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Bauchspeicheldrüsenkrebs beim Hund

Tumoren der Bauchspeicheldrüse des Hundes können an folgenden anatomischen Strukturen gefunden werden:

  1. im Gebiet der Ausführungsgänge der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) als Exokriner Pankreastumor, meist als Adenokarzinom
  2. als Insulinom als Tumor der Inselzellen, die an der Insulinproduktion beteiligt sind.

Bei einem Karzinom am Pankreas ist schnelles Handeln gefragt. Mithilfe der dendritischen Zelltherapie hat Ihr Hund die Chance, den bösartigen Tumor erfolgreich zu bekämpfen und seine Lebensqualität zu verbessern.

Exokriner Pankreastumor
Bauchspeicheldrüsenkrebs, auch Bauchspeicheldrüsenkarzinom genannt, ist eine bösartige Erkrankung der Bauchspeicheldrüse bei Hunden. Diese kommt zwar eher selten vor, ist allerdings leider sehr bösartig und gefährlich. Der exokrine Teil der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) ist ein Teil des Verdauungsapparates, das Enzyme abgibt, die im Bereich des Zwölffingerdarms mit den Sekreten der Leber (Gallensäure) an der Fermentierung der Nahrung beteiligt ist. Erfährt dieses Organ eine Neoplasie, also eine unnatürliche Veränderung der Zellstruktur, kann das den Verdauungsprozess enorm stören und beeinträchtigen.

Vermutete Verschleppung von Pankreaskrebszellen durch eine Feinnadelaspiration

Über einen in der Tiermedizin sehr selten vorkommenden und nachgewiesenen Vorgang wir in einer aktuellen Veröffentlichung von Forscher aus Australien berichtet. Jagatheeson et al haben diesen Krankheitsfall über die vermutete Verschleppung von Tumorzellen eines Pankreaskarzinoms bei einer Katze veröffentlicht.

Symptome bei Bauchspeicheldrüsenkrebs bei Ihrem Hund

Die Symptome bei einem Tumor der Bauchspeicheldrüse sind sehr unspezifisch. Eine noduläre Hyperplasie (gutartige Wucherung) kommt als asymptomatische Erscheinung vor allem bei älteren Hunden vor und muss von bösartigen Vorgängen abgegrenzt werden. Auch gutartige Pseudozysten oder Adenome werden bei Ultraschalluntersuchungen oder Probelaparatomien gefunden. Bei der Erkennung hat der Tumor häufig schon in andere (Bauch)-Organe gestreut. Oft werden die Tumorerkrankungen spät erkannt, da die erkennbaren Symptome nur selten direkt auf ein Krebsgeschehen hinweisen. Viele der Symptome lassen sich nämlich leicht verwechseln mit anderen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, etwa einer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis). Zuweilen kommt es auch bei falscher Futteraufnahme (Fremdkörper, Knochen) zu vorübergehenden Störungen im Bereich der Pankreas.
Zu den Anzeichen zählen beispielsweise Fieber, allgemeines Unwohlsein und Schwäche. Hinzukommt häufig auch Gelbsucht, da auch die Gallengänge der Leber durch den Tumor in Mitleidenschaft gezogen werden können. Appetitlosigkeit und damit einhergehender Gewichtsverlust können weitere Folgen sein.
Viele Hunde leiden außerdem an zum Teil sehr schweren Bauchschmerzen und durch die schlechte Futteraufnahme einer schlechten Verdauung bzw dauernder Durchfallerscheinungen. Diese kann man aber auch zunächst vielen anderen, harmlosen Erkrankungen zuordnen und lassen nicht direkt auf einen Tumor der Bauchspeicheldrüse schließen. Durch die Krebserkrankung kann es auch zur Metastasierung in den Bauchraum und zu einer Bauchöhlenwassersucht (Ascites) kommen.

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Diagnose von Bauchspeicheldrüsenkrebs bei Hunden

Die meisten hämatologischen und blutchemischen Untersuchungen erbringen keine klaren Hinweise auf ein Tumorgeschehen. Es können eine milde Anämie, Hyperglykämie, Neutrophilie und eine Erhöhung der Bilirubinwerte (bei Verschluss der Gallenwege) gefunden werden. Veräbnderungen von Serumamylase und Lipase kommen nicht immer vor. In Extremfällen scheint es eher Hinweis auf eine Pankreasinsuffizienz zu geben.
Röntgenkontrastaufnahmen können Abflusstörungen im Bereich des Zwölffingerdarmes zeigen und damit Hinweise auf die Erkrankung geben. Die Ultraschalluntersuchung ist ein sehr wichtiges Diagnostikinstrument, um den Primärtumor aufzuspüren und vom geübten Behandler unter Ultraschallkontrolle eine Biopsie zu entnehmen. Gleichzeitig kann eine eventuelle Metastasierung in den Leberbereich oder Lymphknoten im Bauchraum dokumentiert werden. Der Nutzen von CT- oder MRT-Untersuchungen bei Bauchspeicheldrüsenerkrankungen ist nicht erwiesen. In Zweifelsfällen wird eher zu einer Bauchoperation (diagnostische Laparotomie) geraten, um Ausmass des Krankheitsbildes festzustellen. Es ist nicht einfach ein Endstadium des Bauchspeicheldrüsenkrebses beim Hund festzulegen. Wichtig ist es, dass man dass der Hund nicht leidet und Lebensqualität behält. Deshalb ist eine gute - auc palliative Betreuung notwendig:

Feinnadelaspiration bei Vorbehandlung 18 Monate früher

Eine 4,5 kg schwere 15-jährige kastrierte langhaarige Hauskatze wurde von der überweisenden Tierklinik wegen eines zweiwöchigen Erbrechens untersucht. 18 Monate zuvor wurdebei dem Tier eine Behandlung mit radioaktivem Jod (I131) wegen einer Schilddrüsenüberfunktion durchgeführt. Auf dem abdominalen Ultraschall vor der Behandlung mit I131 wurden mehrere 3-6 mm große hypoechoische Pankreasknötchen festgestellt. Vor der Behandlung mit I131 wurden aus diesem Bereich Feinnadel-Aspirationen entnommen, aber die Proben erwiesen sich zu diesem Zeitpunkt als azellulär und nicht diagnostisch.

Zum Erkrankungszeitpunkt, etwa 18 Monate nach der Radiojodtherapie Hauskatze wurde die Katze zur Untersuchung eines Pankreasknotens überwiesen. Die Zytologie zeigte eine pyogranulomatöse Entzündung und ein mäßig dysplastisches exokrines Pankreasepithel, das für Neoplasien verdächtig ist. Die Thoraxröntgenaufnahmen waren unauffällig, und es wurde eine partielle Pankreatektomie (teilweise Entfernung der Bauchspeicheldrüse) durchgeführt. Histopathologisch wurde der Knoten als mässig differenziertes Adenokarzinom des Pankreas diagnostiziert.

Zwei Wochen nach der Operation wurde dann ein fester unter der Haut des hinteren linken Bauchbereiches liegender Knoten festgestellt. Die Zytologie diese Zubildung deutete auf ein Pankreaskarzinom hin, und es bestand der Verdacht auf eine Aussaat in den Nadeltrakt. Dies müsste bei der Erstuntersuchung und Entnahme von Gewebe eineinhalb Jahre früher geschehen sein.

Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs bei Hunden

Wenn eine vollständige Entfernung des Tumors möglich ist, sollten Sie eine OP unbedingt mit auf den Behandlungsplan Ihres Hundes setzen. Eine Operation ist meist der einzige Weg, vorerst möglichst viele Tumorzellen schnell und sicher bei Ihrem Tier zu entfernen. Gleichzeitig sollte ebenfalls zeitnah eine dendritische Zelltherapie durchgeführt werden. Da der Bauchspeicheldrüsentumor häufig schon bei der Erkennung der Erkrankung metastasiert ist, macht die dendritische Zellbahdnlung auf jeden Fall sinnvoll: Die Immuntherapie stärkt das Immunsystem Ihres Hundes, macht übrig gebliebene Tumorzellen im Körper ausfindig und regt deren Zerstörung an. So wird die Gefahr eines Wiederauftretens des Tumors verringert. Durch die dendritische Zelltherapie kann außerdem die Lebensqualität Ihres Hundes verbessert und die Lebenserwartung gesteigert werden.

Wichtig ist auch, dass man die Ernährung des Hundes mit einem Bauchspeicheldrüsenkrebs umstellt. Zunächst aber muss daruaf geachtet werden, dass der Hund ausreichend Nahrung und Flüssigkeit erhält. Dazu muss notfalls eine Infsuionsbehandlung erfolgen. Weiterhin sollten Sie an die sehr starken Schmerzen denken, die das Tier unter der Erkrankung erleidet. Bitte leiten Sie eine ausreichende Schmerzlinderung ein.

Informationen zum Insulinom finden Sie hier.

Fälle dieser Art sind beim Menschen bekannt

Die Aussaat von Tumorzellen nach einer Feinnadelaspiration ist selten, wurde jedoch bei einer Reihe von Krebsarten in der Humanonkologie berichtet, darunter Brust-, Leberzell-, Lungen-, Prostata-, Pankreas- und Blasenkarzinom sowie, selten, bei Sarkomen.9,15 -18 Die Inzidenz der Aussaat von Nadelstichen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs ist Berichten zufolge höher als bei anderen bösartigen Tumoren beim Menschen - zwischen 0,003% und 0,009%, obwohl dies eine Unterschätzung sein könnte, da die Zeit für die Entwicklung von Metastasen länger ist als das schnelle Fortschreiten und die kurze Lebensdauer der betroffenen Patienten.9 Bei jedem Nadeldurchgang werden Berichten zufolge zwischen 100 und 10.000 Zellen ausgeschieden; die Mehrheit dieser Zellen geht jedoch wahrscheinlich an das Gewebe um die Läsion herum verloren, wobei nur sehr wenige tatsächlich in das subkutane Gewebe oder die Haut implantiert werden.

Quelle: Jegatheeson S et al. (2020)Suspected pancreatic carcinoma needle tract seeding in a cat, J Fel Med Surg Open Reports https://doi.org/10.1177/2055116920918161

Bauchspeicheldrüsenkrebs beim Hund

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