Tumorerkrankung
Wie beurteile ich die Größe eines Tumors?
Die Größe einer Geschwulst ist häufig ein wichtiges Kriterium in der Beurteilung der Gefährlichkeit einer Schwellung bei Ihrem Vierbeiner, denn je größer die Veränderung ist,
- desto schwieriger wird eine erfolgreiche Behandlung
- desto eher wächst der Tumor ins umliegende Gewebe und erschwert eine Therapie
- desto eher kommt es zur Störung anderer Organe, die in ihrer Funktion gestört werden
- desto früher kann es zur Bildung von Tochtertumoren, also Metastasen, kommen.
Tumor auf, in oder unter der Haut
Findet sich der Tumor auf der Haut, in der Haut oder im Bereich der Unterhaut, ist es am einfachsten, wenn man sich folgendermaßen verhält:
- Foto der veränderten Haut erstellen. Dabei ist es wichtig ein gut fokussiertes Bild anzufertigen. Weiterhin sollte neben der Veränderung ein Zentimetermaß auf der Aufnahme abgebildet sein, so dass man die Größe der Veränderung genauer einschätzen kann. Das Foto ist zusätzlich im Zeitablauf wichtig, um Farbveränderungen (z.B. bei beginnenden Entzündungen) zu entdecken und für die Behandlung zu nutzen.
- Es kann auch nützlich sein eine Schablone (aus Pappe) anzufertigen und damit den Umfang eines Tumors und seine Form zu messen. Dann ist leicht eine Kontrolle der Umfangsveränderung durchzuführen.
- Hilfreich kann auch der Einsatz einer Schieblehre sein
- Bitte Datum der Aufnahmen nicht vergessen!
- Regelmäßige Nachkontrolle zur Größenentwicklung nicht vergessen!
Tumor der inneren Organe
Findet sich ein Tumor der inneren Organe des Körpers muss man für die Größenbeurteilung technische Verfahren nutzen:
- Ultraschallbilder lassen sich so auswerten, dass man dreidimensional die Tumorgröße feststellen kann.
- Gleiches gilt für CT- oder MRT-Bilder
- Röntgenaufnahmen können ungefähre Größenverhältnisse darstellen, wenn in mehreren Ebenen geröntgt wird.
Bitte helfen Sie Ihrem Tierarzt durch eine solche Mitarbeit bei der Beurteilung von Größenveränderungen durch Ihre Dokumentation. Lassen Sie auch die Befunde von Ultraschall, Röntgen und CT/MRT festhalten, um sie vergleichen zu können.
Schildern Sie uns den Fall Ihres Vierbeiners
Kostenlose Erstberatung bei Tumorerkrankungen durch unser tierärztliches Team — in der Regel innerhalb eines Werktages.
Lieber direkt sprechen? 05522 9182582, Montag bis Freitag 08:30–17:00 Uhr.
Häufige Fragen
Warum ist die Größe eines Tumors so wichtig?
Die Größe einer Geschwulst ist häufig ein wichtiges Kriterium für die Beurteilung ihrer Gefährlichkeit. Je größer die Veränderung ist, desto schwieriger wird in der Regel eine erfolgreiche Behandlung, desto eher wächst der Tumor ins umliegende Gewebe ein, stört andere Organe in ihrer Funktion und desto früher kann es zur Bildung von Tochtertumoren, also Metastasen, kommen.
Wie kann ich einen Hauttumor bei meinem Tier selbst dokumentieren?
Bei Tumoren auf, in oder unter der Haut hilft ein gut fokussiertes Foto, auf dem neben der Veränderung ein Zentimetermaß abgebildet ist; so lässt sich die Größe genauer einschätzen und im Zeitverlauf auch eine Farbveränderung (zum Beispiel bei beginnender Entzündung) erkennen. Nützlich sind außerdem eine Schablone aus Pappe zur Messung von Umfang und Form sowie eine Schieblehre — und das Datum der Aufnahmen sollte immer notiert werden.
Wie wird die Größe eines Tumors an inneren Organen bestimmt?
Bei Tumoren der inneren Organe müssen technische Verfahren genutzt werden. Ultraschallbilder lassen sich so auswerten, dass die Tumorgröße dreidimensional festgestellt werden kann; Gleiches gilt für CT- oder MRT-Bilder, während Röntgenaufnahmen ungefähre Größenverhältnisse darstellen können, wenn in mehreren Ebenen geröntgt wird.
Wie oft sollte die Tumorgröße kontrolliert werden?
Wichtig ist eine regelmäßige Nachkontrolle der Größenentwicklung, damit Veränderungen frühzeitig auffallen. Ihre eigene Dokumentation hilft dem Tierarzt bei der Beurteilung; lassen Sie auch die Befunde von Ultraschall, Röntgen und CT/MRT festhalten, um sie später vergleichen zu können.