Tumorerkrankung
Krebs bei Hunden - die Ursachen
Die Ursachen für Krebs beim Hund sind vielfältig — von Umwelteinflüssen bis zu genetischen Dispositionen einzelner Rassen.
Krebs wird häufig auch als Zivilisationskrankheit der Tiere, hier unserer Hunde, bezeichnet. Das liegt daran, dass die Krebsrate noch vor einigen Jahrzehnten (genau wie bei den Menschen) noch sehr viel geringer als heute war. Diese Zunahme an Krebserkrankungen aber unterliegt verschiedenen Ursachen wie etwa Umwelteinflüssen. Dabei sind einige von ihnen mehr oder weniger vermeidbar, auf andere hingegen kann niemand Einfluss nehmen. Teilweise unterliegen verschiedene Hunderassen auch (genetischen) Dispositionen, die das Entstehen von Tumorerkrankungen begünstigen. Welcher Auslöser am Ende für den speziellen Krebsfall vorhanden ist, lässt sich allerdings weder in der Human- noch in der Tiermedizin häufig eindeutig sagen.
Wie genau entsteht eigentlich Krebs beim Hund?
Jeden Tag finden im Körper eines Hundes bis zu 4.000 Mutationen von Genen statt. Diese werden im Normalfall vom Immunsystem direkt ausfindig gemacht und zerstört. Doch manchmal funktioniert dieser Vorgang nicht, da die entarteten Zellen eine Immuntoleranz entwickeln. Aus diesen entarteten Zellen entstehen dann gut- oder bösartige Zellhaufen, kleine Tumore.
Wieso nennt man Krebs auch Zivilisationskrankheit?
Durch den Menschen und dessen Fortschritt in Sachen Technologie, Wissenschaft und Leben kamen immer mehr Schadstoffe in die Umwelt, mit denen sich Lebewesen der Erde auseinander setzen müssen. Dies sind zum Beispiel verschiedene chemische Substanzen, Abgase, Zigarettenqualm oder auch Pestizide. Hunde begleiten die Menschen in vielen Alltagssituationen und sind diesen Substanzen so ebenfalls permanent ausgesetzt. Auch die starke UV-Strahlung kann darüber hinaus das Entarten von Zellen begünstigen - zum Beispiel das von Melanomen.
Genauso muss berücksichtig werden, dass Hunde im Durchschnitt immer älter werden, so dass sich dadurch auch die Chancen erhöhen eine Tumorerkrankung durch Zellmutationen zu erleben. Es gibt Hudnerassen, die in hohem Masse an Tumorerkrankungen leiden, zum Beispiel
- Osteosarkome der langen Röhrenknochen bei Berner Sennenhunden
- Maligne Histiozytose bei Berner Sennenhunden
- allgemeine größere Tumoranfälligkeit bei Retrieverrassen.
Hier spielen in vielen Fällen sicher genetische Faktoren innerhalb der Rassen eine gewichtige Rolle. Generell lässt sich sagen, dass Krebs durch viele Vorbelastungen und Umwelteinflüsse in dem heutigen Maße entsteht.
Abgrenzungen zu Krebs von Menschen
Obgleich sich viele Krebsarten bei Hunden denen bei Menschen ähneln, gibt es auch einige Unterschiede. So erkranken Hunde beispielsweise sehr viel seltener an Lungenkrebs als Menschen. Das rührt daher, dass Hunde wenn überhaupt (nur starke) Passivraucher sein können.
Die falsche Fütterung als Ursache von Krebs bei Hunden
Die Ernährung von Hunden gilt als ein weiterer Einflussfaktor für Krebs. Ähnlich wie beim Menschen sind etwa eine artgerechte Ernährung und die Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen Grundpfeiler der Gesundheit bei Hunden. Studien gibt es nur wenige auf diesem Gebiet. Allerdings zeigt die Forschung, das übergewichtige Hunde eher zu einem Tumor neigen als normalgewichtige Tiere. Auf die optimale Balance von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten als auch die Zufuhr anderer essenzieller Nährstoffe muss also bei der Fütterung von Hunden viel Wert gelegt werden. Sprechen Sie die artgerechte Fütterung Ihres Vierbeiners am besten regelmäßig mit Ihrem Tierarzt ab und nehmen Sie auch Rücksicht auf Faktoren wie das Alter oder die Rasse Ihres Hundes.
Häufige Fragen
Wie entsteht Krebs beim Hund?
Jeden Tag finden im Körper eines Hundes bis zu 4.000 Mutationen von Genen statt, die im Normalfall vom Immunsystem direkt ausfindig gemacht und zerstört werden. Manchmal funktioniert dieser Vorgang jedoch nicht, weil die entarteten Zellen eine Immuntoleranz entwickeln — sie werden also vom Abwehrsystem nicht mehr erkannt. Aus diesen entarteten Zellen entstehen dann gut- oder bösartige Zellhaufen, kleine Tumore.
Warum wird Krebs beim Hund als Zivilisationskrankheit bezeichnet?
Die Krebsrate war noch vor einigen Jahrzehnten — genau wie beim Menschen — sehr viel geringer als heute. Durch den technologischen Fortschritt kamen immer mehr Schadstoffe in die Umwelt, etwa chemische Substanzen, Abgase, Zigarettenqualm oder Pestizide; Hunde begleiten den Menschen in vielen Alltagssituationen und sind diesen Stoffen permanent ausgesetzt. Auch starke UV-Strahlung kann das Entarten von Zellen begünstigen, zum Beispiel bei Melanomen, und da Hunde im Durchschnitt immer älter werden, steigt zusätzlich die Wahrscheinlichkeit, eine Tumorerkrankung durch Zellmutationen zu erleben.
Sind bestimmte Hunderassen anfälliger für Krebs?
Ja, es gibt Hunderassen, die in hohem Maße an Tumorerkrankungen leiden. Beispiele sind Osteosarkome der langen Röhrenknochen und die maligne Histiozytose beim Berner Sennenhund sowie eine allgemein größere Tumoranfälligkeit bei Retrieverrassen. In vielen Fällen spielen hier genetische Faktoren innerhalb der Rassen eine gewichtige Rolle.
Kann falsche Fütterung Krebs beim Hund begünstigen?
Die Ernährung gilt als ein weiterer Einflussfaktor für Krebs, auch wenn es auf diesem Gebiet nur wenige Studien gibt. Die Forschung zeigt allerdings, dass übergewichtige Hunde eher zu einem Tumor neigen als normalgewichtige Tiere. Auf die optimale Balance von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten sowie die Zufuhr anderer essenzieller Nährstoffe sollte daher viel Wert gelegt werden — am besten in regelmäßiger Absprache mit dem Tierarzt und unter Berücksichtigung von Alter und Rasse.
Unterscheidet sich Krebs beim Hund von Krebs beim Menschen?
Viele Krebsarten bei Hunden ähneln denen des Menschen, es gibt aber auch Unterschiede. So erkranken Hunde beispielsweise sehr viel seltener an Lungenkrebs als Menschen — das rührt daher, dass Hunde wenn überhaupt nur Passivraucher sein können.
Lässt sich die genaue Krebsursache bei meinem Hund feststellen?
Welcher Auslöser am Ende für den speziellen Krebsfall verantwortlich ist, lässt sich weder in der Human- noch in der Tiermedizin häufig eindeutig sagen. Einige Ursachen sind mehr oder weniger vermeidbar, auf andere — etwa genetische Dispositionen bestimmter Rassen — kann niemand Einfluss nehmen.