Tumorerkrankung

Nanopartikel bei soliden Tumoren bei Hunden und Katzen

Mitarbeiter des Olympia Veterinary Specialists - Cancer Center aus Olympia, Washington, USA präsentierten auf dem auf der virtuellen Jahreskonferenz der Veterinary Cancer Society ihre Ergebnisse in der Tumorbehandlung mit Nanopartikeln und nachfolgender Laserbehandlung.

In den letzten zehn Jahren erfolgte in der Medizin die zunehmende Nutzung von Nanopartikeln, indem von theoretischen zu klinischen Versuchen übergegangen wurde. Die Fähigkeit der Nanopartikel, Krankheiten potenziell gezielt zu bekämpfen und den Körper auf molekularer Ebene zu erreichen, hat eine gesteigerte Aufmerksamkeit verursacht. Die von der Firma Nanospectra (www.nanospectra.com) entwickelten Nanopartikel, ein Silikonkern und eine Goldhülle, haben sich als ungiftig erwiesen und reagieren mit Nah-Infrarot-Licht. Damit wird eine thermische Ablation von soliden Tumoren bewirkt.

Retrospektive Studie

In ihrer retrospektiven Studie evaluieren die Autoren die Wirksamkeit der Behandlungsmethode und beurteilen die Sicherheit von Nanopartikeln und der laserinduzierten thermischen Ablation einer Vielzahl von Tumoren bei Hunden und Plattenepithelkarzinomen bei Katzen. Dabei werden 65 Fälle, die zwischen 2014 und 2020 und aus drei verschiedenen Einrichtungen behandelt wurden, in der Studie betrachtet. Die gesammelten Daten beinhalteten Signalwirkung, Toxizität, verwendete Lichtleistung, Tumortyp und Reaktionen. Alle Tiere erhielten eine Infusion von Nanopartikeln und 24 Stunden später eine Lasertherapie. Die Laserbehandlung (810 nm) wurde mit einer externen Lichtquelle (Saphir-Laser) auf die Tumore aufgetragen. Die Tiere wurden vier Wochen lang einmal wöchentlich und dann monatlich untersucht: Mit Laserlicht behandelte Tiere entwickelten minimale Toxizitäten, einschließlich des vollständigen Absterbens des Tumors (Nekrose) oder leichter selbstauflösender thermischer Verbrennungen. Das Ansprechen variierte je nach Tumortyp, wobei Mastzelltumore und Weichteilsarkome am besten ansprachen. Einige der Tiere erhielten eine zweite Laseranwendung, die diesen Tieren eine längere Kontrolle über ihre Tumore verschaffte.

Die Forscher folgern: Die Laser-Tumorablationstherapie mit Nanopartikeln kann bei soliden Tumoren mit minimalen Nebenwirkungen angewendet werden und bietet gleichzeitig antitumoröse Effekte.

Quelle:

Parshley L et al. (2020): NANOPARTICLE AND LASER ABLATION OF SOLID TUMORS IN DOGS AND CATS, Presentation, Virtual Annual Conference, VCS 2020

Häufige Fragen

Welches Wirkprinzip liegt der Nanopartikel-Laserablation zugrunde?

Die von der Firma Nanospectra entwickelten Nanopartikel bestehen aus einem Silikonkern mit Goldhülle und reagieren auf Nah-Infrarot-Licht. Dadurch wird eine thermische Ablation solider Tumoren bewirkt; die Partikel selbst haben sich als ungiftig erwiesen.

Wie ist der Behandlungsablauf in der Praxis?

Die Tiere erhalten zunächst eine Infusion der Nanopartikel, 24 Stunden später folgt die Laserbehandlung (810 nm) mit einer externen Lichtquelle (Saphir-Laser). Die Nachkontrollen erfolgen vier Wochen lang einmal wöchentlich, danach monatlich.

Welche Datenbasis liegt zu dieser Methode vor?

Grundlage ist eine retrospektive Auswertung von 65 Fällen aus drei Einrichtungen, die zwischen 2014 und 2020 behandelt wurden — Hunde mit verschiedenen Tumorarten sowie Katzen mit Plattenepithelkarzinomen. Die Ergebnisse wurden 2020 auf der virtuellen Jahreskonferenz der Veterinary Cancer Society präsentiert; prospektive Vergleichsstudien stehen aus.

Welche Tumorarten sprachen am besten an?

Das Ansprechen variierte je nach Tumortyp, wobei Mastzelltumoren und Weichteilsarkome am besten reagierten. Einige Tiere erhielten eine zweite Laseranwendung, die ihnen eine längere Kontrolle über ihre Tumoren verschaffte.

Welche Nebenwirkungen wurden beobachtet?

Die mit Laserlicht behandelten Tiere entwickelten minimale Toxizitäten. Beobachtet wurden das vollständige Absterben des Tumors (Nekrose) sowie leichte, selbstauflösende thermische Verbrennungen.

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