Gelenkschmerzen bei der Katze
Bei Gelenkschmerzen der Katze handelt es sich meist um die Folge arthrotischer Gelenkveränderungen, also eines verschleißbedingten Umbaus von Knorpel und Knochen. Viele Besitzer können sie am Verhalten ihrer Katze nur schwer erkennen. Wann treten Anzeichen für Schmerzen im Gelenk bei Katzen auf? Bereits bei jeder fünften Katze, die ein Jahr alt ist, bei 61 % der sechsjährigen und bei fast jeder über zwölf Jahre alten Katze findet man bei der Röntgenuntersuchung in mindestens einem Gelenk Veränderungen, die zu Schmerzen führen können. Am häufigsten sind dabei Hüfte und Ellenbogen betroffen.
Anzeichen erkennen
Hunde zeigen Arthrosen deutlich durch Lahmheiten. Bei Katzen ist das nur ausnahmsweise zu sehen: Sie zeigen als Symptom für Gelenkschmerzen stattdessen einen veränderten Lebensstil. Um Schmerzen bei Katzen zu erkennen, sollte man beispielsweise auf folgende Anzeichen achten:
- sie bewegen sich weniger,
- springen nicht mehr auf erhöhte Punkte in der Umgebung,
- versuchen weniger, Treppen zu steigen.
- Die Fellpflege, also das Putzen, wird seltener,
- sie ziehen sich häufiger zurück, um Ruhe zu haben.
- Auch Unsauberkeit und Aggressivität sind Anzeichen für Schmerzen.
Hilfe für die Katze mit Schmerzen in den Gelenken
Was kann ich tun, um der Katze mit Schmerzen in den Gelenken das Leben zu erleichtern?
- Zugänge zu erhöhten Liegeflächen durch Stufen oder Rampen erleichtern
- Veränderungen an der Katzenklappe vornehmen
- Bequeme Katzentoiletten anbieten (groß, mit leichtem Zugang)
- Kratzbretter statt Kratzbaum, denn das Hochbiegen ist für die Katze schmerzhaft
- Pro Stockwerk eine Katzentoilette sowie eine Futter-, Wasser- und Kratzmöglichkeit anbieten
- Spielzeug anpassen: vorsichtiges Spielen anbieten, sogenannte Intelligenzspielzeuge nutzen
Wie behandele ich die Gelenkschmerzen der Katze?
In Absprache mit dem Haustierarzt sollten – häufig in sehr niedriger Dosierung – dauerhaft Schmerzmittel gegeben werden. Durch den geringeren Schmerzstress kommt es in der Regel auch zur Normalisierung an anderen inneren Organen. Nutzen Sie dabei die geringstmögliche Dosierung, unter der sich Ihre Katze wohlfühlt.
Was kann ich zusätzlich tun gegen die Schmerzen?
Gut bewährt hat sich bei Katzen mit Schmerzen die zusätzliche Gabe von Präparaten, die Chondroitin oder Grünlippenmuschel als Inhaltsstoffe haben. Auch die dauerhafte Gabe von Produkten mit Omega-3-Fettsäuren sollte für die Katzen eingesetzt werden.
Neu auf dem Markt ist Solensia (Frunevetmab), ein monoklonaler Antikörper gegen den Nervenwachstumsfaktor bei Katzen, der regelmäßig eingesetzt werden kann. Zur Behandlung der Osteoarthrose der Katze erfolgt normalerweise ein monatlicher Einsatz per Injektion.
Bitte achten Sie auf das Verhalten Ihrer Katze und helfen Sie ihr frühzeitig — gerade weil Katzen ihr Leiden so gut verbergen, sind Sie als Halter die wichtigste Beobachtungsinstanz.
Häufige Fragen
Wie erkenne ich Gelenkschmerzen bei meiner Katze?
Anders als Hunde zeigen Katzen Arthrosen nur ausnahmsweise durch Lahmheiten — sie verändern stattdessen ihren Lebensstil. Achten Sie darauf, ob sich Ihre Katze weniger bewegt, nicht mehr auf erhöhte Punkte springt, weniger Treppen steigt, sich seltener putzt oder sich häufiger zurückzieht. Auch Unsauberkeit und Aggressivität können Anzeichen für Schmerzen sein.
Wie häufig sind Gelenkveränderungen bei Katzen?
Häufiger als viele denken: Bereits bei jeder fünften einjährigen Katze, bei 61 % der sechsjährigen und bei fast jeder über zwölf Jahre alten Katze findet man bei der Röntgenuntersuchung in mindestens einem Gelenk Veränderungen, die zu Schmerzen führen können. Am häufigsten sind Hüfte und Ellenbogen betroffen.
Wie kann ich meiner Katze zu Hause das Leben erleichtern?
Erleichtern Sie die Zugänge zu erhöhten Liegeflächen durch Stufen oder Rampen, passen Sie die Katzenklappe an und bieten Sie große, leicht zugängliche Katzentoiletten an — am besten pro Stockwerk eine Toilette samt Futter-, Wasser- und Kratzmöglichkeit. Kratzbretter sind besser geeignet als ein Kratzbaum, da das Hochbiegen für die Katze schmerzhaft ist; auch vorsichtiges Spielen und sogenannte Intelligenzspielzeuge helfen.
Wie werden Gelenkschmerzen bei der Katze behandelt?
In Absprache mit dem Haustierarzt sollten — häufig in sehr niedriger Dosierung — dauerhaft Schmerzmittel gegeben werden; nutzen Sie dabei die geringstmögliche Dosierung, unter der sich Ihre Katze wohlfühlt. Durch den geringeren Schmerzstress kommt es in der Regel auch zur Normalisierung an anderen inneren Organen.
Was kann ich zusätzlich gegen die Schmerzen tun?
Bewährt hat sich die zusätzliche Gabe von Präparaten mit Inhaltsstoffen wie Chondroitin oder Grünlippenmuschel, ebenso die dauerhafte Gabe von Produkten mit Omega-3-Fettsäuren. Neu auf dem Markt ist Solensia (Frunevetmab), ein monoklonaler Antikörper gegen den Nervenwachstumsfaktor, der zur Behandlung der Osteoarthrose der Katze normalerweise einmal monatlich per Injektion eingesetzt wird.