Jeder Tag zählt! – Erkrankungen bei älteren Tieren

Immer wieder stellen wir Tierärzte fest, dass die Tierbesitzer in anderen Zeiträumen denken, als wir als tierärztliches team es tun oder eigentlich tun müssen. Machen wir doch einmal wirklich die Probe aufs Exempel:

Bei Ihrer älteren Katze oder Ihrem älteren Hund ist eine schwere Erkrankung oder aber auch eine schmerzhafte Veränderung aufgetreten? Jetzt heißt es schnell handeln, weitere Untersuchungen und Behandlungen sofort zu beginnen!

2 Wochen sind 3 Monate…

Leider leben unsere Tiere ja nicht so lange, wie wir Menschen und deshalb zählt – speziell bei älteren oder schwer erkrankten Tieren – jeder Tag wie eine Woche Lebenszeit des Menschen. Und so ist dann nach 14 Tagen im Grunde eine menschliche Zeitspanne von einem Vierteljahr vergangen!

Aus diesem Grunde sollten wichtige Nachuntersuchungen und Kontrollen bei ihren Tieren schnell vorgenommen werden. Kümmern Sie sich um baldige Termine an spezialisierten Untersuchungs-stätten (CT, MRT usw.). Gleiches gilt dann für den Beginn von Behandlungsmaßnahmen. Entscheiden Sie im Sinne Ihrer Tiere schnell, wie es weitergehen soll. Informieren Sie sich zügig über verschiedene Behandlungskonzepte und finden Sie zusammen mit Ihrem Haustierarzt den richtigen Weg für Ihre Familie.

…und wie ist das mit den Überlebenszeiten?

Dies ist auch ein Thema, das gerne von Tierbesitzern angesprochen und gefragt wird. Welche Überlebenszeit hat mein Tier bei einer schweren Erkrankung. Aber wenn wir von einer insgesamt kürzeren Lebenspanne unserer Tiere ausgehen (müssen) und davon, dass im letzten Lebensabschnitt die Lebenszeit schneller läuft, ist zum Beispiel eine Überlebenszeit von 3 Monaten beim Tier mit einer Zeitspanne von über einem Jahr beim erkrankten Menschen vergleichbar. 5 Jahre beim Menschen wären ca. 10 Monate bei unseren Tieren usw.

Entscheidungen nicht verschieben!

Bitte bedenken Sie deshalb einzuschlagende Behandlungen frühzeitig und entscheiden Sie schnell, wie es weitergehen soll. Ihr Tier ist Ihnen dankbar, wenn Sie nicht lange zögern, sondern zielstrebig Termine für Untersuchungen und Behandlungen vereinbaren!

Auch abseits der akuten Erkrankung lohnt sich bei älteren Tieren ein Blick auf den Alltag: Schon die Fütterungshäufigkeit kann sich auf Gesundheit und Alterungsprozess Ihres Hundes auswirken. Eine differenzierte Einordnung nach Alter und Entwicklungsstand liefern die Lebensphasen des Hundes mit jeweils eigenen Schwerpunkten für Vorsorge und Behandlung.

Häufige Fragen

Warum zählt bei einem alten Hund oder einer alten Katze jeder Tag?

Unsere Tiere leben deutlich kürzer als wir Menschen, deshalb zählt — speziell bei älteren oder schwer erkrankten Tieren — jeder Tag wie etwa eine Woche menschlicher Lebenszeit. Nach 14 Tagen ist so im Grunde bereits eine menschliche Zeitspanne von einem Vierteljahr vergangen.

Was bedeutet eine Überlebenszeit von 3 Monaten bei meinem Tier?

Geht man von der insgesamt kürzeren Lebensspanne unserer Tiere aus, ist eine Überlebenszeit von 3 Monaten beim Tier mit einer Zeitspanne von über einem Jahr beim erkrankten Menschen vergleichbar. Umgekehrt entsprechen 5 Jahre beim Menschen etwa 10 Monaten bei Hund oder Katze.

Mein älteres Tier ist schwer erkrankt — wie schnell sollte ich handeln?

Wichtige Nachuntersuchungen und Kontrollen sollten schnell vorgenommen werden; kümmern Sie sich um baldige Termine an spezialisierten Untersuchungsstätten, etwa für CT (Computertomographie) oder MRT (Magnetresonanztomographie). Gleiches gilt für den Beginn von Behandlungsmaßnahmen — Entscheidungen sollten im Sinne des Tieres nicht verschoben werden.

Wie finde ich die richtige Behandlung für mein erkranktes Tier?

Informieren Sie sich zügig über verschiedene Behandlungskonzepte und finden Sie zusammen mit Ihrem Haustierarzt den richtigen Weg für Ihre Familie. Entscheidend ist, zielstrebig Termine für Untersuchungen und Behandlungen zu vereinbaren, statt lange zu zögern.

Ist bei Ihrem Tier ein Tumor oder eine Autoimmunerkrankung diagnostiziert?