Prognose für einen Hund mit Milztumor
Milztumore gehören zu den häufigsten bösartigen Tumorerkrankungen bei älteren Hunden. Bitte beachten Sie aber, dass die Hälfte aller Milztumore gutartig sind!
Bei den bösartigen Fällen handelt es sich um bösartige Hämangiosarkome. Diese sind sehr aggressiv, weshalb die Prognose für einen Hund mit einem solchen Milztumor oft nicht positiv ausfällt.
Problematik
Hämangiosarkome sind eine sehr aggressive und bösartige Form des Milztumors. Sie gehören zu den bösartigsten Sarkomen beim Hund und bringen einige gefährliche Eigenschaften mit sich. So metastasieren sie beispielsweise sehr häufig. Das bedeutet, dass sie sich auf andere Organe ausbreiten, wodurch sich sogenannte Sekundärtumore bilden können. Die Metastasen bilden sich leider meist schon, bevor der ursprüngliche Tumor entdeckt wird. Das verschlechtert die Prognose für den Hund in den meisten Fällen.
Die mittlere Überlebenszeit für einen Hund mit einem Milz-Hämangiosarkom beträgt nur drei bis vier Monate nach der Diagnose.
Prognose
Entscheidend für eine positive Prognose ist zum Beispiel, dass der Tumor möglichst frühzeitig erkannt wird. Wird der Milztumor schon diagnostiziert, bevor er in andere Organe gestreut hat (Metastasen), kann eine zielgerichtetere Behandlung durchgeführt werden. Dann muss „nur“ ein Tumorherd behandelt werden, was in den meisten Fällen erfolgsversprechender ist. Darüber hinaus befindet sich der Tumor bei einer frühen Diagnose häufig noch im Anfangsstadium. Das bedeutet, dass er das Organ selbst noch nicht allzu stark angegriffen und sich darin noch nicht tief „verankert“ hat. Auch das erleichtert die Behandlung und sorgt für eine günstigere Prognose. Hier ist es also besonders wichtig, dass eine gute Früherkennung stattfindet, bspw. durch regelmäßige Ultraschallkontrollen des Bauchraums.
Behandlung
Durch eine zielgerichtete und frühzeitige Behandlung kann die Prognose für den Hund mit einem Milztumor verbessert werden. Die Therapie der Wahl bei einem Milztumor ist dessen operative Entfernung. Gelingt diese, wird eine bessere Ausgangssituation für den Vierbeiner geschaffen. Um den Tumor danach noch weiter zu bekämpfen und für eine nachhaltige Behandlung zu sorgen, können Folgetherapien in Anspruch genommen werden.
Dendritische Zelltherapie
Die dendritische Zelltherapie von PetBioCell ist eine immunologische Therapiemöglichkeit zur Behandlung eines Milztumors. Durch körpereigene Zellen soll das Immunsystem des Hundes gestärkt und wieder angeregt werden, eigenständig gegen die Tumorzellen vorzugehen. Ziel der Therapie ist, die Lebenserwartung nicht nur zu erhöhen, sondern gleichzeitig auch die Lebensqualität zu verbessern. Durch die schonende Immuntherapie kann die Prognose des behandelten Vierbeiners verbessert werden.