Tumorerkrankung
Begleittherapien für immunologisch behandelte Tumorpatienten
Viele Patientenbesitzer und Tierärzte suchen nach unterstützenden Therapien, die zusätzlich zur Behandlung mit dendritischen Zellen eingesetzt werden können. Es gibt zahlreiche Therapieansätze in der Onkologie. Aber auch das Zusammenspiel von Immunologie mit Chirurgie, Bestrahlungsbehandlung und anderen Therapien muss beachtet werden.
Die Behandlung mit der dendritischen Zelltherapie sollte durch unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten unterstützt oder begleitet werden:
-
Unterstützung durch weitere Arzneimittel
, um die gelegentlichen Nebenwirkungen zu behandeln und unterstützende/begleitende Behandlungsmethoden zu verfolgen:
- Antibiotika (Fluoroquinolone),
- (Kurzzeit-) Corticoide (z. B. in der Lymphombehandlung; Ziel der dendritischen Zellbehandlung ist dabei, die notwendige Menge der Corticoidgabe weitgehend zu vermindern)
- Schmerzmittel (z. B. Metamizol oder Meloxicam), Infusionen
Strahlentherapie/Chemotherapie
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Kostenlose Erstberatung durch unser tierärztliches Team — in der Regel innerhalb eines Werktages.
Lieber direkt sprechen? 05522 9182582, Montag bis Freitag 08:30–17:00 Uhr.
- Strahlentherapie: Bei vielen Tumoren, z.B. Haut- und Mundhöhlentumoren, kann die Bestrahlung als zusätzliche Therapiemaßnahme eingesetzt werden.
- Chemotherapie: Eine gleichzeitige Anwendung ist nicht sinnvoll, weil Zytostatika auch die weißen Blutzellen beeinträchtigen, aus denen die dendritischen Zellen hergestellt werden. Nach einer Chemotherapie wird deshalb ein Abstand von mindestens vier Wochen eingehalten; ob die Zelltherapie dann beginnen kann, entscheidet das Blutbild. Für die Abfolge beider Verfahren liegen in der Tiermedizin noch keine Studienergebnisse vor. Aus der Humanmedizin wissen wir, dass sie sich gut nacheinander einsetzen lassen: Die dendritische Zelltherapie kann nach einer Chemotherapie bei wieder ansteigender Leukozytenzahl zur Unterstützung eingesetzt werden, und Resistenzen gegen ein Chemotherapieprotokoll werden gemindert.
- Elektrochemotherapie hat sich sehr bewährt zusammen mit der Gabe der dendritischen Zelltherapie
Tyrosinkinasehemmer
- Tyrosinkinasehemmer werden bei humanen Tumorpatienten zusammen mit der DC-Therapie genutzt. Im tiermedizinischen Bereich werden die Tyrosinkinasehemmer Palladia® (Toceranib) und Masivet® (Masitinib) eingesetzt. Ein weiteres begleitendes Prinzip sind die entzündungshemmenden Cox-2-Hemmer — mehr dazu auf der Seite Cox-2-Hemmer zur Behandlung von Krebs bei Tieren.
Weitere Behandlungsverfahren
- Ozontherapie kann zusammen mit der DC-Therapie genutzt werden.
- Paramunisierung (Zylexis®) kann vor der DC-Therapie und etwa 4 Tage nach der DC-Therapie genutzt werden.
- Naturheilkundliche Verfahren wie zum Beispiel Akupunktur, Homöopathie oder Homotoxikologie, Sanum-Kehlbeck-Produkte (Sanukehl, Vetokehl) können unbedenklich zusammen mit DC-Behandlungen genutzt werden
- Hyperthermie: Wenn die Möglichkeit einer hyperthermischen Behandlung besteht, sollte die Therapie am besten am Tag vor der DC-Behandlung erfolgen.
- Interferone sind als „danger signals“ teilweise zusätzlich bei der DC-Therapie eingesetzt worden. Dabei werden alpha- und beta-Interferone beim Menschen verwendet. Das handelsübliche Omega-Interferon für die Tiermedizin wurde noch nicht in Zusammenhang mit der DC-Therapie getestet. Es ist davon auszugehen, dass schon sehr geringe Mengen Interferon einen deutlich positiven Zusatzeffekt in der Tumorbehandlung mit dendritischen Zellen erzielen könnten.
- Ernährung: Die Ernährung des Patienten sollte analysiert und individuell auf die Tumor-Erkrankung und die sonstigen Lebensumstände des Tieres angepasst werden. Die Ernährung hat einen großen Einfluss auf den Stoffwechsel des Patienten und somit auch auf die Stabilität des Immunsystems.
Die Abfolge der einzelnen Therapien wird sinnvollerweise zusammen mit dem Haustierarzt abgestimmt, auch für eine dauerhafte Behandlungsfolge.
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Häufige Fragen
Kann die dendritische Zelltherapie mit anderen Behandlungen kombiniert werden?
Ja, die Behandlung mit dendritischen Zellen sollte durch unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten unterstützt oder begleitet werden; sie lässt sich sinnvoll in ein Gesamtkonzept einbinden. Dazu gehören unterstützende Arzneimittel, Strahlentherapie, Elektrochemotherapie und Tyrosinkinasehemmer ebenso wie weitere Verfahren, etwa Ozontherapie, Paramunisierung oder Hyperthermie. Auch das Zusammenspiel mit Chirurgie und Bestrahlungsbehandlung muss beachtet werden; die Abfolge der einzelnen Therapien wird in der Regel zusammen mit dem Haustierarzt abgestimmt.
Ist eine Chemotherapie zusammen mit der Zelltherapie möglich?
Gleichzeitig nicht: Zytostatika beeinträchtigen auch die weißen Blutzellen, aus denen die dendritischen Zellen hergestellt werden. Nach einer Chemotherapie wird deshalb ein Abstand von mindestens vier Wochen eingehalten; ob die Zelltherapie dann starten kann, entscheidet das Blutbild. Nacheinander lassen sich beide Verfahren nach Erfahrungen aus der Humanmedizin gut einsetzen — die Zellbehandlung bei wieder ansteigender Leukozytenzahl, wodurch auch Resistenzen gegen ein Chemotherapieprotokoll gemindert werden. Die Elektrochemotherapie hat sich zusammen mit der Zellbehandlung sehr bewährt.
Welche Medikamente können begleitend gegeben werden?
Zur Behandlung der gelegentlichen Nebenwirkungen und als Begleitung können Antibiotika (Fluoroquinolone), kurzzeitig Corticoide sowie Schmerzmittel wie Metamizol oder Meloxicam und Infusionen eingesetzt werden. In der Lymphombehandlung ist es dabei ein Ziel, die notwendige Menge der Corticoidgabe weitgehend zu vermindern. Im tiermedizinischen Bereich werden zudem die Tyrosinkinasehemmer Palladia und Masivet eingesetzt.
Dürfen naturheilkundliche Verfahren begleitend genutzt werden?
Naturheilkundliche Verfahren wie Akupunktur, Homöopathie oder Homotoxikologie sowie Sanum-Kehlbeck-Produkte (Sanukehl, Vetokehl) können unbedenklich zusammen mit der Zellbehandlung genutzt werden. Auch die Ozontherapie ist begleitend möglich; eine Paramunisierung kann vor der Behandlung und etwa 4 Tage danach erfolgen, eine Hyperthermie-Behandlung am besten am Tag davor.
Spielt die Ernährung während der Tumorbehandlung eine Rolle?
Ja. Die Ernährung des Patienten sollte analysiert und individuell auf die Tumorerkrankung und die sonstigen Lebensumstände des Tieres angepasst werden. Sie hat einen großen Einfluss auf den Stoffwechsel und damit auch auf die Stabilität des Immunsystems.