TumorerkrankungAutoimmunerkrankung
Immunsystem vom Pferd mit Futter stärken
Häufig wird darüber nachgedacht, wie man die Fütterung eines zum Beispiel an einer Tumorerkrankung leidenden Pferdes anpassen sollte, um damit das Immunsystem zu stärken. Der erste Blick sollte sicher auf den Verdauungstrakt des Tieres gelegt werden: wann wurden eigentlich die Zähne des Pferdes letztmalig einer intensiven Untersuchung unterzogen? Beschädigte Zähne können die Ursache für teilweise schwerwiegende Krankheiten (bis hin zu Blutvergiftungssymptomen) sein. Wegen Zahnschmerzen kann natürlich auch die Futteraufnahme eingeschränkt sein. Gleichfalls zu beachten ist, ob Verstopfungs- oder Durchfallerscheinungen zu beobachten sind. Dann muss hier mit entsprechender Fütterung angesetzt werden. Besondere Aufmerksamkeit braucht die Fütterung auch nach einer überstandenen Bauchoperation – mehr zur Rehabilitation nach einer Kolik-OP beim Pferd. Weiterhin sollte die Ernährung an das Lebensalter und gegebenenfalls an die Leistung des Pferdes angepasst sein. Neben Tumorerkrankungen kann das Immunsystem des Pferdes auch fehlgeleitet reagieren, etwa bei der immun-mediierten Polymyositis, bei der körpereigene Abwehrzellen die Muskulatur angreifen, oder bei der immun-mediierten Thrombozytopenie, bei der sich die Blutplättchenzahl durch einen Autoimmunprozess verringert.
Nicht beeinflussen lässt sich dagegen die Veranlagung: Weil nahezu alle Hengstlinien auf sehr wenige gemeinsame Vorfahren zurückgehen, ist der Genpool unserer Pferde eng, was die Anfälligkeit für Erbkrankheiten erhöht — mehr dazu unter Ganz schön wenig Vorfahren bei unseren Hengsten.
Bitte denken Sie an regelmäßige Gesundheitsuntersuchungen Ihres Lieblings durch Ihren Haustierarzt. Dazu gehören neben der Kontrolle und Behandlung des Wurmbefalls auch regelmäßige Blutkontrollen!
Fütterung anpassen
Die Fütterung muss dann gegebenenfalls an das als erkrankt erkannte Organsystem angepasst werden (zum Beispiel bei Leber- oder Nierenerkrankungen). Auch hier werden schmackhafte Ergänzungsfuttermittel angeboten: Navalis Heperal Horse bzw. Navalis Nephrosal Horse. Hier sollen Leber oder Niere durch die Diät Unterstützung erhalten. Gezielt auf eine Tumorerkankung des Pferdes wirkt bei Erkrankungen der Nebenniere (Cushing Syndrom) Corticosal von Navalis. Durch das richtige Futter werden sowohl die erkrankten Organe gestärkt (bzw. deren Funktion ausgeglichen) als auch das Immunsystem des Tieres gestärkt.
Das richtige Futter geben
Regelmäßige, gleichmäßige Fütterung ist wichtig für das Wohlergehen der Tiere. Dabei sollte eher auf leicht verdaulichen Zucker, das heißt auf kohlenhydratreiches Kraftfutter oder Hafer verzichtet werden. Benötigt Ihr Pferd viel Energie, kann man diese über hochwertige Öle zuführen. Diese enthalten zusätzlich Omega 3 und 6. Die maximale Ölmenge ist 75g /100kg Körpermasse pro Tag. Um die Verdauung an Öl zu gewöhnen, sollte 10g/100 kg Körpermasse mehr Öl pro Tag der Ration zugefügt werden. Ist eine erhöhte Energiezufuhr nicht nötig, kann man auch Algenextrakt für die Omega 3 und 6- Versorgung zufüttern. Einfacher ist die Gabe von Doloral von Navalis.
Desweiteren sind Spurenelemente, vor allem Zink, Kupfer und Mangan wichtig und in der Versorgung des erkrankten Pferdes zu beachten. In Praxisfällen hat sich die Gabe von Orthosal-Präparaten, vor allem Orthosal Zink als zusätzliche immunfördernde Unterstützung bei tumorerkrankten Pferden bewährt. Dies sollte eine Zusatzversorgung sein, eine Überversorgung gilt es zu vermeiden. Für die ebenfalls wichtige B-Vitamin-Versorgung steht Orthosal Vitamin B6 zur Verfügung. Auch dadurch wird das Immunsystem gestärkt.
Darüber hinaus hat sich das Umijo Horse für Pferde von Alfavet für diese Indikation bewährt.
Vertrautes Umfeld
Die gleichmäßige Haltung in vertrauter Umgebung mit den vertrauten Partnerpferden ist ein weiterer Baustein für das Wohlbefinden des Pferdes. Es muss keine Rangordnung erkämpft werden. Auch der Freigang – wenn körperlich möglich – ist wichtig für die körperliche Balance. Den für die Menschen beschriebenen immunstimulierenden Einsatz von Sport sollte man beim Pferdepatienten mit Bewegung, Spazierengehen, gegebenenfalls regelmäßigem leichten Reiten, aber auch dem Einsatz von Gymnastik und Physiotherapie nachkommen.
Häufige Fragen
Wie kann ich das Immunsystem meines Pferdes über das Futter stärken?
Die Ernährung sollte an das Lebensalter, gegebenenfalls an die Leistung und vor allem an das erkrankte Organsystem angepasst werden — etwa bei Leber- oder Nierenerkrankungen. Durch das richtige Futter werden sowohl die erkrankten Organe gestärkt beziehungsweise in ihrer Funktion ausgeglichen als auch das Immunsystem des Tieres gestärkt. Ergänzend sind Spurenelemente wie Zink, Kupfer und Mangan sowie die B-Vitamin-Versorgung zu beachten.
Warum sind die Zähne für die Gesundheit meines Pferdes so wichtig?
Der erste Blick sollte auf den Verdauungstrakt gelegt werden: Beschädigte Zähne können die Ursache für teilweise schwerwiegende Krankheiten sein, bis hin zu Blutvergiftungssymptomen. Wegen Zahnschmerzen kann außerdem die Futteraufnahme eingeschränkt sein — eine regelmäßige intensive Zahnuntersuchung ist daher sinnvoll.
Darf ein erkranktes Pferd noch Kraftfutter oder Hafer bekommen?
Auf leicht verdaulichen Zucker, das heißt auf kohlenhydratreiches Kraftfutter oder Hafer, sollte eher verzichtet werden. Benötigt das Pferd viel Energie, kann diese über hochwertige Öle zugeführt werden, die zusätzlich Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren enthalten. Die maximale Ölmenge liegt bei 75 g je 100 kg Körpermasse pro Tag; zur Gewöhnung der Verdauung sollte die Ration schrittweise um 10 g je 100 kg Körpermasse pro Tag gesteigert werden.
Welche Spurenelemente sind bei einem tumorkranken Pferd wichtig?
Vor allem Zink, Kupfer und Mangan sind in der Versorgung des erkrankten Pferdes zu beachten. In Praxisfällen hat sich insbesondere die zusätzliche Zinkgabe als immunfördernde Unterstützung bei tumorerkrankten Pferden bewährt. Dies sollte eine Zusatzversorgung sein — eine Überversorgung gilt es zu vermeiden.
Was kann ich neben der Fütterung noch für mein Pferd tun?
Die gleichmäßige Haltung in vertrauter Umgebung mit den vertrauten Partnerpferden ist ein weiterer Baustein für das Wohlbefinden, weil keine Rangordnung erkämpft werden muss. Wenn körperlich möglich, sind Freigang und Bewegung wichtig — etwa Spazierengehen, gegebenenfalls regelmäßiges leichtes Reiten sowie Gymnastik und Physiotherapie. Dazu gehören auch regelmäßige Gesundheitsuntersuchungen beim Haustierarzt mit Wurmkontrolle und Blutkontrollen.