Tumorerkrankung

Posttraumatisches Sarkom des Auges bei der Katze

Tierärzte des Department of Medical Oncology, IndyVet Emergency and Specialty Clinic, Indianapolis und des College of Veterinary Medicine der Texas A&M University stellten jetzt eine Studie über Katzen vor, bei denen sich nach einem Trauma des Auges ein Sarkom im Augapfel gebildet hat.

Das posttraumatische Sarkom zählt zu den selteneren Tumorarten bei Katzen und wird deshalb leicht übersehen.

Augentumoren sind selten

Glücklicherweise werden Augentumoren selten bei Katzen gefunden. Nach einer Langzeituntersuchung in den USA ist ungefähr bei jeder dreihundertste Tumor bei Katzen ein Tumor des Auges (Veterinary Medical Databases – VMD) zu finden. Der am häufigsten direkt im Auge entstehende Tumor ist das Melanom der Iris, der am häufigsten als Metastase im Auge gefundene Krebs ist das Lymphom.

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Ursache für das Sarkom

Katzen mit posttraumatischen Sarkomen sind durchschnittlich 11 Jahre alt (zwischen 7 und 15 Jahren), zwei Drittel der Tiere sind männlich. Sicher sind Kater häufiger in Kämpfe verwickelt, sodass dadurch die höhere Anzahl der erkrankten Tiere erklärlich ist. Bei den Katzen kommt es durchschnittlich gut 6 Jahre nach der Augenverletzung zur Ausbildung eines Sarkoms. Dabei erkrankten einige Katzen bereits nach wenigen Monaten, andere erst nach 10 Jahren.
Die Erkrankung kann auch die Folge einer Operation im Auge sein, zum Beispiel nach einer Verletzung der Hornhaut oder einer Linsenoperation.
Behandelnde Tierärzte sollten auf die möglichen Spätfolgen eines Traumas am Auge von Katzen schon bei der Erstbehandlung des Auges hinweisen.

Veränderungen

Die Katzen zeigen zunächst keine Schmerzen oder Zeichen einer Irritation am Auge. Erst mit zunehmendem Augendruck und Entzündungserscheinungen werden die Besitzer auf das Krankheitsgeschehen aufmerksam. Jetzt zeigt sich ein Wechsel der Augenfarbe durch Veränderung der Durchsichtigkeit der Hornhaut, einen grauen Star oder ein Wachstum des Sarkoms. Durch eine genaue Untersuchung von Auge und Augenumgebung - folgend mit einer speziellen Ultraschalluntersuchung des Auges oder wenn möglich eines CTs – kann man deutliche Hinweise auf die zerstörerische Erkrankung erhalten.

Behandlung des Sarkoms

Die Entfernung des Augapfels ist die notwendige Behandlung. Da bei der Operation nicht mit genügend Sicherheitsabstand operiert werden kann, hat die Erkrankung nur eine schlechte Prognose mit einer durchschnittlichen Überlebenszeit von 7- 11 Monaten. Um sicherzugehen sollte auf jeden Fall das operierte Auge im Labor untersucht werden, damit Aufschluss über die Erkrankung erhalten wird.
Um die schlechte Prognose zu verbessern, sollte sofort nach der Operation eine dendritische Zelltherapie eingeleitet werden. Unser Team gibt Ihnen gerne nähere Informationen.

Quelle: Wood C (2019) Feline Ocular Post-traumatic Sarcomas, J Fel Med and Surg 21, 835-842

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Häufige Fragen

Was ist ein posttraumatisches Sarkom des Auges bei der Katze?

Es handelt sich um ein Sarkom, also einen bösartigen Tumor des Bindegewebes, das sich nach einem Trauma des Auges im Augapfel bildet. Die Erkrankung kann auch die Folge einer Operation im Auge sein, zum Beispiel nach einer Verletzung der Hornhaut oder einer Linsenoperation. Im Durchschnitt kommt es gut 6 Jahre nach der Augenverletzung zur Ausbildung des Sarkoms — einige Katzen erkrankten bereits nach wenigen Monaten, andere erst nach 10 Jahren.

Welche Katzen bekommen ein posttraumatisches Sarkom des Auges?

Betroffene Katzen sind durchschnittlich 11 Jahre alt (zwischen 7 und 15 Jahren); zwei Drittel der Tiere sind männlich. Kater sind häufiger in Kämpfe verwickelt, was die höhere Anzahl erkrankter Tiere erklärlich macht. Behandelnde Tierärzte sollten auf die möglichen Spätfolgen eines Traumas am Auge schon bei der Erstbehandlung hinweisen.

Woran erkennt man ein posttraumatisches Sarkom des Auges?

Die Katzen zeigen zunächst keine Schmerzen oder Zeichen einer Irritation am Auge. Erst mit zunehmendem Augendruck und Entzündungserscheinungen werden die Besitzer aufmerksam — dann zeigt sich ein Wechsel der Augenfarbe durch eine veränderte Durchsichtigkeit der Hornhaut, ein grauer Star oder das Wachstum des Sarkoms. Deutliche Hinweise liefert eine genaue Untersuchung von Auge und Augenumgebung, gefolgt von einer speziellen Ultraschalluntersuchung des Auges oder, wenn möglich, einem CT.

Wie wird ein posttraumatisches Sarkom des Auges behandelt — und wie ist die Prognose?

Die Entfernung des Augapfels ist die notwendige Behandlung; das operierte Auge sollte auf jeden Fall im Labor untersucht werden. Da bei der Operation nicht mit genügend Sicherheitsabstand operiert werden kann, hat die Erkrankung nur eine schlechte Prognose mit einer durchschnittlichen Überlebenszeit von 7 bis 11 Monaten. Um die Prognose zu verbessern, sollte sofort nach der Operation eine dendritische Zelltherapie, also eine Immuntherapie mit körpereigenen Abwehrzellen, eingeleitet werden.

Wie häufig sind Augentumoren bei Katzen?

Augentumoren werden bei Katzen selten gefunden — nach einer Langzeituntersuchung in den USA ist ungefähr jeder dreihundertste Tumor bei Katzen ein Tumor des Auges. Der am häufigsten direkt im Auge entstehende Tumor ist das Melanom der Iris; der am häufigsten als Metastase im Auge gefundene Krebs ist das Lymphom.

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