Der Systemische Lupus erythematosus (SLE) ist eine bei Katzen selten autretende Erkrankung. Diese krankhafte Veränderung äußert sich in der Regel als Antiglobulin-positive Anämie. Etwa die Hälfte der Katzen mit Lupus entwickelt auch eine Hauterkrankung.
Weitere klinische Symptome des Systemischen Lupus erythematosus bei Katzen
Zu den weiteren auftretenden klinischen Symptomen gehören immer wieder auftretendes Fieber und eine hämolytische Anämie, Darüber hinaus werden schwerwiegende Veränderungen wie eine Erniedrigung der Blutplättchen (Thrombozytopenie) beobachtet, Darüber hinaus finden sich Anzeichen einer Polyarthritis. Auch die Niere kann mit dem Auftreten einer Glomerulonephritis betroffen sein. Zu den feststellbaren Hautläsionen beim Systemischen Lupus erythematosus der Katzen kann darüber hinaus Haarausfall gehören. Dieser ist verbunden mit einer erythematösen schuppenden und krustigen Dermatose und kann überall am Körper auftreten.
Behandlung des Systemischen Lupus erythematosus bei Katzen
Cave: Die Verabreichung von Propylthiouracil an Katzen kann zur Entwicklung einer Antiglobulin-positiven Anämie sowie zu positiven ANA-Reaktionen führen. Auf jeden Fall muss der ANA-Test bei Katzen mit Vorsicht interpretiert werden, da viele gesunde Katzen ebenfalls ANA-positiv sind.
Bei der Behandlung sollte auch an den Einsatz einer immunologischen Therapie gedacht werden. Bitte sprechen Sie uns an.
Quelle: Tizard IR (2023): Feline Systemic Lupus in: Autoimmune Diseases in Domestic Animals, Elsevier, St. Louis, MI, 197
Dr. Thomas Grammel ist Tierarzt aus Osterode am Harz. Er führte die Tierklinik Dr. Grammel in zweiter Generation seit 1989. Im Jahre 2019 hat er sie an seine Schwiegertochter Marina Grammel und seinen Sohn Dr. Lukas Grammel übergeben (heute Tiergesundheitszentrum Südharz). Im Schwerpunkt betreut heute Dr. Thomas Grammel deutschlandweit Tiere mit unterschiedlichen Tumorerkrankungen. Dabei behandelt er die Tiere selber vor Ort in Osterode im TGZ Südharz, er berät deutschlandweit aber auch Kolleginnen und Kollegen sowie Patientenbesitzer zur immunologischen Behandlung mit dendritischen Zellen bei erkrankten Tieren. Wichtig ist dabei immer die partnerschaftliche Zusammenarbeit im Sinne der Vierbeiner. Dr. Grammel hat an zahlreichen Kongressen im In- und Ausland teilgenommen und seine Arbeit erfolgreich vorgestellt.