Tumorerkrankung
Mesotheliom bei Hund und Katze
Beim Mesotheliom handelt es sich um einen seltenen Tumor bei Hund und Katze:
- Beim Hund sind es besonders Brust- und Bauchhöhle, der Herzbeutel und die Auskleidungen des Hodensacks
- Bei der Katze sind es Herzbeutel, Pleura (Lungenfell) und Peritoneum (Bauchfell) sowie Lymphknotenmetastasen im Bereich von Bauch- und Brusthöhle
- Durchschnittliches Erkrankungsalter bei Hunden ist ungefähr 8 Jahre
Ursache der Mesotheliombildung
Bei erkrankten Hunden wurden gehäuft Asbestfasern gefunden. Oft haben die Tierbesitzer beruflich oder beim Ausüben eines Hobbys Kontakt zu Asbestfasern. Wie der Erkrankungsmechanismus zur Bildung eines Mesothelioms aussieht, ist aber noch nicht geklärt. Nach dem Rückgang der Asbestbelastung werden jetzt andere Krankheitsursachen angenommen: Heutzutage wird von Forschern als Ursache eine lang anhaltende Entzündung angenommen. Die normalen Häute der Brust und Bauchhöhle usw. sind normalerweise nur einschichtig.
Symptome von Mesotheliomen
Immer wenn in erwachsenen Hunden oder Katzen eine lange Krankheitsgeschichte mit chronischer, unspezifischer Krankheit und Flüssigkeitsfüllung in den Körperhöhlen gefunden wird, muss an das Vorliegen eines Mesothelioms gedacht werden. Hunde mit einem Mesotheliom des Herzbeutels können Anzeichen einer sogenannten Herztamponade zeigen. Die Symptome sind relativ unspezifisch, so werden Atemnot, Lethargie, Mattigkeit bei Bewegung, aber auch Husten genannt. Eine besondere Form des Mesothelioms, das sklerosierende Mesotheliom, wurde besonders bei Deutschen Schäferhunden beobachtet.
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Diagnose von Mesotheliomen von Hund und Katze
Da es selten zu einer Tumorbildung kommt und die Mesotheliomzellen in dünner Schicht den Körperwänden anheften, kann bei einer Untersuchung der Körperhöhlen-Flüssigkeit nur selten die richtige Diagnose gestellt werden. Auch Ultraschalluntersuchungen helfen deshalb nicht weiter. Die veränderten Zellschichten sind zu dünn zur Bestimmung einer bösartigen Neubildung. Deshalb kann man die endgültige Diagnose häufig nur nach einer Operation durch gezielte Gewebeentnahme stellen.
Behandlung des Mesothelioms
Leider ist die Behandlung des Mesothelioms sehr unbefriedigend. Normalerweise ist das Tumorgeschehen beim Erkennen der Erkrankung schon zu fortgeschritten, um eine chirurgische Entfernung erfolgreich durchzuführen. So bleibt es normalerweise bei der Linderung der Symptome in Brust- und Bauchhöhle. Beim Menschen kommt es inzwischen erfolgreich zum Einsatz von sogenannten Checkpoint-Inhibitoren. Die Behandlung mit Chemotherapie-Protokollen scheint einen Überlebensvorteil zu erbringen. Neue Untersuchungen zeigen eine Wirkung von Toceranib.
Die immunologische Behandlung mit dendritischen Zellen führt in vielen Fällen zu einer Verbesserung der Lebensqualität bei betroffenen Tieren. Unser Team berät Sie gerne.
Quellen: Garrett LD (2020): Mesothelioma in: Withrow & MacEwen’s Small Animal Clinical Oncology, 6th Ed., St. Louis, MO, 784-787
Weiss G (2022): Mesotheliom in: Kessler M Kleintieronkologie, 4. Aufl, Stuttgart, 601/602
Kosari F et al (2021): Tumor junction burden and antigen presentation as predictors of survival in mesothelioma treated with immune checkpoint inhibitors, J Thorac Oncol, Mar 17(3),446-454, DOI: 10.1016/j.jtho.2021.10.022
Larsen Moberg H et al (2022): Clinical presentation, treatment and outcome of canine malignant mesothelioma: A retrospective study of 34 cases, https://doi.org/10.1111/vco.12777
Lajoinie M et al (2022): Outcome of dogs treated with chemotherapy for mesothelioma: A retrospective clinical study on 40 cases and a literature review, https://doi.org/10.1111/vco.12843
Hicks KA et al (2024): Retrospective evaluation of toceranib phosphate (Palladia) in the treatment of canine carcinomatosis and mesothelioma, https://doi.org/10.1111/vco.12972
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Häufige Fragen
Was ist ein Mesotheliom beim Hund oder bei der Katze?
Das Mesotheliom ist ein seltener Tumor bei Hund und Katze, der von den Auskleidungen der Körperhöhlen ausgeht. Beim Hund betrifft er besonders Brust- und Bauchhöhle, den Herzbeutel und die Auskleidungen des Hodensacks, bei der Katze vor allem Herzbeutel, Pleura (Lungenfell) und Peritoneum (Bauchfell). Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei Hunden bei ungefähr 8 Jahren.
Was verursacht ein Mesotheliom beim Hund?
Bei erkrankten Hunden wurden gehäuft Asbestfasern gefunden; oft hatten die Tierbesitzer beruflich oder beim Ausüben eines Hobbys Kontakt zu Asbest. Der genaue Erkrankungsmechanismus ist jedoch noch nicht geklärt. Nach dem Rückgang der Asbestbelastung wird von Forschern heute eine lang anhaltende Entzündung als Ursache angenommen.
Welche Symptome zeigt ein Hund mit Mesotheliom?
Die Symptome sind relativ unspezifisch: Genannt werden Atemnot, Lethargie (Teilnahmslosigkeit), Mattigkeit bei Bewegung und Husten. Typisch ist eine lange Krankheitsgeschichte mit chronischer, unspezifischer Erkrankung und Flüssigkeitsansammlung in den Körperhöhlen. Hunde mit einem Mesotheliom des Herzbeutels können zudem Anzeichen einer sogenannten Herztamponade zeigen.
Wie wird ein Mesotheliom bei Hund und Katze festgestellt?
Die Diagnose ist schwierig, weil die Mesotheliomzellen den Körperwänden nur in dünner Schicht anhaften. Eine Untersuchung der Körperhöhlen-Flüssigkeit liefert deshalb nur selten die richtige Diagnose, und auch Ultraschalluntersuchungen helfen in der Regel nicht weiter. Die endgültige Diagnose lässt sich häufig erst nach einer Operation durch gezielte Gewebeentnahme stellen.
Ist ein Mesotheliom bei Hund und Katze heilbar?
Die Behandlung ist leider sehr unbefriedigend, da das Tumorgeschehen beim Erkennen der Erkrankung meist schon zu weit fortgeschritten für eine erfolgreiche chirurgische Entfernung ist; in der Regel bleibt es bei der Linderung der Symptome. Die Behandlung mit Chemotherapie-Protokollen scheint einen Überlebensvorteil zu erbringen, und neue Untersuchungen zeigen eine Wirkung von Toceranib. Ergänzend kann die immunologische Behandlung mit dendritischen Zellen eine sinnvolle Option sein; sie führt in vielen Fällen zu einer Verbesserung der Lebensqualität betroffener Tiere.