryonalen Rhabdomyosarkomen der Speiseröhre und des Perilarynx.

Quelle: Gombert A et al. (2020): Two concurrent embryonal rhabdomyosarcomas of the oesophageal and perilaryngeal tissue in an adult dog: imaging, cytological and histological features,

Häufige Fragen

Mit welcher Symptomatik wurde der Hund im Fallbericht vorgestellt?

Es handelte sich um einen fünf Jahre alten kastrierten männlichen Labrador Retriever mit wiederkehrenden schweren dyspnoeischen Erkrankungsanfällen. Die unter Sedierung durchgeführte Untersuchung der Mundhöhle ergab eine Masse, die vom linken Arytenoid des Kehlkopfs ausging.

Welche Befunde ergab die Computertomographie?

Die CT zeigte eine große perilaryngeale Weichteilmasse mit Anschluss an die Speiseröhre sowie einen kleinen Tumorbereich innerhalb des Larynx; die Masse verengte das Kehlkopflumen und verlagerte die kraniale zervikale Speiseröhre nach oben und rechts. Zusätzlich wurde eine zweite, kleinere Masse auf Höhe einer Aussackung der Speiseröhre sichtbar, die den hinteren Anteil des Nasenrachens einengte.

Wie wurde die Diagnose gesichert?

Aus der Masse im Kehlkopfbereich wurde unter Ultraschallführung eine Gewebeprobe entnommen; die Zytologie deutete auf einen von der Skelettmuskulatur ausgehenden Tumor mit Verdacht auf ein Rhabdomyosarkom hin. Die endgültige Diagnose zweier gleichzeitig auftretender embryonaler Rhabdomyosarkome von Speiseröhre und Perilarynx lieferten Obduktion, Histologie und Immunhistochemie.

Wie ist die Prognose in diesem Fall eingeschätzt worden?

Aufgrund der schlechten Prognose wurde der Hund euthanasiert; die Obduktion bestätigte zwei die kraniale zervikale Speiseröhre befallende Massen, von denen eine in das perilaryngeale Gewebe eindrang. Der vollständige Fallbericht ist bei Gombert A et al. (2020) publiziert.

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