Cushing beim Pferd

Cushing (Cushing’s Disease) ist eine Hormonstörung, die häufig bei über 15 Jahre alten Pferden auftritt. In einigen Fällen kann Cushing auch bei jüngeren Pferden auftreten. Unbehandelt führt sie zu schmerzhaften Symptomen und Begleiterkrankungen, die für das Pferd lebensbedrohlich werden können.

Ursachen

Das Equine Cushing Syndrom (kurz ECS) ist eine hormonelle Störung, die durch einen Tumor in der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) ausgelöst wird. Dieser entsteht durch einen Mangel an Dopamin. Dieses wird bei erkrankten Tieren nur eingeschränkt im Hypothalamus produziert. Da andere Hormone ungestört weiterproduziert werden, gerät der Hormonhaushalt des Pferdes völlig außer Kontrolle. Anzeichen für eine Erkrankung an Cushing sind Infektionen, Apathie und Leistungsschwäche.

Schildern Sie uns den Fall Ihres Vierbeiners

Kostenlose Erstberatung durch unser tierärztliches Team — in der Regel innerhalb eines Werktages.

Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.

Lieber direkt sprechen? 05522 9182582, Montag bis Freitag 08:30–17:00 Uhr.

Symptome von Cushing bei Pferden

Cushing kann sich bei Pferden erst einmal grundlegend durch drei Symptome äußern - Fellwechselstörung, Hufrehe und eine Veränderung im Erscheinungsbild des Pferdes durch Verlust von Muskelmasse. Eine Fellwechselstörung (als Hypertrichose oder Hirsutismus) bezeichnet, ist wohl das sichtbarste Symptom für Cushing. Dabei kann das Winterfell teilweise über den gesamten Sommer hinweg stehen bleiben. Das Pferd kommt schlecht durch den Fellwechsel. Das Fell wird länger, ggf. lockiger und vereinzelt treten längere Haarpartien auf.

Etwa 50 bis 80 Prozent aller an Cushing erkrankten Tiere leiden zusätzlich unter wiederkehrenden Reheschüben. Die sogenannte Hufrehe erkennt man daran, dass das Pferd sein Gewicht verlagert, um die Hufe zu entlasten oder nur zögerndes Gehen zeigen. Solche Schübe sind für das Pferd sehr schmerzhaft und können unbehandelt chronische und lebensgefährlich werden. Sollten Ihnen diese Symptome gepaart mit einer zunehmenden äußerlichen und verhaltensbedingten Veränderung Ihres Pferdes auffallen, wie beispielsweise Mattheit, Gewichtsverlust oder ungewöhnliche lokale Gewichtszunahmen, so ist dies häufig ein Indiz für Cushing.

Diagnostik von Cushing

Sollten Sie die beschriebenen Anzeichen und Symptome bei Ihrem Pferd wiederkennen, zögern Sie nicht, Ihren Tierarzt um eine Untersuchung zu bitten. Der Tierarzt kann mithilfe eines ACTH-Bluttests innerhalb kurzer Zeit die Blut- und Hormonwerte messen und so eine Diagnose stellen. Dabei ist es von Vorteil, wenn der Tierarzt das Pferd und seine ggf. bestehende medizinische Vorgeschichte schon kennt.

Prognose

Cushing ist leider nicht heilbar, kann aber früh erkannt sehr gut behandelt werden. Auch die Krankheitserscheinungen können reduziert und gemildert werden. Dabei gilt es, großen Wert auf eine kohlenhydratarme sowie vitamin- und mineralstoffreiche Fütterung, sowie eine regelmäßige Hufpflege zu legen. Viele Besitzer nutzen dauerhaft Corticosal von Navalis zur Vorbeugung des ECS.

Interessant für den Besitzer kann die immunologische Behandlung mit dendritischen Zellen sein. Unser Team berät Sie gerne.

Schildern Sie uns den Fall Ihres Vierbeiners

Kostenlose Erstberatung durch unser tierärztliches Team — in der Regel innerhalb eines Werktages.

Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.

Lieber direkt sprechen? 05522 9182582, Montag bis Freitag 08:30–17:00 Uhr.

Häufige Fragen

Was ist Cushing beim Pferd?

Das Equine Cushing Syndrom (kurz ECS) ist eine Hormonstörung, die durch einen Tumor in der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) ausgelöst wird. Ursache ist ein Mangel an Dopamin, das bei erkrankten Tieren nur eingeschränkt im Hypothalamus produziert wird — dadurch gerät der Hormonhaushalt des Pferdes völlig außer Kontrolle. Betroffen sind häufig Pferde über 15 Jahre, in einigen Fällen auch jüngere Tiere.

Welche Symptome zeigt ein Pferd mit Cushing?

Grundlegend äußert sich Cushing durch drei Symptome: eine Fellwechselstörung (Hypertrichose oder Hirsutismus genannt), Hufrehe und einen Verlust von Muskelmasse. Am sichtbarsten ist die Fellwechselstörung — das Winterfell kann teilweise über den gesamten Sommer stehen bleiben, wird länger und gegebenenfalls lockiger. Dazu können Infektionen, Apathie, Leistungsschwäche, Mattheit, Gewichtsverlust oder ungewöhnliche lokale Gewichtszunahmen kommen.

Wie hängen Cushing und Hufrehe zusammen?

Etwa 50 bis 80 Prozent aller an Cushing erkrankten Pferde leiden zusätzlich unter wiederkehrenden Reheschüben. Man erkennt die Hufrehe daran, dass das Pferd sein Gewicht verlagert, um die Hufe zu entlasten, oder nur zögernd geht. Solche Schübe sind sehr schmerzhaft und können unbehandelt chronisch und lebensgefährlich werden.

Wie wird Cushing beim Pferd festgestellt?

Der Tierarzt kann mithilfe eines ACTH-Bluttests innerhalb kurzer Zeit die Blut- und Hormonwerte messen und so eine Diagnose stellen. Von Vorteil ist es, wenn der Tierarzt das Pferd und seine gegebenenfalls bestehende medizinische Vorgeschichte bereits kennt. Bei den beschriebenen Anzeichen sollte man mit der Untersuchung nicht zögern.

Ist Cushing beim Pferd heilbar?

Cushing ist leider nicht heilbar, kann aber früh erkannt sehr gut behandelt werden — die Krankheitserscheinungen lassen sich reduzieren und mildern. Großen Wert legt man dabei auf eine kohlenhydratarme sowie vitamin- und mineralstoffreiche Fütterung und eine regelmäßige Hufpflege. Ergänzend kann für den Besitzer die immunologische Behandlung mit dendritischen Zellen eine interessante Option sein.

Kostenlose Erstberatung durch unser tierärztliches Team.