Schmerzbehandlung für Hunde neu gedacht
Bei Bedinvetmab – bekannt unter dem Markennamen Librela® – handelt es sich um ein zugelassenes Arzneimittel zur Behandlung von Hunden mit osteoarthrosebedingten Schmerzen, also Schmerzen durch Gelenkverschleiß. Bedinvetmab ist ein caniner (vom Hund stammender) monoklonaler Antikörper gegen den Nervenwachstumsfaktor (NGF). Hunde, die mit dem Wirkstoff behandelt wurden, zeigten bis zu 3 Monate eine Schmerzreduktion.
Verschiedene Packungsgrößen nach Gewicht des Patienten
Librela® wird als Injektionslösung für Hunde in verschiedenen Packungsgrößen hergestellt. Dabei ist je nach Packungsgröße eine unterschiedliche Menge des Wirkstoffs in jeweils einem Milliliter Lösung enthalten. Nach Herstellerangaben sollte das Präparat im Injektionsfläschchen transparent bis leicht opaleszent aussehen und keine sichtbaren Partikel aufweisen.
Da es sich um einen Hundeantikörper handelt, kann er nur für diese Tierart eingesetzt werden; bei anderen Tierarten zeigt der Wirkstoff keine Wirkung. Die Behandlung erfolgt subkutan, also unter die Haut. Es wird eine Dosierung von 0,5 bis 1 mg Wirkstoff pro Kilogramm Körpergewicht monatlich eingesetzt.
Welche Gegenanzeigen gibt es für Librela®?
Der Wirkstoff sollte nicht bei Hunden unter einem Alter von 12 Monaten eingesetzt werden. Weiterhin ist der Einsatz bei Zuchttieren sowie bei tragenden oder laktierenden Hündinnen auszuschließen. Das hängt damit zusammen, dass die Rolle des Nervenwachstumsfaktors (NGF) bei der Entwicklung des fötalen Nervensystems gut bekannt ist.
Inzwischen gibt es Hinweise, dass nach mehreren Anwendungen einige Tage nach der Applikation eine Schwäche der Hinterhand auftreten kann. Dann sollte umgehend mit dem behandelnden Tierarzt gesprochen werden.
Was ist zu beachten, wenn durch Librela® keine Schmerzwirkung eintritt?
Der Wirkstoff Bedinvetmab kann zu einer vorübergehenden oder dauerhaft vorhandenen Antikörperbildung gegen diesen Wirkstoff führen. Deshalb sollte beim Ausbleiben einer klinisch sichtbaren Verbesserung des Schmerzgeschehens nicht weiter mit Librela® behandelt werden.
Bitte beachten Sie auch, dass es sich bei Librela® nicht um eine homogene Mischung handelt. Das heißt, der Wirkstoff kann nicht auf mehrere Patienten aufgeteilt werden; notfalls muss eine höhere Dosis genutzt werden.
Kann Librela® mit anderen Arzneimitteln kombiniert werden?
Dazu sagt die Packungsbeilage:
„In Feldstudien, in denen Bedinvetmab gleichzeitig mit Tierarzneimitteln wie Antiparasitika, Futterergänzungsmitteln, antimikrobiellen Wirkstoffen, topischen Antiseptika mit oder ohne Kortikosteroiden, Antihistaminika oder Impfstoffen verabreicht wurde, wurden keine Arzneimittelinteraktionen festgestellt.“
Nach Beobachtungsstudien beim Menschen, die ähnliche Antikörper erhielten, sollte der gleichzeitige Einsatz von Librela® mit sogenannten NSAID-Schmerzmitteln (nicht cortisonhaltigen Entzündungshemmern) jedoch kritisch betrachtet werden.
Woran Halter Gelenkschmerzen beim Hund erkennen, ist unter Gelenkschmerzen beim Hund erkennen beschrieben; das entsprechende Präparat für die Katze ist unter Solensia bei der Katze dargestellt.
Häufige Fragen
Für welche Indikation ist Bedinvetmab (Librela) zugelassen und wie wirkt es?
Bedinvetmab ist ein zugelassenes Arzneimittel zur Behandlung von Hunden mit osteoarthrosebedingten Schmerzen. Es handelt sich um einen caninen monoklonalen Antikörper; behandelte Hunde zeigten bis zu 3 Monate eine Schmerzreduktion. Da es ein Hundeantikörper ist, kann er nur bei dieser Tierart eingesetzt werden — bei anderen Tierarten zeigt der Wirkstoff keine Wirkung.
Wie wird Librela dosiert und appliziert?
Die Behandlung erfolgt subkutan mit 0,5 bis 1 mg Wirkstoff pro Kilogramm Körpergewicht, monatlich. Das Präparat wird in verschiedenen Packungsgrößen mit unterschiedlicher Wirkstoffmenge pro Milliliter hergestellt; die Lösung sollte transparent bis leicht opaleszent aussehen und keine sichtbaren Partikel aufweisen.
Welche Gegenanzeigen bestehen für Bedinvetmab?
Der Wirkstoff sollte nicht bei Hunden unter 12 Monaten sowie nicht bei Zuchttieren, tragenden oder laktierenden Hündinnen eingesetzt werden, da die Rolle des Nervenwachstumsfaktors (NGF) bei der Entwicklung des fötalen Nervensystems gut bekannt ist. Inzwischen gibt es zudem Hinweise, dass nach mehreren Anwendungen einige Tage nach der Applikation eine Schwäche der Hinterhand auftreten kann.
Wie ist vorzugehen, wenn keine analgetische Wirkung eintritt?
Bedinvetmab kann zu einer vorübergehenden oder dauerhaften Antikörperbildung gegen den Wirkstoff führen; beim Ausbleiben einer klinisch sichtbaren Verbesserung des Schmerzgeschehens sollte nicht weiter mit Librela behandelt werden. Zu beachten ist außerdem, dass es sich nicht um eine homogene Mischung handelt — der Inhalt kann nicht auf mehrere Patienten aufgeteilt werden, notfalls muss eine höhere Dosis genutzt werden.
Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind bekannt?
In Feldstudien wurden bei gleichzeitiger Gabe von Antiparasitika, Futterergänzungsmitteln, antimikrobiellen Wirkstoffen, topischen Antiseptika mit oder ohne Kortikosteroide, Antihistaminika oder Impfstoffen keine Arzneimittelinteraktionen festgestellt. Nach Beobachtungsstudien beim Menschen mit ähnlichen Antikörpern sollte der gleichzeitige Einsatz mit NSAIDs jedoch kritisch betrachtet werden.