Tumorerkrankung
Leukämie bei der Katze
Die Leukämie der Katze ist eine für die Samtpfoten sehr gefährliche Erkrankung. Eine häufige Ursache für die Katzenleukämie ist eine Infektion mit dem Felinen Leukämievirus, kurz FeLV. Dieses ist hochansteckend und unter Katzen sehr verbreitet. Gerade bei Freigängern ist daher eine Schutzimpfung gegen FeLV sehr wichtig. Inzwischen ist aus eigentlich unbekannten Gründen die FeLV-Erkrankung als Ursache einer Leukämie in den Hintergrund getreten. Man spricht inzwischen von der FeLV-Ära und der Nach-FeLV-Ära. Um die Diagnose Leukämie zu stützen wird empfohlen neben der Suche nach einer Virus-Ursache auch ein Differentialblutbild, eine Durchflusszytometrie zur Erkennung der Größe der Leukozyten und ihres Immunophenotyps sowie eine Untersuchung der Leukozyten-Klonalität (PARR) auszuführen.
Schildern Sie uns den Fall Ihres Vierbeiners
Kostenlose Erstberatung bei Tumorerkrankungen durch unser tierärztliches Team — in der Regel innerhalb eines Werktages.
Lieber direkt sprechen? 05522 9182582, Montag bis Freitag 08:30–17:00 Uhr.
Ursache
Die Ursache für Leukämie bei Katzen kann das FeLV Virus sein. Es ist hochansteckend und wird zum Beispiel über den Speichel ausgetauscht. Freigänger können sich dadurch schnell bei Artgenossen anstecken, etwa wenn sie sich gegenseitig ablecken. Kleine Katzen stecken sich häufig bei ihrer infizierten Mutter an. Eine Übertragung auf andere Tiere wie Hunde oder auf Menschen ist nicht möglich. Wichtig ist es durch eine Blutuntersuchung zu klären, ob die Viruserkrankung an dem leukämischen Krankheitsbild schuld ist.
Eine FeLV-Infektion wird bei Katzen auch mit anderen immunvermittelten Erkrankungen in Verbindung gebracht, etwa der Plasmazell-Pododermatitis, bei der die Fußballen betroffen sind.
Vorbeugung
Im Gegensatz zu anderen Katzen-Krankheiten wie zum Beispiel der sogenannten Katzen AIDS (FIV - Felines Immundefizienzvirus) gibt es für Katzenleukämie einen Impfstoff. Dieser sollte insbesondere bei Freigängern eingesetzt werden. Vorsorglich sollten aber auch Tiere, die vor allem im Haus leben, geimpft werden. Dies vor allem wenn sie Kontakt zu anderen Katzen haben könnten. Sind die Katzen komplett isoliert, wird die Schutzimpfung aufgrund der möglichen Nebenwirkungen meist nicht durchgeführt. Die Schutzimpfung gegen FeLV erfolgt ab der neunten Lebenswoche der kleinen Kätzchen. Danach sollte die Impfung nach vier Wochen aufgefrischt werden. Der darauf folgende Impf-Zyklus ist ein Mal jährlich.
Symptome
Die Symptome von Katzenleukämie brechen in einigen Fällen nicht sofort aus. Manche Tiere sind jahrelang symptomfrei, bis es dann zu Anzeichen kommt. Zu den Symptomen von Leukämie bei Katzen gehören Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit und allgemeine Lethargie. Die genaue Symptomatik ist jedoch von der Lokalisation der Erkrankung abhängig, also ob die Tumore sich zum Beispiel im Darm, der Leber oder der Niere bilden. Darüber hinaus ist es möglich, dass es zu einer „herkömmlichen“ Leukämie kommt, die das Knochenmark befällt.
Weitere Symptome der Katzenleukämie sind
-
- Probleme beim Atmen
- Gelbsucht
- Erhöhte Temperatur/Fieber
- Blasse Schleimhäute
- Entzündungen (zum Beispiel am Zahnfleisch)
- Verdauungsstörungen wie Durchfall und Verstopfungen
- Schlechte Wundheilung
- Unfruchtbarkeit
- Fehlgeburten
Behandlung
Nachdem die Leukämie erstmal im Körper der Katze ausgebrochen ist, ist die Prognose häufig schlecht. Die meisten Katzen sterben innerhalb weniger Jahre nach Ausbruch der Krankheit. Eine Heilung ist in den meisten Fällen nicht mehr möglich. Am besten sind die Chancen für die Katzen, wenn sie zwar positiv auf FeLV getestet wurden, sie jedoch noch nicht akut erkrankt sind.
Einen Überblick zu allen Formen finden Sie auf der Seite Tumorarten bei Katzen.
Vail D et al (2020): Feline Leukemias, Myeloproliferative Disorders, and Myelodysplasia in: Withrow & MacEwen’s Small Animal Clinical Oncology, 6th Ed., St. Louis, MO, 729/730
Schildern Sie uns den Fall Ihres Vierbeiners
Kostenlose Erstberatung bei Tumorerkrankungen durch unser tierärztliches Team — in der Regel innerhalb eines Werktages.
Lieber direkt sprechen? 05522 9182582, Montag bis Freitag 08:30–17:00 Uhr.
Häufige Fragen
Was ist die Ursache der Leukämie bei Katzen?
Eine häufige Ursache ist die Infektion mit dem Felinen Leukämievirus (kurz FeLV), das hochansteckend ist und zum Beispiel über den Speichel übertragen wird — etwa wenn sich Katzen gegenseitig ablecken; kleine Katzen stecken sich häufig bei ihrer infizierten Mutter an. Inzwischen ist die FeLV-Erkrankung als Ursache einer Leukämie allerdings in den Hintergrund getreten; man spricht von der FeLV-Ära und der Nach-FeLV-Ära. Ob die Viruserkrankung an dem leukämischen Krankheitsbild schuld ist, sollte durch eine Blutuntersuchung geklärt werden.
Ist die Katzenleukämie auf Menschen oder Hunde übertragbar?
Nein, eine Übertragung des FeLV-Virus auf andere Tiere wie Hunde oder auf Menschen ist nicht möglich. Hochansteckend ist das Virus jedoch unter Katzen, weshalb sich insbesondere Freigänger schnell bei Artgenossen anstecken können.
Welche Symptome hat eine Katze mit Leukämie?
Zu den Symptomen gehören Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit und allgemeine Lethargie; je nach Lokalisation — also ob sich die Tumoren zum Beispiel im Darm, der Leber oder der Niere bilden — kommen weitere Anzeichen hinzu, etwa Atemprobleme, Gelbsucht, Fieber, blasse Schleimhäute, Zahnfleischentzündungen, Verdauungsstörungen, schlechte Wundheilung, Unfruchtbarkeit oder Fehlgeburten. Manche Tiere bleiben nach der Infektion jahrelang symptomfrei, bis es zu Anzeichen kommt. Daneben ist eine „herkömmliche“ Leukämie möglich, die das Knochenmark befällt.
Wie wird eine Leukämie bei der Katze diagnostiziert?
Um die Diagnose zu stützen, wird empfohlen, neben der Suche nach einer Virus-Ursache auch ein Differentialblutbild (eine genaue Aufschlüsselung der weißen Blutzellen), eine Durchflusszytometrie zur Erkennung der Größe der Leukozyten und ihres Immunophenotyps sowie eine Untersuchung der Leukozyten-Klonalität (PARR) durchzuführen.
Ist Leukämie bei Katzen heilbar?
Ist die Leukämie erst einmal ausgebrochen, ist die Prognose häufig schlecht: Eine Heilung ist in den meisten Fällen nicht mehr möglich, und die meisten Katzen sterben innerhalb weniger Jahre nach Ausbruch der Krankheit. Am besten sind die Chancen, wenn die Katze zwar positiv auf FeLV getestet wurde, aber noch nicht akut erkrankt ist.
Kann ich meine Katze gegen Leukämie impfen lassen?
Ja, im Gegensatz zu anderen Erkrankungen wie dem sogenannten Katzen-AIDS (FIV) gibt es gegen die Katzenleukämie einen Impfstoff, der insbesondere bei Freigängern eingesetzt werden sollte — vorsorglich auch bei Wohnungskatzen, die Kontakt zu anderen Katzen haben könnten. Die Schutzimpfung erfolgt ab der neunten Lebenswoche, wird nach vier Wochen aufgefrischt und danach einmal jährlich wiederholt. Bei komplett isoliert lebenden Katzen wird sie aufgrund möglicher Nebenwirkungen meist nicht durchgeführt.