Tumorerkrankung

Glutaminase-Hemmer Telaglenastat (CB-839)

Telaglenastat hat das Potenzial ein wichtiges neues Therapeutikum mit einem neuartigen Wirkmechanismus für die Behandlung eines breiten Spektrums von Krebserkrankungen zu sein. Auch für Tumor-Behandlungen in der Tiermedizin könnte dieses Arzneimittel  interessant werden.

Durch genetische Mutationen, die grundlegende Stoffwechselwege im Organismus verändern, können Krebszellen die Fähigkeit erlangen, unkontrolliert zu wachsen. Sie entwickeln aber auch Nährstoffabhängigkeiten, die sie von normalen Zellen unterscheiden können. Die gezielte Beeinflussung dieser Nährstoffabhängigkeiten durch Hemmung spezifischer Stoffwechselwege in Krebszellen ist ein neuartiger therapeutischer Ansatz, um das unkontrollierte Wachstum von Tumoren zu unterbinden. Telaglenastat oder CB-839 macht sich die kritische Abhängigkeit vieler Krebsarten vom Nährstoff Glutamin für Wachstum und Überleben zunutze.

Telaglenastat hat das Potenzial, ein wichtiges neues Therapeutikum mit einem neuartigen Wirkmechanismus für die Behandlung eines breiten Spektrums von Krebserkrankungen zu sein.

Präklinische Modelle haben gezeigt, dass die Aktivierung des KEAP1/NRF2-Stoffwechselweges Tumoren von der Glutaminase-Aktivität für Wachstum und Überleben abhängig macht, was diese Tumoren besonders empfindlich für die Hemmung der Glutaminase-Aktivität durch Telaglenastat macht.

Fan, T et al: Osteosarcoma Track: The NCI Comparative Oncology Program’s contributions to osteosarcoma research and drug development, Veterinary Cancer Society Annual Meeting 2021- Quellen: www.calithera.com

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Häufige Fragen

Was ist Telaglenastat (CB-839)?

Telaglenastat, auch CB-839 genannt, ist ein Glutaminase-Hemmer, der das Potenzial hat, ein wichtiges neues Therapeutikum mit einem neuartigen Wirkmechanismus für die Behandlung eines breiten Spektrums von Krebserkrankungen zu sein. Auch für Tumor-Behandlungen in der Tiermedizin könnte dieses Arzneimittel interessant werden.

Wie wirkt Telaglenastat gegen Tumoren?

Telaglenastat macht sich die kritische Abhängigkeit vieler Krebsarten vom Nährstoff Glutamin für Wachstum und Überleben zunutze. Die gezielte Beeinflussung solcher Nährstoffabhängigkeiten durch Hemmung spezifischer Stoffwechselwege in Krebszellen ist ein neuartiger therapeutischer Ansatz, um das unkontrollierte Wachstum von Tumoren zu unterbinden.

Warum sind Krebszellen überhaupt von bestimmten Nährstoffen abhängig?

Durch genetische Mutationen, die grundlegende Stoffwechselwege im Organismus verändern, können Krebszellen die Fähigkeit erlangen, unkontrolliert zu wachsen. Dabei entwickeln sie aber auch Nährstoffabhängigkeiten, die sie von normalen Zellen unterscheiden können — ein möglicher Angriffspunkt für die Therapie.

Welche Tumoren sprechen besonders auf eine Glutaminase-Hemmung an?

Präklinische Modelle, also Untersuchungen vor der Anwendung am Patienten, haben gezeigt, dass die Aktivierung des KEAP1/NRF2-Stoffwechselweges Tumoren für Wachstum und Überleben von der Glutaminase-Aktivität abhängig macht. Solche Tumoren gelten dadurch als besonders empfindlich für die Hemmung der Glutaminase durch Telaglenastat.

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