Tumorerkrankung

Virus als Ursache für Krebs bei Katzen

Ein neu erkanntes Virus bei Katzen kann möglicherweise mit der Entwicklung von Tumorerkrankungen bei Katzen in Verbindung gebracht werden. Die weitere Forschung könnte zur Entwicklung von Krebstherapien oder Impfstoffen führen.

Hauskatzen-Hepadnavirus

Australische Forscher glauben, dass ein neu entdecktes Katzenvirus die Ursache für Leberkrebs bei Katzen sein und dass dieser Zusammenhang zwischen Virus und Krebsentstehung zur Entwicklung neuer Krebstherapien führen könnte.
Das Hauskatzen-Hepadnavirus (DCH), das letztes Jahr von Forschern der University of Sydney identifiziert wurde, wurde seitdem bei bestimmten Arten von Hepatitis (Leberentzündung) und Leberkrebs bei Katzen gefunden. Dies deutet darauf hin, dass es die Ursache der Krankheiten sein könnte. Dr. Julia Beatty, Professorin für Katzenmedizin an der School of Veterinary Science der Universität Sydney, berichtet, dass die Ergebnisse ein weiterer Schritt zum Verständnis zwischen Viruserkrankung und nachfolgender Krebserkrankung sind.

Behandlung

“Wir wissen nicht, was die meisten Tumorerkrankungen verursacht, aber wenn wir wissen, dass sie durch ein Virus ausgelöst werden, können wir Behandlungen und Impfungen entwickeln, die auf das Virus abzielen und damit eine Heilung erreichen. Dann wird keine weitergehende Behandlung mit Krebsmedikamenten benötigt“, erläutert Dr. Beatty.
DCH ist bei Hauskatzen recht verbreitet, wobei das Virus bei 6,5 Prozent bzw. 10,8 Prozent der Hauskatzen in Australien und Italien nachgewiesen wurde. Diese Häufigkeit der Feststellung einer Virusinfektion bedeutet aber nicht, dass jetzt große Angst wegen einer folgenden Erkrankung herrschen sollte. Es bedarf weiterer Forschung, um die Krankheitszusammenhänge zu klären.

Häufige Fragen

Kann ein Virus bei Katzen Krebs auslösen?

Australische Forscher gehen davon aus, dass das neu entdeckte Hauskatzen-Hepadnavirus (DCH) die Ursache für Leberkrebs bei Katzen sein könnte. Das Virus wurde bei bestimmten Arten von Hepatitis (also Leberentzündung) und bei Leberkrebs von Katzen gefunden, was darauf hindeutet, dass es die Ursache der Krankheiten sein könnte. Endgültig geklärt ist dieser Zusammenhang jedoch noch nicht — es bedarf weiterer Forschung.

Wie verbreitet ist das Hauskatzen-Hepadnavirus?

DCH ist bei Hauskatzen recht verbreitet: Nachgewiesen wurde das Virus bei 6,5 Prozent der Hauskatzen in Australien und bei 10,8 Prozent in Italien.

Muss ich mir Sorgen machen, wenn meine Katze das Virus trägt?

Die Häufigkeit des Virusnachweises bedeutet nicht, dass jetzt große Angst wegen einer folgenden Erkrankung herrschen sollte. Es bedarf weiterer Forschung, um die Krankheitszusammenhänge zu klären.

Warum ist die Entdeckung des Virus für die Krebsbehandlung wichtig?

Wenn bekannt ist, dass eine Tumorerkrankung durch ein Virus ausgelöst wird, können Behandlungen und Impfungen entwickelt werden, die gezielt auf das Virus abzielen — und damit möglicherweise eine Heilung erreichen, ohne dass eine weitergehende Behandlung mit Krebsmedikamenten benötigt wird. Die weitere Erforschung des Zusammenhangs zwischen Viruserkrankung und nachfolgender Krebserkrankung könnte so zur Entwicklung neuer Krebstherapien oder Impfstoffe führen.

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