Zahn- und Mundschmerzen bei der Katze
Wie äußert es sich, wenn eine Katze Zahnschmerzen hat? Die Katze „beschwert“ sich nicht über Zahnschmerzen, das bedeutet aber sicherlich nicht, dass ihr Mund und Zähne nicht schmerzen. Vielleicht frisst sie unregelmäßig oder bevorzugt weiches Futter als einzige merkbare Veränderung. Sicher ist: Katzen stellen die Futteraufnahme bei Schmerzen im Mund viel eher ein als Hunde.
Unspezifische Symptome für Zahnschmerzen
Katzen zeigen bei Zahnschmerzen zum Beispiel folgende Verhaltensänderungen: Sie putzen sich weniger und zeigen eine erhöhte Aggressivität, da sie dauerhaft Schmerz empfinden und Angst vor Berührung haben. Weitere allgemeine Anzeichen sind unter Schmerzen bei der Katze erkennen beschrieben.
Nach außen deutlicher zeigt sich eine Veränderung an den Zähnen durch mehr oder weniger starkes Speicheln der Katze. Bitte beachten Sie, dass durch dauerndes Speicheln eine größere Flüssigkeitsmenge verloren gehen kann, wodurch es zu erheblichen, dringend auszugleichenden Austrocknungserscheinungen kommen kann.
Spezifische Symptome für Zahnschmerzen
Deutlichere Symptome für eine Erkrankung von Zähnen, Zahnfleisch und Mundschleimhaut sind einseitiges Kauen, Zähneknirschen – vor allem während der Futteraufnahme – sowie das Reiben mit der Pfote am Mundwinkel oder sogar im Maul.
Bei diesen Symptomen sollte die Katze beim Haustierarzt vorgestellt und gründlich im Zahn- und Mundhöhlenbereich untersucht werden. Er wird auf Zahnsteinbildung, aber auch auf Veränderungen am Zahnfleisch und veränderte Zähne achten. Wichtig ist auch die Untersuchung im Zungen- und Unterzungenbereich.
Symptome für Tumorerkrankungen im Mundbereich bei der Katze
Häufig verbergen sich im Zungen- und Unterzungenbereich der Katzen auch bösartige Tumoren (Plattenepithelkarzinome), die zu Beginn der Erkrankung aufgrund ihrer geringen Größe besser zu behandeln sind. Die Krebserkrankung kann sich zunächst in den milderen Symptomen Speicheln, Reiben am Mund und einseitigem, erschwertem Fressen äußern. Gerade deshalb lohnt es sich, scheinbar harmlose Veränderungen beim Fressen ernst zu nehmen — je früher der Befund steht, desto mehr Möglichkeiten bleiben.
Ist wirklich eine Narkose notwendig?
Bitte beachten Sie, dass – besonders bei starker Schmerzäußerung – eine Sedation oder Narkose zur gründlichen Untersuchung der Maulhöhle notwendig sein kann. Speziell bei verborgenen Prozessen an den Zähnen oder den Kieferknochen sollten auch spezielle Zahnröntgenaufnahmen gefertigt werden.
Was sagt uns die Blutuntersuchung?
Bitte beachten Sie weiterhin, dass im Zuge länger dauernder Mundhöhlenerkrankungen oder bei Fressunlust eine gründliche Blutuntersuchung erfolgen sollte. Bei Nahrungsverweigerung können auch andere Organerkrankungen ursächlich sein, zum Beispiel Leber- oder Nierenerkrankungen. Auch eine Austrocknung durch Flüssigkeitsverlust lässt sich so erkennen.
Häufige Fragen
Wie erkenne ich, dass meine Katze Zahnschmerzen hat?
Die Katze „beschwert“ sich nicht über Zahnschmerzen — das bedeutet aber nicht, dass ihr Mund und Zähne nicht schmerzen. Oft ist unregelmäßiges Fressen oder die Bevorzugung weichen Futters die einzige merkbare Veränderung; sicher ist, dass Katzen bei Schmerzen im Mund viel eher die Futteraufnahme einstellen als Hunde.
Welche Verhaltensänderungen sind unspezifische Anzeichen für Zahnschmerzen?
Katzen putzen sich bei Zahnschmerzen weniger und zeigen eine erhöhte Aggressivität, da sie dauerhaft Schmerz empfinden und Angst vor Berührung haben. Nach außen deutlicher zeigt sich eine Veränderung durch mehr oder weniger starkes Speicheln.
Ist starkes Speicheln bei der Katze gefährlich?
Durch dauerndes Speicheln kann eine größere Flüssigkeitsmenge verloren gehen. Dadurch kann es zu erheblichen Austrocknungserscheinungen kommen, die dringend ausgeglichen werden müssen.
Welche Symptome sprechen deutlich für eine Zahnerkrankung?
Deutlichere Symptome sind einseitiges Kauen, Zähneknirschen — vor allem während der Futteraufnahme — sowie das Reiben mit der Pfote am Mundwinkel oder sogar im Maul. Bei diesen Symptomen sollte die Katze beim Haustierarzt vorgestellt und gründlich im Zahn- und Mundhöhlenbereich untersucht werden, wichtig ist dabei auch der Zungen- und Unterzungenbereich.
Können Zahnschmerzen bei der Katze auch auf einen Tumor hinweisen?
Ja, häufig verbergen sich im Zungen- und Unterzungenbereich der Katzen auch bösartige Tumore (Plattenepithelkarzinome), die zu Beginn der Erkrankung aufgrund der geringen Größe besser zu behandeln sind. Die Krebserkrankung kann sich zunächst in den milderen Symptomen Speicheln, Reiben am Mund und einseitigem, erschwertem Fressen äußern.
Ist für die Untersuchung wirklich eine Narkose notwendig?
Besonders bei starker Schmerzäußerung kann eine Sedation oder Narkose zur gründlichen Untersuchung der Maulhöhle notwendig sein. Speziell bei verborgenen Prozessen an den Zähnen oder den Kieferknochen sollten in der Regel auch spezielle Zahnröntgenaufnahmen gefertigt werden; bei länger dauernden Mundhöhlenerkrankungen oder Fressunlust sollte zudem eine gründliche Blutuntersuchung erfolgen, da auch andere Organerkrankungen (z. B. Leber- oder Nierenerkrankungen) ursächlich sein können.