Tumorerkrankung
Adenokarzinom beim Hund
Adenokarzinome sind bösartige Tumore, die auch häufig bei Hunden vorkommen. Sie können an unterschiedlichen Organen auftreten. Adenokarzinome sind meist sehr aggressiv und bilden schnell Metastasen. Das bedeutet, dass sie sich auf andere Organe ausbreiten. Aufgrund der hohen Aggressivität von Adenokarzinomen ist es wichtig, dass diese bei Ihrem Hund so schnell wie möglich erkannt, diagnostiziert und behandelt werden.
Auftreten des Adenokarzinoms beim Hund
Ein Adenokarzinom kann beim Hund an vielen Organen lokalisiert werden. Dazu gehören zum Beispiel der Magen, der Dünndarm, der Dick- und Enddarm oder der Bereich um und am After, also als Perianal- oder Analtumoren. Adenokarzinome können auch in der Leber, der Lunge oder den Augen auftreten. Sehr häufig sind Adenokarzinome Bestandteil von Mammatumoren.
Adenokarzinome der Haut (Talgdrüsenkarzinome) sind selten. Sie treten vor allem bei Cocker Spaniel und West Highland White Terrier auf. Das Durchschnittsalter der erkrankten Hunde ist 9 Jahre. Es werden nach einer chirurgischen Entfernung Rezidive beobachtet. Zu einer Metastasierung kommt es selten.
Tumore in der Bauchhöhle können zwar vorkommen, sind dagegen verhältnismäßig selten anzutreffen. Das Adenokarzinom entsteht aus Zellen des Drüsengewebes. Die gutartige Form von derartigen Veränderungen von Drüsengewebe sind Adenome.
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Symptome des Adenokarzinoms
Je nach Lokalisation machen sich Adenokarzinome durch verschiedene Symptome bemerkbar. Diese sind in der Regel zunächst eher unspezifisch, also lassen sich nicht sofort einer bestimmten Erkrankung zuordnen. Das erschwert die anfängliche Diagnose deutlich, da der Tierbesitzer oft nicht genau weiß, woher die Symptome stammen.
Häufig werden Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und Erbrechen bei erkrankten Hunden beobachtet. Es kann ebenfalls zu Durchfall und verändertem Kot (in Farbe und Form) kommen. Auch großer Durst oder eine allgemeine Abgeschlagenheit sind nicht selten.
Bei bösartigen Tumoren in der Lunge kann es sein, dass die Symptome der Hunde etwas spezifischer sind. Ein Adenokarzinom macht sich dann oft zusätzlich zu den anderen Anzeichen durch Atembeschwerden und chronischen Husten bemerkbar.
Diagnose eines Adenokarzinoms beim Hund
Häufig hat der Hundebesitzer schon eine gewisse Vermutung, wenn bestimmte Symptome über einen längeren Zeitraum hinweg beobachtet werden. Eine endgültige Diagnose kann allerdings nur der Tierarzt stellen. Je nach Lokalisation des Tumors tastet der Tierarzt erstmal den betroffenen Bereich ab. Folgend kommt es zu einer Feinnadelaspiration. Dabei wird mit einer feinen Nadel eine Probe der Zellen genommen und mikroskopisch untersucht. Zur finalen Diagnose wird eine Gewebeprobe entnommen und untersucht.
Beispiel eines Adenokarzinoms beim Hund
Das Fallbeispiel von der Hündin Missi zeigt, wie ein Adenokarzinom festgestellt und behandelt werden kann. Lesen Sie sich gerne das Fallbeispiel durch um zu sehen, wie andere Patientenbesitzer mit dieser Situation umgegangen sind.
Behandlung für Ihren Hund bei einem Adenokarzinom
Auch die bestmögliche Therapie hängt von der Lokalisation des Adenokarzinoms bei Ihrem Hund ab. An erster Stelle steht meist eine Operation. Durch die OP wird versucht, so viel Tumormasse wie möglich zu entfernen. Je mehr von dem Adenokarzinom entfernt werden kann, desto besser ist die Prognose für Ihren Hund. Eine Operation bildet vor allem dann eine besonders vielversprechende Basis, wenn der Tumor noch nicht gestreut hat.
Um die Lebensqualität zu verbessern, die Lebenserwartung zu erhöhen und die Gefahr des Wiederauftretens des Adenokarzinoms bei Ihrem Hund zu verringern, kann außerdem die dendritische Zelltherapie eingesetzt werden. Unsere schonende Behandlungsmethode baut das Immunsystem Ihres Lieblings auf.
Quellen:
Kessler M, Gramer I (2022): Tumoren der Hautdrüsen in: Martin Kessler Kleintieronkologie, 4. Aufl. Stuttgart, 317
Selmic L et al (2020): Intestinal Tumours in: Withrow & MacEwen's Small Animal Clinical Oncology, 6th Ed, St. Louis, MO, 460-468 Schildern Sie uns den Fall Ihres Vierbeiners
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Häufige Fragen
Ist ein Adenokarzinom beim Hund bösartig?
Ja, bei einem Adenokarzinom handelt es sich um einen bösartigen Tumor, der aus Zellen des Drüsengewebes entsteht. Adenokarzinome sind meist sehr aggressiv und bilden schnell Metastasen, das heißt Tochtergeschwülste in anderen Organen. Die gutartige Entsprechung dieser Veränderungen des Drüsengewebes ist das Adenom.
Wo kann ein Adenokarzinom beim Hund auftreten?
Ein Adenokarzinom kann beim Hund an vielen Organen lokalisiert sein, etwa im Magen, im Dünn-, Dick- oder Enddarm, im Bereich um den After (perianal) sowie in Leber, Lunge oder Augen. Sehr häufig sind Adenokarzinome außerdem Bestandteil von Mammatumoren, also Tumoren der Milchleiste. Adenokarzinome der Haut (Talgdrüsenkarzinome) sind dagegen selten und treten vor allem bei Cocker Spaniel und West Highland White Terrier auf, im Durchschnitt im Alter von 9 Jahren.
Welche Symptome zeigt ein Hund mit Adenokarzinom?
Die Anzeichen sind in der Regel zunächst unspezifisch, lassen sich also nicht sofort einer bestimmten Erkrankung zuordnen. Häufig werden Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Erbrechen, Durchfall oder veränderter Kot sowie großer Durst und allgemeine Abgeschlagenheit beobachtet. Bei einem Adenokarzinom in der Lunge kommen oft Atembeschwerden und chronischer Husten hinzu.
Wie wird ein Adenokarzinom beim Hund diagnostiziert?
Je nach Lage des Tumors tastet der Tierarzt zunächst den betroffenen Bereich ab. Anschließend erfolgt in der Regel eine Feinnadelaspiration, dabei wird mit einer feinen Nadel eine Zellprobe entnommen und mikroskopisch untersucht. Die endgültige Diagnose wird über eine Gewebeprobe (Biopsie) gestellt.
Wie wird ein Adenokarzinom beim Hund behandelt?
An erster Stelle steht meist eine Operation, bei der so viel Tumormasse wie möglich entfernt wird — je vollständiger das gelingt, desto besser ist in der Regel die Prognose. Ergänzend kann nach der Operation die dendritische Zelltherapie eingesetzt werden, um das Immunsystem gegen verbliebene Tumorzellen zu aktivieren und so die Gefahr eines Wiederauftretens zu verringern.
Ist ein Adenokarzinom beim Hund heilbar?
Das hängt von der Lokalisation und vom Stadium der Erkrankung ab. Eine Operation bildet vor allem dann eine vielversprechende Basis, wenn der Tumor noch nicht gestreut, also noch keine Metastasen gebildet hat. Da Adenokarzinome meist sehr aggressiv sind, ist eine möglichst frühe Erkennung und Behandlung wichtig.