Tumorerkrankung
Gebärmutterkrebs beim Hund
Gebärmutterkrebs kommt beim Hund verhältnismäßig selten vor. Damit die Folgeschäden, die durch den bösartigen Tumor verursacht werden können, so gering wie möglich gehalten werden, ist eine schnelle Diagnose und die Einleitung einer entsprechenden Behandlung äußerst wichtig.
Vorkommen
Gebärmutterkrebs kommt am häufigsten bei älteren Hündinnen vor. Eine Rassendisposition ist bisher nicht bekannt. In rund 90% der Fälle ist der Tumor gutartig (Leiomyome). Nur bei 10% der betroffenen Hunde handelt es sich um Gebärmutterkrebs. Hier werden dann verschiedene bösartige Tumorarten (z. B. Leiomyosarkome, Fibrosarkome, Hämangiosarkome) gefunden. Tumorbildungen werden auch an den Gebärmutterstümpfen von kastrierten Hündinnen beobachtet. Insofern sollte eine genaue Untersuchung des Bauchraumes durchgeführt werden (Ultraschall).
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Lieber direkt sprechen? 05522 9182582, Montag bis Freitag 08:30–17:00 Uhr.
Symptome
Die spezifischen Symptome machen sich bei Gebärmutterkrebs erst in späteren Stadien wirklich bemerkbar. Häufig sind die Anzeichen für den Tumor so gering, dass dieser nur bei Routineuntersuchungen erkannt wird. Es kann auch passieren, dass der Tumor ab einem bestimmten Zeitpunkt zu groß wird und rupturiert, also aufreißt. Ist das der Fall, muss schnell reagiert werden.
Auch außerhalb der Läufigkeit können bei der Hündin Blutungen und ungewöhnlicher Ausfluss beobachtet werden. Die Blutungen und der Ausfluss können sporadisch, also nur ab und zu als auch durchgehend auftreten. In beiden Fällen sollte der Hund beim Tierarzt vorgestellt werden, um die Ursache abzuklären. Eine ausführliche Übersicht weiterer möglicher Anzeichen finden Sie unter Symptome bei Ihrem Hund – Gebärmutterkrebs.
Behandlung
Die Behandlung der Wahl ist zunächst die operative Entfernung des Tumorgewebes. Wird der Krebs beim Hund erst sehr spät erkannt und behandelt, kann es dazu kommen, dass die komplette Gebärmutter entfernt werden muss.
Dendritische Zelltherapie
In Kombination zu der OP kann die dendritische Zelltherapie durchgeführt werden. Diese schonende Immuntherapie hat das Ziel, das Immunsystem zu stärken und den eigenständigen Kampf gegen die Tumorzellen wieder anzuregen. Die dendritische Zelltherapie bekämpft anders als einige herkömmliche Behandlungsmethoden nicht nur die Symptome, sondern direkt die Ursache. So soll auch die Wahrscheinlichkeit eines Rezidives, also des Wiederauftretens des Gebärmutterkrebs’ verringert werden.
Durch den immunologischen Ansatz und die Behandlung mit körpereigenen Zellen kann die Lebensqualität des Vierbeiners verbessert und die Lebenserwartung erhöht werden. Zudem weist die Immuntherapie kaum Nebenwirkungen auf. Einige Tage nach der Behandlung lassen sich bei den meisten Tieren lediglich eine erhöhte Temperatur und eine leichte Abgeschlagenheit feststellen. Diese Nebenwirkungen sind jedoch als positiv zu verbuchen, denn sie bedeuten, dass das Immunsystem wieder anfängt zu arbeiten.
Quellen: Saba CF und Lawrence JA (2020): Uterine Tumors in: Withrow & MacEwen’s Small Animal Clinical Oncology, 6th Ed., St. Louis, MO, 600
Wehrend A (2022): Tumoren des Uterus in: Kessler M, Kleintieronkologie 4. Aufl., Stuttgart, 570 - 572
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Häufige Fragen
Wie häufig ist Gebärmutterkrebs beim Hund?
Gebärmutterkrebs kommt beim Hund verhältnismäßig selten vor und betrifft am häufigsten ältere Hündinnen; eine Rassendisposition ist bisher nicht bekannt. In rund 90 % der Fälle ist der Tumor der Gebärmutter gutartig (sogenannte Leiomyome), nur bei etwa 10 % handelt es sich um bösartige Tumorarten wie Leiomyosarkome, Fibrosarkome oder Hämangiosarkome.
Welche Symptome hat Gebärmutterkrebs beim Hund?
Spezifische Symptome machen sich in der Regel erst in späteren Stadien bemerkbar; häufig sind die Anzeichen so gering, dass der Tumor nur bei Routineuntersuchungen erkannt wird. Auffällig können Blutungen und ungewöhnlicher Ausfluss außerhalb der Läufigkeit sein — sporadisch oder durchgehend. In beiden Fällen sollte die Hündin beim Tierarzt vorgestellt werden, um die Ursache abzuklären, zumal ein zu groß gewordener Tumor auch rupturieren (aufreißen) kann.
Kann eine kastrierte Hündin noch Gebärmutterkrebs bekommen?
Ja, Tumorbildungen werden auch an den Gebärmutterstümpfen kastrierter Hündinnen beobachtet. Deshalb sollte bei entsprechendem Verdacht eine genaue Untersuchung des Bauchraumes per Ultraschall durchgeführt werden.
Wie wird Gebärmutterkrebs beim Hund behandelt?
Die Behandlung der Wahl ist zunächst die operative Entfernung des Tumorgewebes. Wird der Krebs erst sehr spät erkannt und behandelt, kann es notwendig werden, die komplette Gebärmutter zu entfernen.
Kann die dendritische Zelltherapie bei Gebärmutterkrebs helfen?
In Kombination mit der Operation kann die dendritische Zelltherapie durchgeführt werden — eine Immuntherapie mit körpereigenen Zellen, die das Immunsystem stärken und den eigenständigen Kampf gegen die Tumorzellen anregen soll. Damit soll auch die Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs (also des Wiederauftretens des Tumors) verringert werden. Die Nebenwirkungen sind gering: Einige Tage nach der Behandlung zeigen die meisten Tiere lediglich eine erhöhte Temperatur und leichte Abgeschlagenheit, was als Zeichen der einsetzenden Immunreaktion gewertet wird.