Tumorerkrankung
Krebs beim Hund
Krebs beim Hund ist eine immer häufiger diagnostizierte Erkrankung. Genau wie Menschen werden auch Hunde im Durchschnitt immer älter. Da mit dem Alter die Wahrscheinlichkeit für ein Krebsgeschwür steigt, findet man auch bei immer mehr Hunden eine Krebserkrankung. Tumore gehören deshalb zu den häufig in der tierärztlichen Praxis diagnostizierten Hundekrankheiten. Man geht davon aus, dass jeder fünfte Hund eine Krebserkrankung im Laufe seines Lebens erleiden wird.
Wird bei Ihrem Hund ein Krebs diagnostiziert, dann kommen je nach Erkrankung unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten in Frage. Eine häufig gewählte Behandlung bei unterschiedlichen Krebsarten ist die dendritische Zelltherapie. Klicken Sie auf den folgenden Link für weitere Informationen über Ursachen für Krebs bei Hunden.
Krebsarten beim Hund
Bei Hunden kommen ähnliche Krebsarten wie beim Menschen vor. Darüber hinaus gibt es aber auch Krebsarten, die nur bei Hunden beobachtet werden können oder die bei Hunden häufiger auftreten als beim Menschen.
Die Bezeichnung für die Krebsarten bei Hunden können entweder nach der Zellart oder nach der Lokalisation (Ort des Auftretens) unterschieden werden. Dabei kommen bestimmte Zellarten gehäufter an bestimmten anatomischen Strukturen vor als andere Gewebearten.
Unterschieden werden kann zunächst in Haut und Oberflächenkrebs, Krebs des Verdauungstrakts (bspw. Magen und Darm), Krebs des Nervensystems (bspw. Gehirntumore oder andere Nerventumore), Krebs von Atemwegsorganen und des Herzens sowie Krebs des Harntrakts (bspw. Nierenkrebs und Blasenkrebs).
Darüber hinaus können Krebsarten nach ihrer Zellart unterschieden werden. Hier gibt es beispielsweise Adenokarzinome, Fibrosarkome, Plattenepithelkarzinome, Melanome und Hämangiosarkome als häufig auftretende Krebszellen zu nennen. Weiter werden die Tumore nach der Untersuchung in ihrer Bösartigkeit (Malignität) beurteilt. Und es muss unterschieden werden, ob es Veränderungen sind, die eher auf den Ursprungsbereich beschränkt sind oder ob die Krebsart oft die Tendenz hat zu metastasieren.
Ist Krebs beim Hund heilbar?
Wurde Krebs erfolgreich behandelt, so wird oft von Heilung gesprochen. Damit ist jedoch weitgehend gemeint, dass die Krebszellen im Körper des Hundes im Rahmen der Behandlung erfolgreich bekämpft wurden. Der Tumor ist zumindest unter die Nachweisgrenze zurückgedrängt worden. Die Gefahr, dass der Krebs beim Hund wieder auftritt, kann aber weiterhin vorhanden sein. Das Wiederauftreten der Krebserkrankung wird übrigens als Rezidiv bezeichnet. Erfahren Sie mehr über die Heilung von Krebs beim Hund.
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Symptome von Krebs beim Hund
Die Anzeichen von Krebs beim Hund können sehr unterschiedlich sein. Je nach Stelle, Ausdehnung und Zellart können die Symptome variieren.
Bei Hautkrebs können die Anzeichen in der Regel gut erkannt werden. Treten beispielsweise Veränderungen, Reizungen, Knoten auf oder in der Haut auf, kann dies ein Anzeichen für eine Krebsveränderung sein. Auch offene oder entzündete Hautstellen können darauf hinweisen, dass eine verdächtige Veränderung vorliegt. Wichtig ist, dass Sie bei den ersten Anzeichen sofort einen Tierarzt aufsuchen, um die verdächtige Stelle untersuchen zu lassen. Eine Gewebeprobe von der Hautstelle gibt häufig schnell Aufschluss darüber, ob es sich um eine Krebserkrankung handelt oder nicht.
Bei Krebs in den inneren Organen wie Niere, Leber, Milz und dem Verdauungstrakt beobachten Patientenbesitzer häufig kleine Veränderungen im Verhalten, bspw. in der Futteraufnahme, in der Aktivität (Spielen) oder dem Kotabsatz des Patienten. Diese Veränderungen müssen nicht plötzlich, sondern können nach und nach auftreten. Da der Krebs in den Organen von außen nicht sichtbar sind, werden die ersten Anzeichen häufig ignoriert. Ein Fehler, den viele machen ist, diese Veränderungen nur auf das Alter des Patienten zu schieben anstatt bereits Anzeichen für einen Krebs zu vermuten. Eine erste gründliche Untersuchung beim Tierarzt (beispielsweise mit Ultraschall) sollte hier schnell klarstellen, warum der Patient sich auffällig anders verhält.
Anzeichen für Krebs im Gehirn können beispielsweise in einer Beeinflussung des Bewegungsapparats und des Gleichgewichtssinns liegen. Erhebliche sich steigernde Lahmheit und starke Schmerzen zeigen sich. Diese Auffälligkeiten sollten auf jeden Fall auch durch einen Tierarzt untersucht werden. Eine ausführliche Übersicht aller Anzeichen finden Sie unter Symptome bei Ihrem Hund – Krebs.
Behandlung von Krebs beim Hund
Die beste Behandlung um den Krebs bei Ihrem Hund zu bekämpfen, ist abhängig von der Krebsart. Oft wird zuerst eine Operation durchgeführt, um den Krebs so gut es geht zu entfernen. Dadurch haben nachfolgende Behandlungsmethoden wie die Chemotherapie oder die Strahlentherapie mehr Erfolg. Bei bösartigen Tumoren des blutbildenden Systems (wie zum Beispiel dem malignen Lymphom) werden eher chemotherapeutische Behandlungsmethoden eingesetzt.
Alternativen zur Chemotherapie werden in einer Vielzahl angeboten. Wichtig ist es für den Haustierarzt, dass mit ihm abgesprochen wird, welche Therapien zusätzlich eingebunden werden sollen. Nur so kann gesichert werden, dass die optimale Versorgung des erkrankten Patienten wirklich in die Tat umgesetzt wird.
Lebenserwartung und Lebensqualität
Es gibt verschiedene Krebsarten an denen ein Hund erkranken kann. Ein Krebs kann in gutartiger, aber auch in bösartiger Form auftreten. Je nachdem, wie weit fortgeschritten der Tumor ist, fallen die Prognose und dementsprechend auch die Lebenserwartung des Hundes aus.
Wenn eine Krebserkrankung früh erkannt wird und sich noch im Anfangsstadium befindet, ist die Behandlung der Erkrankung deutlich einfacher. Die Voraussetzungen für eine chirurgische Entfernung des Krebses sind dann meist gegeben.
Befindet sich der Krebs bereits in einem fortgeschrittenen Stadium oder im Endstadium, gibt es unterschiedliche Faktoren die eine Behandlung und somit auch die Lebenserwartung negativ beeinflussen können.
Beispielsweise ist in solch einem Fall die Gefahr sehr groß, dass der Krebs schon zu groß für einen chirurgischen Eingriff ist oder bereits Metastasen gebildet hat. Das bedeutet, dass neben dem Ausgangspunkt, an dem die Erkrankung entstanden ist, auch andere Organe im Körper des Hundes vom Krebs befallen sind. Dadurch würde die Behandlung drastisch erschwert werden und die Lebenserwartung würde entsprechend kürzer ausfallen.
Gemeinsam mit dem Haustierarzt
Unabhängig davon, wie weit fortgeschritten der Krebs ist, ist es wichtig sich nach der Diagnose, gemeinsam mit dem Tierarzt, schnellstmöglich für den bestmöglichen Behandlungsweg für den Hund zu entscheiden. Denn je früher die Behandlung beginnt desto besser fällt die Lebenserwartung und die Lebensqualität des Hundes aus.
Wenn die Möglichkeit besteht, beginnt die Behandlung des Krebses in den meisten Fällen mit der Entfernung des Krebses.
Sollte dies aufgrund der Größe und der Lage des Krebses nicht möglich sein, gibt es verschiedene Behandlungsmethoden die zur Verkleinerung des Krebses eingesetzt werden können (bspw. dendritische Zelltherapie). In der Regel sinkt die Lebenserwartung aber, wenn der Krebs nicht operativ entfernt werden kann.
Nachdem der Krebs entfernt wurde, sollte alles darauf gesetzt werden, die Lebenserwartung sowie die Lebensqualität des Hundes zu erhalten. Daher sollte der Hund im Anschluss, damit auch die im Körper verbliebenen Krebszellen zerstört werden und ein Rezidiv vermieden wird, weiter behandelt werden.
Ernährung bei einer Krebserkrankung
Die Ernährung von Hunden mit Krebs, sollte vor allem darauf eingestellt sein, das an Krebs erkrankte Organ zu stärken. Die optimale Ernährung ist am wichtigsten. Also beispielsweise bei einer Lebererkrankung sollte eine Leberdiät verabreicht werden. Auch Infusionen sollten übergangsweise durchgeführt werden. Weiterhin sollten Zusatzstoffe verabreicht werden und dringend bei der Ernährung auf die Darmgesundheit geachtet werden.
Worauf es bei der Ernährung des krebskranken Hundes im Einzelnen ankommt, haben wir für Sie ausführlich zusammengestellt.
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Wir wissen, dass die Zeit nach der Diagnose „Krebs“ bei Ihrem Hund schwierig sein kann. Es muss schnell die auf den Einzelfall zugeschnittene Behandlung gefunden werden, obwohl die Schreckensnachricht häufig noch kaum verdaut wurde.
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Weiterführende Seiten zu Krebs beim Hund
Zu einzelnen Krebsarten, den Ursachen, dem Erkennen erster Anzeichen sowie ergänzenden Themen wie Ernährung und Homöopathie finden Sie ausführliche Informationen auf den folgenden Seiten:
- Bauchspeicheldrüsenkrebs beim Hund
- Blutkrebs beim Hund
- Einen Krebs beim Hund erkennen
- Gebärmutterkrebs beim Hund
- Hautkrebs beim Hund
- Hautkrebs beim Hund am Bauch
- Hundefutter für krebskranke Hunde
- Kehlkopf- und Luftröhrenkrebs beim Hund
- Krebs bei Hunden - die Ursachen
- Krebs beim Hund mit Homöopathie behandeln
- Lungenkrebs bei Hunden im Endstadium
- Prostatakrebs bei Hunden
- Schilddrüsenkarzinom beim Hund
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Häufige Fragen
Wie häufig ist Krebs beim Hund?
Krebs gehört zu den häufig in der tierärztlichen Praxis diagnostizierten Hundekrankheiten. Man geht davon aus, dass jeder fünfte Hund im Laufe seines Lebens eine Krebserkrankung erleiden wird. Da Hunde im Durchschnitt immer älter werden und die Wahrscheinlichkeit für ein Krebsgeschwür mit dem Alter steigt, wird die Erkrankung immer häufiger festgestellt.
Ist Krebs beim Hund heilbar?
Wurde Krebs erfolgreich behandelt, wird oft von Heilung gesprochen. Gemeint ist damit in der Regel, dass die Krebszellen erfolgreich bekämpft und der Tumor zumindest unter die Nachweisgrenze zurückgedrängt wurde. Die Gefahr, dass der Krebs wieder auftritt — ein solches Wiederauftreten wird als Rezidiv bezeichnet —, kann aber weiterhin vorhanden sein.
Welche Symptome zeigt ein Hund mit Krebs?
Die Anzeichen variieren je nach Stelle, Ausdehnung und Zellart. Bei Hautkrebs können Veränderungen, Reizungen und Knoten auf oder in der Haut sowie offene oder entzündete Hautstellen auffallen. Bei Krebs innerer Organe (etwa Niere, Leber, Milz oder Verdauungstrakt) zeigen sich häufig nach und nach kleine Veränderungen im Verhalten, beispielsweise bei der Futteraufnahme, der Aktivität oder dem Kotabsatz. Anzeichen für Krebs im Gehirn können Störungen des Bewegungsapparats und des Gleichgewichtssinns, eine sich steigernde Lahmheit und starke Schmerzen sein.
Wie wird Krebs beim Hund behandelt?
Die geeignete Behandlung hängt von der Krebsart ab. Oft wird zuerst eine Operation durchgeführt, um den Krebs so weit wie möglich zu entfernen; dadurch haben nachfolgende Methoden wie Chemotherapie oder Strahlentherapie mehr Erfolg. Bei bösartigen Tumoren des blutbildenden Systems (zum Beispiel dem malignen Lymphom) werden eher chemotherapeutische Verfahren eingesetzt. Ergänzend oder allein kann die dendritische Zelltherapie, eine immunologische Behandlungsmethode, zum Einsatz kommen — etwa nach der Operation, damit im Körper verbliebene Krebszellen bekämpft werden und ein Rezidiv (Wiederauftreten) vermieden wird.
Wie lange lebt ein Hund mit Krebs?
Die Lebenserwartung hängt davon ab, wie weit der Tumor fortgeschritten ist. Wird die Erkrankung früh im Anfangsstadium erkannt, ist die Behandlung deutlich einfacher, und die Voraussetzungen für eine chirurgische Entfernung sind meist gegeben. In einem fortgeschrittenen Stadium ist die Gefahr groß, dass der Krebs zu groß für einen Eingriff ist oder bereits Metastasen (Absiedlungen in anderen Organen) gebildet hat — dann fällt die Lebenserwartung in der Regel kürzer aus.
Was sollte ein Hund mit Krebs fressen?
Die Ernährung sollte vor allem darauf ausgerichtet sein, das erkrankte Organ zu stärken — bei einer Lebererkrankung also beispielsweise eine Leberdiät. Übergangsweise können Infusionen sinnvoll sein; außerdem sollten Zusatzstoffe verabreicht und auf die Darmgesundheit geachtet werden. Ein genauer Ernährungsplan sollte gemeinsam mit fachkundiger Beratung erstellt werden.