Gebärmuttertumoren treten bei Katzen selten auf. Meistens sind mittelalte bis alte Tiere betroffen. Bei Katzen werden am häufigsten Adenokarzinome gefunden. Die Tumorbildung kann sowohl bei unkastrierten Tieren mit intaktem Gebärmuttergewebe als auch bei nach einer Operation zurückgelassenen Uterusstümpfen auftreten.
Meistens werden die Veränderungen nur zufälligerweise bei einer Untersuchung auf andere Krankheitserscheinungen oder bei Routineuntersuchungen gefunden, da klinische Erscheinungen selten sind.
Empfehlung bei Diagnose GebÄrmuttertumor
Da die genannten Gebärmutterveränderungen als überwiegend bösartige Gebärmuttertumoren bei der Katze ein Potential zur Metastasierung bergen, sollte eine vorsichtige Prognose gestellt werden. Es sollte nach einer Totaloperation und genauen histologischen Untersuchung über Nachbehandlungen direkt im Anschluss nachgedacht werden. Hier sollte auch die dendritische Zelltherapie in Betracht gezogen werden, um einer drohenden Metastasierung durch den Gebärmuttertumor entgegen zu wirken.
Quelle:
Saba CF, Lawrence JA (2020): Uterine Tumors in: Withrow & MacEwen’s Small Animal Clincal Oncology, 6th Ed., St. Louis, MI, 600
Dr. Thomas Grammel ist Tierarzt aus Osterode am Harz. Er führte die Tierklinik Dr. Grammel in zweiter Generation seit 1989. Im Jahre 2019 hat er sie an seine Schwiegertochter Marina Grammel und seinen Sohn Dr. Lukas Grammel übergeben (heute Tiergesundheitszentrum Südharz). Im Schwerpunkt betreut heute Dr. Thomas Grammel deutschlandweit Tiere mit unterschiedlichen Tumorerkrankungen. Dabei behandelt er die Tiere selber vor Ort in Osterode im TGZ Südharz, er berät deutschlandweit aber auch Kolleginnen und Kollegen sowie Patientenbesitzer zur immunologischen Behandlung mit dendritischen Zellen bei erkrankten Tieren. Wichtig ist dabei immer die partnerschaftliche Zusammenarbeit im Sinne der Vierbeiner. Dr. Grammel hat an zahlreichen Kongressen im In- und Ausland teilgenommen und seine Arbeit erfolgreich vorgestellt.