Hufreheerkrankung beim Pferd
Hufrehe ist eine bei Huftieren wie Pferden, aber auch Eseln, Maultieren und -eseln, auftretende Krankheit. Dabei handelt es sich um eine Entzündung der Huflederhaut, wobei sich im Krankheitsverlauf die Hufkapsel von der Huflederhaut ablöst. Die Krankheit kann für Pferde extrem schmerzhaft sein und die Bewegungsfreiheit einschränken. Hufrehe sollte umgehend nach der Diagnose durch einen Tierarzt behandelt werden. Neben der Hufrehe zählt auch die Strahlfäule zu den häufigen Hoferkrankungen des Pferdes, auch wenn ihr eine bakterielle Zersetzung des Hufhorns statt einer Entzündung der Huflederhaut zugrunde liegt.
Arten und Ursache
Es gibt unterschiedliche Arten und Ursachen von Hufrehe. Dazu gehören die
- Belastungsrehe: Sie entsteht durch eine Überlastung der Hufe/des Hufes. Diese Art von Rehe wird beim Pferd durch Laufen über lange Distanzen auf einem harten Untergrund, die Überlastung der Hufe oder auch lange Stallphasen hervorgerufen.
- Futterrehe: wird durch eine falsche Fütterung verursacht und ist die häufigste Art von Hufrehe beim Pferd. Sie entsteht durch eine zu starke, kohlenhydratreiche Ernährung
- Geburtsrehe: wird verursacht, wenn kleinste Teile der Nachgeburt in der Gebärmutter bleiben.
- Vergiftungsrehe: kann durch das Fressen von Giftpflanzen wie auch durch Reaktionen auf arzneiliche Behandlungen erfolgen
Daneben ist bei älteren Pferden häufig eine bestehende Hormonstörung wie Cushing beim Pferd an der Entstehung von Hufrehe beteiligt, da der gestörte Hormonhaushalt die Huflederhaut zusätzlich anfällig macht.
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Symptome
Das erste Symptom von Hufrehe ist ein kalter Huf. Dieser ist in der Regel im Vergleich zu den anderen Hufen kälter. Um dieses Anzeichen festzustellen, vergleichen Sie am besten die Temperatur der Hufe untereinander. Dieses Symptom erkennen viele Pferdehalter oft nicht, da der Huf nur temporär abkühlt und solange es nicht zu einer Entzündung kommt. Entsteht diese oder ist diese bereits entstanden, ist der Huf wärmer als gewöhnlich. Zudem kann der Kronrand am Huf leicht anschwellen. Zu diesem Zeitpunkt weisen die betroffenen Pferde häufig einen zögerlichen Gang auf, die Schritte sind kurz und steif. Dies macht sich besonders bei Pferden bemerkbar, die beispielsweise beim Training oder einem Turnier öfter kurze, enge Wendungen machen müssen. Außerdem weisen viele Pferde eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit an dem betroffenen Huf auf.
Symptome von Hufrehe sind
- Schonhaltung
- Veränderter Gang (steif, kurze Schritte)
- Schmerzempfindlichkeit am betroffenen Huf
- Schwellungen am Kronrand
- Häufiges Liegen
- Allgemeine Unruhe
- Ängstliches Verhalten
- Fieber
- Erhöhung der Atemfrequenz
- Erhöhung der Pulsfrequenz
Eine ähnliche Schonhaltung und ein steifer Gang können beim Pferd auch andere Ursachen haben, etwa eine Arthrose beim Pferd; diese entwickelt sich allerdings schleichend über einen langen Zeitraum, während sich die Hufrehe deutlich akuter zeigt.
Therapie
Die erste Maßnahme nach der Feststellung der Rehe ist das sofortige Rufen eines Tierarztes. Zudem sollte der betroffene Huf andauernd gekühlt werden. Dafür eignet sich Eis. Wichtig ist, dass der Kühlungsprozess nach Beginn nicht unterbrochen wird. Neben der Kühlung, sollte umgehend das Futter umgestellt werden. Diese Futterumstellung sollte nicht nur bei einer Futterrehe, sondern bei allen Arten der Hufrehe beim Pferd erfolgen. Am besten ist es, erst einmal nur vorsichtig Heu zu verfüttern. Führen Sie die Kühlung und Futterumstellung in Absprache mit Ihrem Tierarzt durch. Darüber hinaus bietet sich für die Folgezeit ein weicher Fußboden als Rastplatz an, damit die Hufe nicht noch mehr strapaziert werden. Um die Erkrankung noch besser einzudämmen, wird der Tierarzt im Zuge der Behandlung wahrscheinlich die Durchblutung fördern. Auch schmerzstillende Maßnahmen werden in der Regel ergriffen, um die Behandlung für das Pferd angenehmer zu gestalten. Wichtig ist auch die Zusammenarbeit mit dem Hufschmied oder Hufpfleger. Hier gibt es speziell geschulte Fachleute und speziell entwickelte Gelsets: https://equipodo.com/shop/
Bitte sprechen Sie uns auch zu einem Einsatz der dendritischen Zelltherapie bei Hufehepferden an!
Folgen
Wird die Hufrehe beim Pferd erst spät erkannt, können schwerwiegende Folgeschäden entstehen. Besteht die Entzündung beispielsweise mehr als 48 Stunden im Huf, spricht man bereits von einer chronischen Rehe. Dabei kann etwa in Folge der Erkrankung das knöcherne Hufbein absinken. Ist die Rehe sehr schwer, so kann sich außerdem die Hufbeinspitze verformen. Es kann auch dazu kommen, dass die Hufbeinspitze durch die Sohle des Pferdes bricht und dadurch enorm große Schmerzen verursacht (Hufbeindurchbruch). Das ist glücklicherweise nur in besonders schweren, nicht behandelten Fällen der Fall.
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Häufige Fragen
Was ist Hufrehe beim Pferd?
Hufrehe ist eine bei Huftieren wie Pferden, aber auch Eseln und Maultieren auftretende Erkrankung. Es handelt sich um eine Entzündung der Huflederhaut, wobei sich im Krankheitsverlauf die Hufkapsel von der Huflederhaut ablösen kann. Die Krankheit kann für Pferde extrem schmerzhaft sein, schränkt die Bewegungsfreiheit ein und sollte umgehend nach der Diagnose durch einen Tierarzt behandelt werden.
Welche Ursachen hat Hufrehe?
Unterschieden werden vier Arten: die Belastungsrehe durch Überlastung der Hufe, etwa durch Laufen über lange Distanzen auf hartem Untergrund oder lange Stallphasen; die Futterrehe, die häufigste Form, verursacht durch eine zu starke, kohlenhydratreiche Fütterung; die Geburtsrehe, wenn kleinste Teile der Nachgeburt in der Gebärmutter bleiben; und die Vergiftungsrehe durch das Fressen von Giftpflanzen oder Reaktionen auf arzneiliche Behandlungen.
Woran erkenne ich Hufrehe frühzeitig?
Das erste Symptom ist in der Regel ein kalter Huf, der im Vergleich zu den anderen Hufen kühler ist — dieses Anzeichen wird oft übersehen, da der Huf nur vorübergehend abkühlt. Kommt es zur Entzündung, ist der Huf wärmer als gewöhnlich, der Kronrand kann leicht anschwellen, und die Pferde zeigen häufig einen zögerlichen Gang mit kurzen, steifen Schritten. Weitere mögliche Symptome sind Schonhaltung, Schmerzempfindlichkeit am betroffenen Huf, häufiges Liegen, allgemeine Unruhe, ängstliches Verhalten, Fieber sowie eine erhöhte Atem- und Pulsfrequenz.
Was muss ich sofort tun, wenn mein Pferd Hufrehe hat?
Die erste Maßnahme ist das sofortige Rufen eines Tierarztes. Zudem sollte der betroffene Huf andauernd gekühlt werden, etwa mit Eis, wobei der Kühlungsprozess nach Beginn nicht unterbrochen werden sollte. Umgehend sollte auch das Futter umgestellt werden — und zwar bei allen Arten der Hufrehe, nicht nur bei der Futterrehe; am besten wird zunächst vorsichtig nur Heu verfüttert, in Absprache mit dem Tierarzt.
Wie wird Hufrehe behandelt?
Neben Kühlung und Futterumstellung wird der Tierarzt im Zuge der Behandlung wahrscheinlich die Durchblutung fördern und in der Regel schmerzstillende Maßnahmen ergreifen. Wichtig ist auch die Zusammenarbeit mit speziell geschulten Hufschmieden oder Hufpflegern; für die Folgezeit bietet sich ein weicher Boden als Rastplatz an, damit die Hufe nicht weiter strapaziert werden. Ergänzend kann auch ein Einsatz der dendritischen Zelltherapie, einer immunologischen Behandlung, bei Hufrehepferden in Betracht gezogen werden.
Welche Folgen hat eine nicht behandelte Hufrehe?
Wird die Hufrehe erst spät erkannt, können schwerwiegende Folgeschäden entstehen; besteht die Entzündung mehr als 48 Stunden, spricht man bereits von einer chronischen Rehe. In deren Folge kann das knöcherne Hufbein absinken, bei sehr schwerer Rehe kann sich die Hufbeinspitze verformen. In besonders schweren, nicht behandelten Fällen kann die Hufbeinspitze durch die Sohle brechen (Hufbeindurchbruch), was enorm große Schmerzen verursacht.