Systemischer Lupus erythematosus bei Katzen
Der Systemische Lupus erythematosus (SLE) ist eine bei Katzen selten auftretende Erkrankung. Diese krankhafte Veränderung äußert sich in der Regel als Antiglobulin-positive Anämie. Etwa die Hälfte der Katzen mit Lupus entwickelt auch eine Hauterkrankung.
Weitere klinische Symptome des Systemischen Lupus erythematosus bei Katzen
Zu den weiteren auftretenden klinischen Symptomen gehören immer wieder auftretendes Fieber und eine hämolytische Anämie. Darüber hinaus werden schwerwiegende Veränderungen wie eine Erniedrigung der Blutplättchen (Thrombozytopenie) beobachtet. Darüber hinaus finden sich Anzeichen einer Polyarthritis. Auch die Niere kann mit dem Auftreten einer Glomerulonephritis betroffen sein. Zu den feststellbaren Hautläsionen beim Systemischen Lupus erythematosus der Katzen kann darüber hinaus Haarausfall gehören. Dieser ist verbunden mit einer erythematösen schuppenden und krustigen Dermatose und kann überall am Körper auftreten.
Behandlung des Systemischen Lupus erythematosus bei Katzen
Cave: Die Verabreichung von Propylthiouracil an Katzen kann zur Entwicklung einer Antiglobulin-positiven Anämie sowie zu positiven ANA-Reaktionen führen. Auf jeden Fall muss der ANA-Test bei Katzen mit Vorsicht interpretiert werden, da viele gesunde Katzen ebenfalls ANA-positiv sind.
Bei der Behandlung sollte auch an den Einsatz einer immunologischen Therapie gedacht werden. Bitte sprechen Sie uns an.
Quelle: Tizard IR (2023): Feline Systemic Lupus in: Autoimmune Diseases in Domestic Animals, Elsevier, St. Louis, MO, 197
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Häufige Fragen
Was ist der systemische Lupus erythematosus bei Katzen?
Der systemische Lupus erythematosus (SLE) ist eine bei Katzen selten auftretende Autoimmunerkrankung. Sie äußert sich in der Regel als Antiglobulin-positive Anämie, also als Blutarmut, bei der sich Antikörper auf den roten Blutkörperchen nachweisen lassen. Etwa die Hälfte der betroffenen Katzen entwickelt zusätzlich eine Hauterkrankung.
Welche Symptome zeigt eine Katze mit systemischem Lupus?
Zu den klinischen Symptomen gehören immer wieder auftretendes Fieber und eine hämolytische Anämie, also eine Blutarmut durch Zerfall roter Blutkörperchen. Darüber hinaus werden eine Thrombozytopenie (Erniedrigung der Blutplättchen), Anzeichen einer Polyarthritis (Entzündung mehrerer Gelenke) und eine Glomerulonephritis, das heißt eine Entzündung der Nierenkörperchen, beobachtet.
Welche Hautveränderungen verursacht Lupus bei Katzen?
Etwa die Hälfte der Katzen mit Lupus entwickelt eine Hauterkrankung. Zu den Läsionen (Hautveränderungen) kann Haarausfall gehören, verbunden mit einer erythematösen, schuppenden und krustigen Dermatose, also einer geröteten, mit Schuppen und Krusten einhergehenden Hautentzündung; diese kann überall am Körper auftreten.
Wie aussagekräftig ist der ANA-Test bei Katzen?
Der ANA-Test, also der Nachweis antinukleärer Antikörper (Autoantikörper gegen Zellkernbestandteile), muss bei Katzen mit Vorsicht interpretiert werden, da viele gesunde Katzen ebenfalls ANA-positiv sind. Zudem kann die Verabreichung des Arzneimittels Propylthiouracil bei Katzen selbst zu positiven ANA-Reaktionen und zur Entwicklung einer Antiglobulin-positiven Anämie führen.
Wie wird der systemische Lupus bei Katzen behandelt?
Bei der Behandlung sollte auch an den Einsatz einer immunologischen Therapie gedacht werden, also einer Behandlung, die gezielt auf das fehlgeleitete Immunsystem einwirkt. Je nach betroffenem Organsystem richtet sich die weitere Versorgung in der Regel nach den jeweiligen Krankheitszeichen, etwa der Blutarmut oder der Nierenbeteiligung.