Die Feline senile Demenz – Alzheimer bei Katzen?

Bei der felinen senilen Demenz handelt es sich um eine altersbedingte Erkrankung der Katze, die das Gehirn beziehungsweise die Gehirntätigkeit beeinträchtigt. Manchmal wird sie auch als kognitives Dysfunktionssyndrom bezeichnet. Wie bei den entsprechenden Veränderungen des Menschen zeigen betroffene Katzen im Allgemeinen einen Rückgang des Gedächtnisses, des allgemeinen Bewusstseins und der Wahrnehmung dessen, was um sie herum geschieht. Das gilt für die häusliche Umgebung ebenso wie für die Besitzer und andere Tiere in der Familie. Wie häufig Demenz bei Katzen vorkommt, wird ähnlich eingeschätzt wie beim Hund — dort zeigt im Alter von 12 Jahren fast jedes dritte, mit 15 Jahren jedes zweite Tier mindestens eines der typischen Zeichen.

Ab welchem Alter?

Demenzsymptome können bereits bei Katzen auftreten, die von den meisten Besitzern noch gar nicht als besonders alt angesehen würden: Gelegentlich lassen sie sich schon bei Katzen im Alter von 7 und 8 Jahren beobachten.

Symptome

Anzeichen von Demenz werden bei Katzen vor allem als Verhaltensänderungen sichtbar:

  • zufällige Vokalisierungen, also Lautäußerungen ohne erkennbaren Anlass, oft nachts
  • die Katze kommt in der vertrauten Umgebung scheinbar nicht mehr zurecht
  • Gewohnheitsänderungen bei der Nutzung der Katzentoilette
  • Wesensveränderung: mehr oder weniger freundlich als gewohnt
  • verändertes Pflegeverhalten, also Über- oder Unterpflege des Fells
  • Veränderungen des Appetits und des Fressverhaltens

Diagnose

Einen richtigen Test, mit dem sich Demenz bei der Katze feststellen ließe, gibt es nicht. Deshalb wird die Katzendemenz hauptsächlich anhand des von den Besitzern geschilderten Verhaltens diagnostiziert, und zwar erst dann, wenn andere Krankheitsursachen ausgeschlossen werden konnten — Schilddrüsenüberfunktion, Bluthochdruck, Nierenerkrankungen und Schmerzen können bei der alten Katze ganz ähnlich aussehen. Auch neurologische Erkrankungen wie eine Meningoenzephalitis unbekannter Herkunft sollten abgegrenzt werden — sie beginnt allerdings meist akut mit Ataxie oder Krampfanfällen, während sich die Demenz schleichend entwickelt.

Stellen Sie eine der genannten oder eine andere nicht direkt erklärbare Verhaltensänderung fest, nehmen Sie Kontakt zu Ihrem Haustierarzt auf. Wichtig ist, eine Art Tagebuch anzulegen, um dem Tierarzt die veränderten Verhaltensweisen genau darlegen zu können. Hilfreich kann zudem das Hinzuziehen eines auf Verhalten spezialisierten Tierarztes sein.

Sichere Umgebung und Bewegung

Auch bei bestehenden gesundheitlichen Problemen an Herz oder Gelenken sollte auf ausreichende körperliche Aktivität geachtet werden. Prüfen Sie zunächst die Wohnung auf Rutschfreiheit und darauf, ob Liegeplätze, Futterstelle und Katzentoilette leicht erreichbar sind — eine unsichere Katze meidet Sprünge und zieht sich sonst schnell ganz zurück. Massagen und Physiotherapie tun auch der Katze gut. Mehr dazu unter Bewegung ist wichtig – auch für unsere kranken Tiere.

Beschäftigung für die demente Katze

Anregung wirkt der geistigen Verarmung entgegen. Schon Einkaufstüten oder getragene Kleidung sind ein interessanter Wechsel im Alltag und werden auf mitgebrachte Gerüche untersucht. Auch Sehreize stimulieren: für die Katze klassischerweise das Beobachten eines Vogelhäuschens vor dem Fenster oder ein Aquarium in der Wohnung. Gezieltes Spielen und kleine Denksportaufgaben sind eine große Hilfe; bei Katzen werden Spielzeuge besser angenommen, wenn sie mit Katzenminze versetzt sind.

Pheromone und tierärztliche Behandlung

Bei beginnenden Symptomen kann mit Pheromonen im Wohnbereich gearbeitet werden. Die darin enthaltenen Stoffe nehmen Angst und mindern Aggressionen; für Katzen gibt es dafür eigene, katzenspezifische Präparate als Verdampfer. Ihr Haustierarzt bleibt darüber hinaus der wichtigste Partner: Er verschreibt bei Bedarf Arzneimittel für erkrankte Organe wie Herz-Kreislauf oder Gelenke oder für die Demenzerkrankung selbst und unterstützt Sie im Alltag. Aktuelle Forschungsergebnisse haben zudem die Entwicklung spezieller Futtermittel gefördert.

Für Sie als Besitzer ist es oft der schwerste Teil, die vertraute Katze langsam anders werden zu sehen. Vieles lässt sich abfedern — und eine Katze, die sich in ihrer Wohnung wieder sicher bewegt, gewinnt spürbar an Lebensqualität. Wie sich Demenz beim Hund zeigt, lesen Sie unter Demenz beim Hund.

Häufige Fragen

Was ist die feline senile Demenz?

Eine altersbedingte Erkrankung der Katze, manchmal auch als kognitives Dysfunktionssyndrom bezeichnet, die das Gehirn beziehungsweise die Gehirntätigkeit beeinträchtigt. Betroffene Katzen zeigen einen Rückgang des Gedächtnisses, des allgemeinen Bewusstseins und der Wahrnehmung ihrer Umgebung — das betrifft die häusliche Umgebung, die Besitzer und auch andere Tiere in der Familie.

Ab welchem Alter kann Demenz bei Katzen auftreten?

Gelegentlich lassen sich Symptome bereits bei Katzen im Alter von 7 und 8 Jahren beobachten — also bei Tieren, die viele Besitzer noch gar nicht als besonders alt ansehen würden.

Wie erkenne ich Demenz bei meiner Katze?

Anzeichen werden vor allem als Verhaltensänderungen sichtbar: zufällige Lautaüßerungen ohne erkennbaren Anlass, oft nachts, scheinbares Nicht-Zurechtkommen in der vertrauten Umgebung, veränderte Nutzung der Katzentoilette, Wesensveränderungen, Über- oder Unterpflege des Fells sowie Veränderungen von Appetit und Fressverhalten.

Wie wird Katzendemenz diagnostiziert?

Einen richtigen Test dafür gibt es nicht. Die Diagnose erfolgt anhand des von den Besitzern geschilderten Verhaltens, nachdem andere Krankheitsursachen ausgeschlossen wurden — Schilddrüsenüberfunktion, Bluthochdruck, Nierenerkrankungen und Schmerzen können bei der alten Katze ähnlich aussehen. Hilfreich ist das Hinzuziehen eines auf Verhalten spezialisierten Tierarztes.

Was kann ich zu Hause für meine demente Katze tun?

Sorgen Sie für rutschfreie Wege und leicht erreichbare Liege-, Futter- und Toilettenplätze; eine unsichere Katze meidet sonst Sprünge und zieht sich zurück. Anregung hilft: Einkaufstüten und getragene Kleidung werden interessiert auf Gerüche untersucht, ein Vogelhäuschen vor dem Fenster oder ein Aquarium wirken stimulierend, und Spielzeuge werden besser angenommen, wenn sie mit Katzenminze versetzt sind.

Gibt es eine Behandlung für Demenz bei der Katze?

Bei beginnenden Symptomen kann mit katzenspezifischen Pheromonen im Wohnbereich gearbeitet werden — die enthaltenen Stoffe nehmen Angst und mindern Aggressionen. Der Haustierarzt verschreibt bei Bedarf Arzneimittel für erkrankte Organe oder für die Demenzerkrankung selbst; aktuelle Forschungsergebnisse haben zudem die Entwicklung spezieller Futtermittel gefördert.

Was sollte ich zum Tierarzttermin mitbringen?

Legen Sie über einige Wochen eine Art Tagebuch an und notieren Sie, wie Ihre Katze schläft, frisst, sich orientiert und auf Sie reagiert. So können Sie dem Tierarzt die veränderten Verhaltensweisen genau darlegen — das gibt ein klareres Bild als jede Einzelbeobachtung.

Ist bei Ihrem Tier ein Tumor oder eine Autoimmunerkrankung diagnostiziert?