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Überlebenschance Milztumor Hund

Zum Glück sind ungefähr die Hälfte aller Milztumore bei Hunden gutartige Tumore. Sie werden durch eine Vergrößerung der Milz (Splenomegalie) bemerkt, wie auch die bösartigen Geschwülste. Auch sie müssen gegebenenfalls operiert werden, verringern aber nicht die Lebenserwartung des Hundes – die Überlebenschance ist also sehr groß. Es ist wichtig bei unklaren Befunden engmaschig Kontrolluntersuchungen der Milz durchzuführen. Werden Vergrößerungen der Prozesse gesehen, sollte operiert werden. Denn: Bei den 50 % bösartigen Milztumoren des Hundes sieht es mit der Überlebenschance anders aus.

Das Hämangiosarkom – der bösartigste Milztumor beim Hund

Der häufigste beim Hund vorkommende bösartige Milztumor ist das Hämangiosarkom. Was diesen Milztumor so bösartig macht, ist die Tatsache, dass er schnell in andere Organe streut, also dort Tochtergeschwulste (Metastasen) bildet. Die Überlebenschancen bei diesem Milztumor sind relativ gering. Ohne eine Behandlung liegt die mittlere Überlebenszeit beim Hämangiosarkom nach einer OP bei 30 bis 90 Tagen. Mit einer Chemotherapie kann diese Zeit eventuell verdoppelt werden. Erste Ergebnisse haben gezeigt, dass die Nachbehandlung des Hämangiosarkoms mit der dendritischen Zelltherapie nach einer OP zu einer mittleren Überlebenszeit von etwa 460 Tagen führen kann. Dieses positive Ergebnis wird auch durch weitere Auswertungen der mit dendritischen Zellvakzinen in den Jahren 2015 bis 2019 behandelten Hunden gestützt.

 

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Wann ein Milztumor beim Hund operiert werden muss

Sobald der Verdacht auf einen Milztumor besteht, sollte der betroffene Hund operiert werden. Handelt es sich um kleine Veränderung kann eventuell auf eine nachfolgende Ultraschalluntersuchung gewartet werden, um die Entwicklung zu beobachten. Bei der Operation wird die komplette Milz entfernt und auch das gesamte entnommene Organ zur Untersuchung in ein spezialisiertes Labor eingesandt. Hier wird die endgültige Diagnose gestellt. Ein anderer Grund, einen Hund mit Milztumor zu operieren ist der, wenn der Tumor bereits geplatzt (rupturiert) ist und der Hund zu verbluten droht. Hierbei handelt es sich um eine Not-Operation, die Überlebenschance des Hundes ist definitiv durch den schlechten Allgemeinzustand, den Blutverlust sowie das massiv erhöhte Narkoserisiko deutlich schlechter. Deshalb sollten gerade bei älteren Hunden Vorsorgeuntersuchungen per Ultraschall gemacht werden um einen Milztumor bzw. Veränderungen an der Milz frühzeitig zu erkennen.

Die Überlebenschance ist abhängig vom Stadium

Das Hämangiosarkom beim Hund kann in verschiedene Formen (Stadien) eingeteilt werden. Je nach Stadium ist die Überlebenschance unterschiedlich. Hierbei ist zu beachten, dass sich die Überlebenschance – auch mittlere Überlebenszeit genannt – auf die Hunde mit Milztumor bezieht, bei welchen als Behandlung eine Entfernung der Milz (Splenektomie) durchgeführt wird. Bei Hunden, bei denen nur ein Milztumor (ohne sichtbare Metastasen) gefunden wurde (Stadium I), liegt die Überlebenschance bei 5,5 Monaten. Bei solchen, bei denen das Hämangiosarkom geplatzt ist (Stadium II) liegt die Überlebenschance nur noch bei 2 Monaten. Bei Hunden, bei denen der Milztumor schon Tochtergeschwulste zum Beispiel in der Leber hat (Stadium III), liegt die Überlebenschance nur noch bei 0,9 Monaten.

Kann die Überlebenschance bei Hunden mit Milztumor erhöht werden?

Bei einer sogenannten palliativen Chemotherapie konnten häufig keine besseren Überlebenschancen für den Hund festgestellt werden. Eine Bestrahlung ist beim Milztumor des Hundes nicht indiziert. Eine Möglichkeit, die Lebensqualität des erkrankten Hundes deutlich zu verbessern, seine Schmerzen zu lindern und damit die Überlebenschance zu erhöhen, ist eine Immuntherapie mit dendritischen Zellen. Das Team von PetBioCell berät Sie gern.

 

Überlebenschance Milztumor Hund

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