TumorerkrankungAutoimmunerkrankung
Wechselwirkungen - was ist bei einer dendritischen Zelltherapie für Tiere zu beachten
Folgende Wechselwirkungen mit anderen Präparaten sollten bei der Behandlung mit der dendritischen Zelltherapie beachtet werden:
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Lieber direkt sprechen? 05522 9182582, Montag bis Freitag 08:30–17:00 Uhr.
- Chemotherapie: Wird das Tier mit Chemotherapie behandelt, können nicht gleichzeitig dendritische Zelltherapien genutzt werden. Bitte kontrollieren Sie nach einer Chemotherapie zunächst die Anzahl der Leukozyten im Blut. Unter 2000 Leukozyten/µl sollte zunächst die Normalisierung der Blutbildung abgewartet werden. Dies gilt auch für die Metronomische Chemotherapie. Dagegen hat sich eine Kombination von Elektrochemotherapie mit dendritischer Zelltherapie bewährt. Hier wird als erstes Blut für die Entwicklung der dendritischen Zellen entnommen, dann die Elektrochemotherapie ausgeführt. Nach einer Woche kann dann die dendritische Zelltherapie erfolgen.
- Gabapentindauergabe bitte kontrollieren Sie das Blutbild, auch hier kann es zu einer Leukopenie kommen, die eine dendritische Zelltherapie schwieriger machen kannt.
- Misteltherapie: sollte vor der dendritischen Zelltherapie abgesetzt werden. Durch eine Behandlung mit Dendriten und Mistelpräparaten gleichzeitig kommt es zu einer Überbeanspruchung des Immunsystems des Tieres. Es gilt: Viel (gleichzeitig) hilft nicht auch viel, sondern es kommt auf einen gezielten Abgleich der Behandlungsmethoden an. Wenn beide Therapien angewendet werden sollen, ist eine Aufeinanderfolge zu planen. Interessanterweise können Mistelpräparate oral mit der dendritischen Zelltherapie kombiniert werden
- Leukopenie - ob es sich um eine bekannte Verringerung der Leukozyten handelt oder zum Beispiel durch eine Infektion hervorgerufen, bitte vor der Einleitung der dendritischen Zelltherapie ein Blutbild machen und den Grenzwert von mindestens 2000 Leukozyten/µl einhalten
- Bluttransfusion: Mit der dendritischen Zelltherapie sollte nach einer Bluttransfusion erst nach einer vierwöchigen Karenzzeit begonnen werden. Diese Zeit ist notwendig, bis Spenderblutzellen aus dem Organismus entfernt sind und das eigene Blutsystem wieder aufgebaut ist. Dann ist eine regelgerechte immunologische Behandlung wieder möglich.
- Normale Schutzimpfungen: sollten nicht während eines Behandlungszyklus stattfinden, sondern erst mit (mindestens) sechs Monaten Abstand nach der dendritischen Zelltherapie. Auch hier soll eine Überreaktion des Organismus vermieden werden. Der behandelnde Haustierarzt sollte sehr genau den notwendigen Impfschutz (z.B. für Auslandsreisen) gegen das erzielte immunologische Gleichgewicht des an einem Tumor erkrankten Tieres abwägen.
- Parasitenbehandlung (Wurmbefall, Floh- und Zeckenabwehr) sollte im normalen Rhythmi´us durchgeführt werden
- Trächtigkeit: Tragende Tiere dürfen nicht mit der dendritischen Zelltherapie behandelt werden. Nach der Geburt – bei dann laktierenden Tieren – ist eine Immunbehandlung normal durchführbar.
- Zusatzstoffe/Vitamine: Eine große Anzahl an Supplementen und Präparaten mit den verschiedensten Wirkstoffen ist auf dem Markt erhältlich. Auch hier sollte die für das zu behandelnde Tier individuelle und richtige Kombination von Behandlungsmethoden, Fütterung und Zusatzstoffen ermittelt werden.
Bei Rückfragen zu den Wechselwirkungen mit der dendritischen Zelltherapie im Allgemeinen, sprechen Sie uns bitte direkt an: 05522-9182582.
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Häufige Fragen
Kann mein Tier gleichzeitig Chemotherapie und dendritische Zelltherapie bekommen?
Nein, beide Behandlungen können nicht gleichzeitig genutzt werden; das gilt auch für die metronomische Chemotherapie. Nach einer Chemotherapie sollte zunächst die Anzahl der Leukozyten (weiße Blutkörperchen) kontrolliert werden — unter 2000 Leukozyten/µl wird die Normalisierung der Blutbildung abgewartet. Bewährt hat sich dagegen die Kombination mit der Elektrochemotherapie: Zuerst wird Blut für die Entwicklung der dendritischen Zellen entnommen, dann die Elektrochemotherapie ausgeführt, und nach einer Woche kann die dendritische Zelltherapie erfolgen.
Verträgt sich eine Misteltherapie mit der dendritischen Zelltherapie?
Eine Misteltherapie sollte vor der Behandlung abgesetzt werden, da die gleichzeitige Gabe von Dendriten und Mistelpräparaten zu einer Überbeanspruchung des Immunsystems führt. Sollen beide Therapien angewendet werden, ist eine Aufeinanderfolge zu planen. Oral verabreichte Mistelpräparate können dagegen mit der Behandlung kombiniert werden.
Darf mein Tier während der Behandlung geimpft oder entwurmt werden?
Normale Schutzimpfungen sollten nicht während eines Behandlungszyklus stattfinden, sondern erst mit mindestens sechs Monaten Abstand danach, um eine Überreaktion des Organismus zu vermeiden; der Haustierarzt sollte den notwendigen Impfschutz (etwa für Auslandsreisen) genau gegen das erzielte immunologische Gleichgewicht abwägen. Parasitenbehandlungen — also Wurmbefall sowie Floh- und Zeckenabwehr — sollten dagegen im normalen Rhythmus weiter durchgeführt werden.
Warum ist vor der Behandlung ein Blutbild nötig?
Bei einer Leukopenie, das heißt einer Verringerung der Leukozyten — ob bekannt oder zum Beispiel durch eine Infektion hervorgerufen —, sollte vor Einleitung der Behandlung ein Blutbild gemacht und der Grenzwert von mindestens 2000 Leukozyten/µl eingehalten werden. Auch bei einer Gabapentin-Dauergabe wird eine Blutbildkontrolle empfohlen, da es hier zu einer Leukopenie kommen kann, die die Behandlung erschwert.
Was gilt nach einer Bluttransfusion?
Nach einer Bluttransfusion sollte mit der dendritischen Zelltherapie erst nach einer vierwöchigen Karenzzeit begonnen werden. Diese Zeit ist notwendig, bis die Spenderblutzellen aus dem Organismus entfernt sind und das eigene Blutsystem wieder aufgebaut ist; danach ist eine regelgerechte immunologische Behandlung wieder möglich.
Kann ein trächtiges Tier behandelt werden?
Nein, tragende Tiere dürfen nicht mit der dendritischen Zelltherapie behandelt werden. Nach der Geburt — bei dann laktierenden, also säugenden Tieren — ist eine Immunbehandlung normal durchführbar.