Tumorerkrankung

Magentumor bei Katzen

Bei einem Magentumor bei Katzen handelt es sich um eine Neubildung der Magenwand — umgangssprachlich wird auch von Magenkrebs gesprochen. Magentumoren sind bei der Katze selten; wenn sie vorkommen, handelt es sich meist um ein Lymphom (einen Tumor der Lymphzellen), seltener um ein Karzinom der Magenschleimhaut. Als Risikofaktoren werden eine chronische Magenschleimhautentzündung (Gastritis) und der Befall mit Helicobacter-Bakterien diskutiert — für das Magenlymphom der Katze ist dieser Zusammenhang als Hypothese beschrieben (Bridgeford et al.), bewiesen ist er nicht. Weil die Anzeichen lange unspezifisch bleiben, wird die Diagnose oft erst spät gestellt.

Symptome

Das häufigste Anzeichen ist Erbrechen — anfangs von Nahrungsresten, später auch mit Blutbeimengungen. Hinzu kommen Appetitlosigkeit bis zur Futterverweigerung, Gewichtsverlust, Bauchschmerzen, Durchfall und eine Schwarzfärbung des Kotes (Teerstuhl) durch verdautes Blut. Auch ein erhöhter Flüssigkeitsbedarf mit vermehrtem Urinabsatz, eine Blutarmut (Anämie) oder eine Zunahme des Bauchumfangs können auftreten. Da Katzen Krankheitszeichen lange verbergen, sollten schon unauffällige Veränderungen — weniger Appetit, Rückzug, Gewichtsabnahme — ernst genommen werden.

Schildern Sie uns den Fall Ihres Vierbeiners

Kostenlose Erstberatung durch unser tierärztliches Team — in der Regel innerhalb eines Werktages.

Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.

Lieber direkt sprechen? 05522 9182582, Montag bis Freitag 08:30–17:00 Uhr.

Verhalten der Katze

Erkrankte Katzen sind oft erschöpft, bewegen sich wenig und meiden Anstrengung. Manche ziehen sich zurück und scheuen die Nähe von Menschen und Artgenossen; andere reagieren wegen der Schmerzen mit Kratzen, Fauchen oder Beißen. Auch Teilnahmslosigkeit (Apathie) kommt vor. Ein Symptom-Tagebuch — was wird wann erbrochen, wie entwickeln sich Appetit und Gewicht — erleichtert dem Tierarzt die Einordnung erheblich.

Diagnose

Ein Magentumor lässt sich anfangs meist nicht ertasten, und auch Blutuntersuchungen sind oft unauffällig — erst im fortgeschrittenen Stadium wird eine Umfangsvermehrung fühlbar. Deshalb sollte bei anhaltenden Magenbeschwerden frühzeitig eine Magenspiegelung (Endoskopie) mit Entnahme von Gewebeproben (Biopsien) durchgeführt werden; nur die feingewebliche Untersuchung unterscheidet sicher zwischen Lymphom, Karzinom und einer Entzündung. Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen zeigen das Ausmaß der Erkrankung und mögliche Tochtergeschwülste (Metastasen).

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach der Tumorart. Beim Magenlymphom ist die Chemotherapie die Behandlung der Wahl; viele Katzen vertragen sie deutlich besser, als Besitzer befürchten. Beim Karzinom sollte zunächst versucht werden, das veränderte Gewebe operativ zu entfernen. Nach der bestmöglichen Entfernung ist die dendritische Zelltherapie eine sinnvolle Ergänzung, um das Immunsystem gegen verbliebene Tumorzellen zu aktivieren. Sie wird beim Haustierarzt durchgeführt — lange Fahrten in eine Spezialklinik entfallen, was gerade für geschwächte Katzen von Bedeutung ist — und ist gut mit den etablierten Verfahren kombinierbar. Kontrollierte Studien zur Wirksamkeit beim Magentumor der Katze liegen bislang nicht vor. Informationen zu Tumoren des Darms finden sich auf der Seite zum Darmtumor bei Katzen.

Quellen

Skinner OT (2020): Gastric Cancer. In: Vail DM, Thamm DH, Liptak JM (Hrsg.): Withrow & MacEwen’s Small Animal Clinical Oncology. 6. Aufl., St. Louis, MO, Elsevier, 452–454.

Bridgeford EC et al. (2008): Gastric Helicobacter species as a cause of feline gastric lymphoma: a viable hypothesis. Vet Immunol Immunopathol 123(1–2):106–113.

Schildern Sie uns den Fall Ihres Vierbeiners

Kostenlose Erstberatung durch unser tierärztliches Team — in der Regel innerhalb eines Werktages.

Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.

Lieber direkt sprechen? 05522 9182582, Montag bis Freitag 08:30–17:00 Uhr.

Häufige Fragen

Welche Symptome hat eine Katze mit einem Magentumor?

Das häufigste Anzeichen ist Erbrechen — anfangs von Nahrungsresten, später auch mit Blutbeimengungen. Hinzu kommen Appetitlosigkeit bis zur Futterverweigerung, Gewichtsverlust, Bauchschmerzen, Durchfall und eine Schwarzfärbung des Kotes (Teerstuhl) durch verdautes Blut. Da Katzen Krankheitszeichen lange verbergen, sollten schon unauffällige Veränderungen wie weniger Appetit, Rückzug oder Gewichtsabnahme ernst genommen werden.

Wie häufig ist ein Magentumor bei Katzen — und um welche Tumorart handelt es sich?

Magentumoren sind bei der Katze selten. Wenn sie vorkommen, handelt es sich meist um ein Lymphom, also einen Tumor der Lymphzellen, seltener um ein Karzinom der Magenschleimhaut. Als Risikofaktoren werden eine chronische Magenschleimhautentzündung (Gastritis) und der Befall mit Helicobacter-Bakterien diskutiert; bewiesen ist dieser Zusammenhang nicht.

Wie wird ein Magentumor bei der Katze festgestellt?

Ein Magentumor lässt sich anfangs meist nicht ertasten, und auch Blutuntersuchungen sind oft unauffällig. Deshalb sollte bei anhaltenden Magenbeschwerden frühzeitig eine Magenspiegelung (Endoskopie) mit Entnahme von Gewebeproben (Biopsien) durchgeführt werden — nur die feingewebliche Untersuchung unterscheidet sicher zwischen Lymphom, Karzinom und einer Entzündung. Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen zeigen das Ausmaß der Erkrankung und mögliche Tochtergeschwülste (Metastasen).

Wie wird ein Magentumor bei der Katze behandelt?

Die Behandlung richtet sich nach der Tumorart. Beim Magenlymphom ist die Chemotherapie die Behandlung der Wahl — viele Katzen vertragen sie deutlich besser, als Besitzer befürchten. Beim Karzinom sollte zunächst versucht werden, das veränderte Gewebe operativ zu entfernen. Nach der bestmöglichen Entfernung ist die dendritische Zelltherapie eine sinnvolle Ergänzung, um das Immunsystem gegen verbliebene Tumorzellen zu aktivieren; kontrollierte Studien zur Wirksamkeit beim Magentumor der Katze liegen bislang nicht vor.

Wie verhält sich eine Katze mit einem Magentumor?

Erkrankte Katzen sind oft erschöpft, bewegen sich wenig und meiden Anstrengung. Manche ziehen sich zurück und scheuen die Nähe von Menschen und Artgenossen; andere reagieren wegen der Schmerzen mit Kratzen, Fauchen oder Beißen, auch Teilnahmslosigkeit (Apathie) kommt vor. Ein Symptom-Tagebuch — was wird wann erbrochen, wie entwickeln sich Appetit und Gewicht — erleichtert dem Tierarzt die Einordnung erheblich.

Kostenlose Erstberatung durch unser tierärztliches Team.