Tumorerkrankung
Tumor am Auge Ihrer Katze - die Symptome
Bei einem Augentumor handelt es sich um Tumoren des Auges oder der Augenumgebung bei Ihrer Katze. Zu den spezifischen Symptomen können vor allem eine gestörte Sehkraft, Gleichgewichtsstörungen und geweitete Pupillen zählen. Es können aber auch unspezifische Symptome auftreten oder hinzukommen. Leider sind die meisten Tumoren der Augen von Katzen bösartig.
Zu unterscheiden sind:
- Tumoren der Augenlider, des dritten Augenlids, der Lidbindehaut und der Augenoberfläche.
- Limbale Tumoren
- Primäre Augentumoren
Tumoren der Augenlider, des dritten Augenlides, der Lidbindehaut und der Augenoberfläche der Katze
Plattenepithelkarzinome sind der am häufigsten an den Augenlidern und dem dritten Augenlid der Katzen auftretende Tumor. Es umfasst zwei Drittel der Augentumoren dieser Vierbeiner, betroffen sind Augenlider und es gibt eine Vorliebe für das Unterlid und den medialen (der Nase zugewandten Bereich des Katzenauges. Betroffen sind besonders helle (weiße) Hautbereiche. Tumore dieses Augenabschnittes werden zum Beispiel auf die vermehrte Exposition mit Sonnenstrahlen und auf eine chronische Reizung der Augenoberfläche zurückgeführt.
Intraokulares Melanom der Katzen
Dies ist der häufigste Tumor des vorderen Katzenauges. Es gibt keine Rasse- oder Geschlechtsdisposition für diese Erkrankung. Es sind Katzen oberhalb von 9 Jahren erkrankt, allerdings kann der Zeitraum bis zum Erkennen der Erkrankung schon länger angedauert haben. Wichtig ist, dass dieser Tumor häufig in den Körper metastasiert. Dabei sind häufig Leber und Lunge betroffen. Der Prozess von der Krankheitsentstehung im Auge bis zur Metastasierung kann dabei mehrere Jahre umfassen. Meist entdecken Augentierärzte einseitige oder gelegentlich beidseitige Veränderungen der Iris bei den Katzen. Dies kann über lange Jahre, sogar ein Jahrzehnt andauern, deshalb sollte eine regelmäßige Vorstellung beim Tierarzt erfolgen.
Tumor des Augenhintergrundes Ihrer Katze
Ein Anzeichen für einen Tumor, genauer gesagt für einen Tumor des Auges, ist die Störung der Sehkraft bei Ihrer Katze. Viele von einem Augen- oder Gehirntumor betroffene Katzen können auf einem Auge erblinden. Der Tumor sitzt in diesen Fällen hinter dem Auge und drückt auf den Sehnerv. Die Blindheit kann temporärer Natur als auch bleibend sein. Häufig spielt der Faktor Zeit hier eine große Rolle.
Informationen zum posttraumatischen Sarkom des Auges bei Katzen finden Sie hier.
Dadurch, dass der Tumor auf den Sehnerv Ihrer Katze drückt, kann es darüber hinaus auch zu Gleichgewichtsstörungen kommen.
Ein weiteres Symptom für einen Tumor am oder hinter dem Auge bei Ihrer Katze kann auch die Weitung der Pupillen sein. Durch einen Tumor kann das Vergrößern und Verkleinern der Pupillen gestört werden. Milchige Hornhäute oder Linsen sind weitere Anzeichen für einen Tumor am Auge.
Die Behandlung von einem solchen Tumor stellt sich häufig als besonders schwierig dar. Die Tumorzellen können aufgrund der besonderen Lage nur schwer operativ entfernt werden. Da Behandlungen wie Chemotherapie auch gesunde Zellen angreifen, sehen viele Besitzer von einer solchen Therapie bei etwa einem Gehirntumor ab. Die dendritische Zelltherapie hingegen arbeitet auch hier schonend, stärkt das Immunsystem und sorgt dafür, dass es die Tumorzellen im Körper Ihrer Katze ausfindig macht und zerstört.
Dispositionen bei Tumoren an den Augen
In einigen Fällen sind auch bestimmte Rassen häufiger als andere von gewissen Tumoren betroffen. Bei einem Tumor am Auge ist bei Katzen jedoch bis jetzt keine Rassendisposition festgestellt worden.
Schmerzen verringern und Lebensqualität erhöhen
Die dendritische Zelltherapie zielt darauf ab, Katzen mit Tumorerkrankungen eine bessere Lebensqualität zurückzugeben und die Schmerzen zu verringern. Dabei behandeln wir nicht nur die Symptome Ihrer Samtpfote, sondern die Krankheit selbst.
Je nachdem wie stark die Symptome bei Ihrer Katze ausgeprägt sind, kann es ein erheblicher Stressfaktor sein, für die Behandlung lange Fahrten in Spezialkliniken auf sich zu nehmen. Die dendritische Zelltherapie kann aus diesem Grund bei Ihrem Tierarzt und somit in vertrauter Haustierarzt-Umgebung durchgeführt werden.
Quellen: Miller PE, Teixeira LB (2020): Ocular Tumors in: Withrow and MacEwen’s Small Animal Clinical Oncology, 6th Ed., St. Louis, MO, 675 -687
Kayes D (2022): Feline Uveal Melanoma Review: Our Current Understanding and Recent Research Advances, Vet. Sci. 2022, 9(2), 46; https://doi.org/10.3390/vetsci9020046
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Häufige Fragen
Woran erkenne ich einen Augentumor bei meiner Katze?
Zu den spezifischen Symptomen zählen vor allem eine gestörte Sehkraft, Gleichgewichtsstörungen und geweitete Pupillen — durch einen Tumor kann das Vergrößern und Verkleinern der Pupillen gestört werden. Auch milchige Hornhäute oder Linsen sind mögliche Anzeichen. Daneben können unspezifische Symptome auftreten oder hinzukommen.
Sind Augentumoren bei Katzen meist bösartig?
Leider sind die meisten Tumoren der Augen von Katzen bösartig. An den Augenlidern ist das Plattenepithelkarzinom der häufigste Tumor, es umfasst etwa zwei Drittel der Augentumoren — bevorzugt am Unterlid und im medialen, also der Nase zugewandten Bereich, besonders an hellen (weißen) Hautbereichen. Als Ursachen werden unter anderem vermehrte Sonneneinstrahlung und eine chronische Reizung der Augenoberfläche angenommen.
Was ist ein intraokulares Melanom bei der Katze?
Das intraokulare Melanom ist der häufigste Tumor des vorderen Katzenauges; erkrankt sind in der Regel Katzen oberhalb von 9 Jahren, eine Rasse- oder Geschlechtsdisposition gibt es nicht. Wichtig ist, dass dieser Tumor häufig in den Körper metastasiert (also Absiedlungen bildet), dabei sind oft Leber und Lunge betroffen. Meist entdecken Augentierärzte einseitige oder gelegentlich beidseitige Veränderungen der Iris; da sich dieser Prozess über viele Jahre hinziehen kann, sollte eine regelmäßige Vorstellung beim Tierarzt erfolgen.
Kann meine Katze durch einen Augentumor erblinden?
Viele betroffene Katzen können auf einem Auge erblinden — der Tumor sitzt in diesen Fällen hinter dem Auge und drückt auf den Sehnerv. Die Blindheit kann vorübergehend oder bleibend sein; häufig spielt der Faktor Zeit hier eine große Rolle. Durch den Druck auf den Sehnerv kann es darüber hinaus zu Gleichgewichtsstörungen kommen.
Sind bestimmte Katzenrassen häufiger betroffen?
In einigen Fällen sind bei Tumorerkrankungen bestimmte Rassen häufiger betroffen als andere. Bei Tumoren am Auge der Katze ist bis jetzt jedoch keine Rassendisposition (also keine erbliche Häufung bei bestimmten Rassen) festgestellt worden.
Wie lässt sich ein Augentumor bei der Katze behandeln?
Die Behandlung stellt sich häufig als schwierig dar, da die Tumorzellen aufgrund der besonderen Lage nur schwer operativ entfernt werden können; von einer Chemotherapie, die auch gesunde Zellen angreift, sehen viele Besitzer ab. Eine sinnvolle Option kann die dendritische Zelltherapie sein: Sie stärkt das Immunsystem, damit es die Tumorzellen im Körper ausfindig macht und zerstört, und zielt darauf ab, Schmerzen zu verringern und die Lebensqualität zu verbessern. Sie kann beim vertrauten Haustierarzt durchgeführt werden, lange Fahrten in Spezialkliniken entfallen damit in der Regel.