Tumorerkrankung

Symptome vom Darmtumor bei Ihrer Katze

Die Symptome eines Darmtumors bei der Katze hängen von der Lokalisation (dem Sitz des Tumors), seiner Größe und der Tumorart ab — allgemeingültige Anzeichen gibt es deshalb nicht. Hinzu kommt eine Besonderheit der Katze: Sie verbirgt Krankheitszeichen lange und signalisiert nach außen Normalität. Umso wichtiger ist es, auf unauffällige Veränderungen zu achten — vor allem auf alles, was den Kot, den Appetit und das Gewicht betrifft. Der häufigste Darmtumor der Katze ist das Lymphom, gefolgt vom Adenokarzinom; für Siamkatzen ist eine Rasseneigung beschrieben.

Veränderungen im Kot

Der Darm verdaut die Nahrung und scheidet die unverdaulichen Reste aus — Störungen zeigen sich deshalb zuerst hier:

  • anhaltender oder immer wiederkehrender Durchfall, oft über Wochen
  • Verstopfung, häufig im Wechsel mit dem Durchfall
  • Schmerzen beim Kotabsatz, erkennbar an Fauchen oder Jaulen
  • veränderte Konsistenz: schleimiger, sehr trockener oder extrem harter Kot
  • bleistiftdünn geformter Kot durch Engstellen im Darm
  • Blutbeimengungen — frisch rot oder, bei älterem Blut, dunkel bis schwarz
  • auffallend übler Geruch, laute Verdauungsgeräusche, vermehrte Blähungen

Weitere spezifische Anzeichen

Wiederkehrendes Erbrechen und Appetitlosigkeit gehören zu den häufigsten Begleitzeichen. In der Folge kommt es zu Gewichtsverlust, der bis zur deutlichen Abmagerung (Kachexie) reichen kann — bei Katzen mit ihrem ohnehin geringen Körpergewicht ist das schnell bedrohlich. Bei manchen Tieren fällt eine Verhärtung oder Zunahme des Bauchumfangs auf; im fortgeschrittenen Stadium kann der Tumor den Darm verlegen und einen Darmverschluss (Ileus) verursachen — einen Notfall mit heftigem Erbrechen und ausbleibendem Kotabsatz.

Unspezifische Symptome

Daneben treten Anzeichen auf, die sich keinem Organ direkt zuordnen lassen: verminderte Leistungsfähigkeit, Müdigkeit, Rückzug, Teilnahmslosigkeit (Apathie) oder eine Zunahme der Reizbarkeit bis hin zu Kratzen und Beißen bei Berührung — meist Ausdruck von Schmerzen. Auch eine Blutarmut (Anämie) oder ein struppiges Fell können auf die Erkrankung hindeuten. Ein Teil dieser Zeichen gehört zum sogenannten paraneoplastischen Syndrom — Allgemeinstörungen, die viele Krebserkrankungen begleiten und die Diagnose erschweren.

Wann zum Tierarzt?

Bei Durchfall oder Erbrechen über mehr als ein bis zwei Wochen, bei Blut im Kot, raschem Gewichtsverlust oder deutlichen Verhaltensänderungen sollte die Katze einem Tierarzt vorgestellt werden. Ein Symptom-Tagebuch — was fällt wann auf, wie entwickeln sich Appetit und Gewicht — erleichtert die Diagnose erheblich. Die Abklärung erfolgt über Blutuntersuchung, Ultraschall und die Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie); die Behandlungsmöglichkeiten sind auf der Übersichtsseite zum Darmtumor bei Katzen dargestellt.

Quellen

Rissetto K et al. (2011): Recent trends in feline intestinal neoplasia: an epidemiologic study of 1.129 cases in the veterinary medical database from 1964 to 2004. J Am Anim Hosp Assoc 47(1):28–36.

Selmic LE (2020): Intestinal Tumors. In: Vail DM, Thamm DH, Liptak JM (Hrsg.): Withrow & MacEwen’s Small Animal Clinical Oncology. 6. Aufl., St. Louis, MO, Elsevier, 460–468.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich einen Darmtumor bei meiner Katze?

Störungen zeigen sich in der Regel zuerst am Kot: anhaltender oder wiederkehrender Durchfall, Verstopfung häufig im Wechsel damit, schleimiger oder bleistiftdünn geformter Kot sowie Blutbeimengungen. Hinzu kommen häufig wiederkehrendes Erbrechen, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust. Allgemeingültige Anzeichen gibt es allerdings nicht — die Symptome hängen von Sitz, Größe und Art des Tumors ab.

Warum bemerke ich die Erkrankung bei meiner Katze so spät?

Katzen verbergen Krankheitszeichen lange und signalisieren nach außen Normalität. Umso wichtiger ist es, auf unauffällige Veränderungen zu achten — vor allem auf alles, was Kot, Appetit und Gewicht betrifft.

Was bedeutet Blut im Kot meiner Katze?

Blutbeimengungen können frisch rot sein oder, bei älterem Blut, dunkel bis schwarz erscheinen. Blut im Kot gehört zu den Zeichen, bei denen die Katze einem Tierarzt vorgestellt werden sollte.

Welcher Darmtumor ist bei Katzen am häufigsten?

Der häufigste Darmtumor der Katze ist das Lymphom, gefolgt vom Adenokarzinom. Für Siamkatzen ist eine Rasseneigung beschrieben.

Wann muss ich mit meiner Katze zum Tierarzt?

Bei Durchfall oder Erbrechen über mehr als ein bis zwei Wochen, bei Blut im Kot, raschem Gewichtsverlust oder deutlichen Verhaltensänderungen. Ein Symptom-Tagebuch — was fällt wann auf, wie entwickeln sich Appetit und Gewicht — erleichtert die Diagnose erheblich. Die Abklärung erfolgt über Blutuntersuchung, Ultraschall und die Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie). Im fortgeschrittenen Stadium kann der Tumor den Darm verlegen — ein Darmverschluss mit heftigem Erbrechen und ausbleibendem Kotabsatz ist ein Notfall.

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