Symptome vom Milztumor bei dem Hund
Die Symptome von einem Milztumor beim Hund können spezifisch als auch unspezifisch sein. Da sich die meisten Tumore an der Milz erst in späteren Lebensjahren zeigen, werden diese Anzeichen häufig auf das Alter geschoben. Wichtig ist allerdings, dass der Tumor möglichst früh erkannt wird.
Milztumore gehören zu den bösartigsten Tumorarten bei Hunden. Oft werden diese allerdings zu spät entdeckt – teilweise auch aufgrund der unklaren Symptomatik. Das führt dazu, dass die die Überlebensrate beim Milztumor in der Regel gering ist. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass Sie aufmerksam mit Ihrem Hund umgehen. Bemerken Sie die unten stehenden Symptome, sollten Sie so schnell wie möglich einen Tierarzt aufsuchen.
Die Symptome: (un)typisches Verhalten
Da vor allem ältere Hunde von dem Milztumor betroffen sind, wird eine Vielzahl der Symptome vorerst auf das Alter geschoben. Ein Symptom, von welchem fast alle erkrankten Hunde betroffen sind, ist Trägheit. Auch ein gestörtes Fressverhalten (zum Beispiel eine reduzierte Futteraufnahme) kann ein Anzeichen für einen Milztumor sein. Damit einhergehend sind etwa
- sporadisches Erbrechen
- Bauchschmerzen und -krämpfe
- Gewichtsabnahme
- Vergrößerung des Bauchraumes und
- blasse Schleimhäute (bspw. Lefze).
Außerdem ist es nicht selten, dass Sie oberflächige Veränderungen durch den Milztumor bei Ihrem Hund feststellen können. Hier sollten Sie zum Beispiel darauf achten, ob es zu Gerinnungsstörungen kommt. Darunter fallen zum Beispiel blaue Flecken oder auch Muskelblutungen. Blutungsherde können sich zudem in der Schleimhaut des Mauls bilden.
Im weiteren Verlauf der Krankheit, also mit einer zunehmenden Größe des Milztumors, kommt es häufig zu Blutungen in den Bauchraum. Diese Blutungen aus dem Tumor können große Schmerzen verursachen und Kreislaufschwäche (damit einhergehende Schwindelattacken), Schock-Symptome (zum Beispiel Kurzatmigkeit oder kalte Schweißausbrüche) sowie Blutarmut (Anämie) zur Folge haben.
Regelmäßige Kontrolluntersuchungen um Symptome früh zu erkennen
Da die Symptome für einen Milztumor sehr unspezifisch sind, ist es wichtig, regelmäßige Kontrolluntersuchungen zu machen um einen Milztumor frühzeitig zu erkennen.
Gerade bei älteren Hunden wird empfohlen, folgende Kontrolluntersuchungen zu machen um die Symptome des Milztumors richtig deuten zu können:
- Allgemeine Untersuchung: Im Gespräch mit dem Tierarzt werden Verhalten und allgemeine klinische Faktoren untersucht und besprochen.
- Großes Blutbild: Auf dem großen Blutbild sind nicht nur die Blutwerte sondern auch die Organwerte mit abgebildet, dies gibt ein umfassendes Bild über den allgemeinen Gesundheitszustand des Hundes.
- Ultraschall des Abdomen: Durch die Ultraschalluntersuchung des Bauchraums können Veränderungen an der Milz und der Leber festgestellt werden. Sollte es dort Veränderungen geben, sollten diese weiter untersucht werden.
- CT Untersuchung: Aufwendiger als ein Ultraschall ist eine CT-Untersuchung. Mit dem CT lassen sich Veränderungen auf der Milz noch besser darstellen. Für ein CT muss der Hund aber sediert werden, deswegen wird das CT nur bei einem Verdachtsfall herangezogen).
Diese Untersuchungen sollten gerade bei älteren Hunden in etwa 6-monatigen Abständen durchgeführt werden um die Symptome für einen Milztumor frühzeitig zu erkennen.
Schenken Sie Ihrem Hund Zeit
Da die Blutungen aus den Tumoren in die Bauchhöhle hinein sehr stark sein können und nicht immer direkt erkannt werden, ist die Gefahr sehr groß, dass das Tier innerhalb kurzer Zeit verblutet. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass Sie, sollten Sie die genannten Symptome bei Ihrem Hund bemerken, sofort einen Tierarzt aufsuchen.
Deuten Sie die Symptome richtig und wird der Milztumor rechtzeitig diagnostiziert, so haben wir mit der dendritischen Zelltherapie die Chance, die Lebenserwartung und Lebensqualität Ihres Vierbeiners zu erhöhen.
Inzwischen gibt es Erfahrungen mit einer Kombinationsbehandlung von dendritischen Zellen und Propranolol. Bitte sprechen Sie uns an.
Quellen:
Spiller, M. Vetter, C. Dettmer-Richardt , T. Grammel (2024): Prospective study of successful autologous dendritic cell therapy in dogs with splenic stage II hemangiosarcoma, The Veterinary Journal 306 (2024) 106196, https://doi.org/10.1016/j.tvjl.2024.106196
Spiller, M. Vetter, T. Grammel (2024): Canine Splenic Hemangiosarcoma treated by Autologous Monocyte-Derived Dendritic Cell Therapy, VCS Annual Congress, Orlando, Fl, Oct 16 – 19
Dr. Thomas Grammel ist Tierarzt aus Osterode am Harz. Er führte die Tierklinik Dr. Grammel in zweiter Generation seit 1989. Im Jahre 2019 hat er sie an seine Schwiegertochter Marina Grammel und seinen Sohn Dr. Lukas Grammel übergeben (heute Tiergesundheitszentrum Südharz). Im Schwerpunkt betreut heute Dr. Thomas Grammel deutschlandweit Tiere mit unterschiedlichen Tumorerkrankungen. Dabei behandelt er die Tiere selber vor Ort in Osterode im TGZ Südharz, er berät deutschlandweit aber auch Kolleginnen und Kollegen sowie Patientenbesitzer zur immunologischen Behandlung mit dendritischen Zellen bei erkrankten Tieren. Wichtig ist dabei immer die partnerschaftliche Zusammenarbeit im Sinne der Vierbeiner. Dr. Grammel hat an zahlreichen Kongressen im In- und Ausland teilgenommen und seine Arbeit erfolgreich vorgestellt.
