Lilien - hübsch, aber gefährlich für Katzen!

Lilien sind attraktive und duftende Blumen, die in vielen Blumensträußen und -arrangements zu finden ist. Viele Menschen sind sich jedoch nicht bewusst, welche Gefahr diese Pflanzengruppe für Katzen darstellt. Lilien verursachen schwere Nierenschäden bei Katzen, zum Glück aber nicht bei anderen Tierarten, wie zum Beispiel Hunden. Der Wirkmechanismus, durch den diese hübsche Blume für Katzen potenziell tödlich ist, ist nicht vollständig verstanden.

Welche Art von Lilien verursacht ein Problem?

Lilien, insbesondere alle Arten von Lilium (echte Lilie) und Hemerocallis (Taglilie) sind für Katzen giftig. Es ist wichtig, sich bewusst zu sein, dass viele Pflanzen Lilien im Namen haben, wie z.B. Maiglöckchen (Convallaria majalis), Friedenslilie (Spathiphyllum-Arten) und Calla oder Aronstablilie (Zantedeschia aethiopica). Diese Pflanzen können unterschiedlich starke toxische Wirkungen haben.

Tabelle 1: Lilien, die für Katzen giftig sind

Wissenschaftlicher Name                                               Gebräuchliche Namen

Hemerocallis-Arten

Taglilie

Lilium x asiatica

Asiatische Lilie

Lilium x asiatica americana

Lilium candidum

Madonnenlilie

Lilium hydridum

Japanische auffällige Lilie

Lilium lancifolium (Lilium tigrinum)

Tigerlilie

Lilium longiforum

Osterlilie

Lilium orientalis

Sterngucker-Lilie; orientalische Lilie

Lilium regale

Königliche Lilie

Lilium speciosum

Lilium rubrum

Rubrum Lilie (Lilium rubrum rubrum lily)

Lilium umbellatum

Westliche oder Waldlilie

Helfen Sie uns, die Informationen weiterzugeben

In Großbritannien wurde die Lilienvergiftung als eine der fünf schwersten Vergiftungen bei Katzen festgestellt. Deshalb ist die Vergiftung mit diesen Pflanzen ist ein großes toxikologisches Problem bei den Stubentigern.

Wir wollen, dass Tierärzte und Katzenbesitzer sich für die weit verbreitete Einführung von Warnhinweisen und Plakaten an allen Orten einsetzen, an denen Lilien verkauft werden, um zu verhindern, dass Katzen diesem sicher vermeidbaren Umstand zum Opfer fallen.

Zu diesem Zweck haben die International Society of Feline Medicine (die Veterinärabteilung der International Cat Care) und das Centre for Veterinary Education, University of Sydney, zusammengearbeitet, um ein Poster zu produzieren, die am Verkaufsort - in Supermärkten, Blumenläden und anderen Geschäften – ausgehängt werden können.

Häufige Fragen

Sind Lilien wirklich gefährlich für Katzen?

Ja. Lilien verursachen schwere Nierenschäden bei Katzen und sind für sie potenziell tödlich. In Großbritannien wurde die Lilienvergiftung als eine der fünf schwersten Vergiftungen bei Katzen festgestellt. Der genaue Wirkmechanismus ist bislang nicht vollständig verstanden.

Welche Lilienarten sind für Katzen giftig?

Giftig sind insbesondere alle Arten von Lilium (echte Lilien) und Hemerocallis (Taglilien). Dazu zählen zum Beispiel die Asiatische Lilie, Madonnenlilie, Tigerlilie, Osterlilie, Sterngucker-Lilie und die Königliche Lilie.

Sind auch Pflanzen mit „Lilie“ im Namen giftig?

Viele Pflanzen tragen „Lilie“ im Namen, ohne echte Lilien zu sein, etwa Maiglöckchen (Convallaria majalis), Friedenslilie (Spathiphyllum-Arten) und Calla beziehungsweise Aronstablilie (Zantedeschia aethiopica). Auch diese Pflanzen können toxische Wirkungen haben, allerdings in unterschiedlich starker Ausprägung.

Sind Lilien auch für Hunde gefährlich?

Die schweren Nierenschäden durch Lilien betreffen nach derzeitigem Kenntnisstand nur Katzen – bei anderen Tierarten wie Hunden treten sie nicht auf. Für Katzen gilt die Vergiftung dagegen als großes toxikologisches Problem, das durch Vorsicht im Umgang mit diesen Pflanzen sicher vermeidbar ist.

Ist bei Ihrem Tier ein Tumor oder eine Autoimmunerkrankung diagnostiziert?